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09.09.11Leser-Kommentare

Younicos Yill Lithium-Titanat-Akku: Energietrommel liefert 3 Tage Strom

Das deutsch-amerikanische Unternehmen Younicos mit Sitz in Berlin und San Francisco entwickelt Speichersysteme für eine wirtschaftliche, sichere und stabile Stromversorgung aus regenerativen Energiequellen. Beeindruckendes Beispiel ist der gut designte Lithium-Titanat-Akku Yill.

Lithium-Titanat-Akku Yill {pd Younicos;http://www.younicos.com/de/ueberuns/pressebilder/index.html}

15-20 Jahre soll die Lebensdauer des Lithium-Titanat-Akkus betragen, der in Yill steckt. Der mobile Energiespeicher soll dabei helfen, mehr erneuerbare Energien ins Netz zu integrieren. So kann Yill zum Beispiel als Speicher am Netz Lastspitzen ausgleichen oder Öko-Strom zwischenspeichern und überall zur Verfügung zu stellen.

Die Litium-Titanat-Technologie hat gegenüber herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus einige Vorteile: Da wäre zum einen die lange Lebensdauer, zum anderen die hohe Ladegeschwindigkeit. Bei einem Eingangsstrom von 1,3 A dauert es nur 4 Stunden, bis Yill voll geladen ist - entweder an einer Ladestation mit Energie aus regenerativen Quellen oder an einer ganz normalen Steckdose.

 

Rund 700 Wh Energie kann Yill dann weitergeben und damit Geräte mit einer Gesamtleistung von 300 W versorgen. Kurzzeitig (für 60 s) können es auch mal 450 W sein.

Mit dieser Leistung dient Yill als mobile Steckdose, die einen modernen Arbeitsplatz für 2-3 Tage mit Strom versorgen kann, bevor sie selbst wieder an die Steckdose muss. Für Internet und Telefon braucht man schon lange keine Kabel mehr. Und dank Yill ist auch keine Stromleitung mehr nötig. Genaue Daten gibt es als PDF zum Herunterladen.

Wie es aussieht, ist Yill jedoch vorerst zum Einsatz in großen Unternehmen gedacht. Dort holen sich die Mitarbeiter dann morgens nicht nur den Laptop ab, sondern auch gleich die Stromversorgung in Form von Yill, um sich dann zum Arbeiten irgendwo im weitläufigen Fabrikloft niederzulassen - ob nun eine Steckdose in der Nähe ist oder nicht. Bis etwas Vergleichbares auf Amazon auftaucht, müssen wir wohl noch einige Zeit warten.

Mehr Infos über den mobilen Energiespeicher Yill gibt es auf der Website von Younicos oder als PDF. Der folgende Film stellt das Unternehmen vor.

via Dvice

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Kommentare

  • Paul

    09.09.11 (18:01:29)

    cool, eine mobile USV ;-)

  • Florian

    09.09.11 (18:02:43)

    Sehr interessant. Meine Frau und ich besitzen einen kleinen See (grosser Teich ;-) ) inkl. Häuschen. Mein Problem das Häschen mit Strom zu versorgen. Nun haben wir, uns vor einiger Zeit einen Diesel Stromgenerator angeschafft. Dieser erzeugt 4KW was eigentlich viel zu viel ist. Eigentlich da: ,Kühlschrank mit Gefrierfach, Hauswasserautomat (Grundwasser), Ofen/Herd, Wasserboiler, Musikanlage, Licht, Laptop (dvbt Empfang für die WM) etc... eine Menge Energie frisst. Hinzu kommen Dinge die ich gerade vergesse bspw. ein Föhn der frisst, mal auf die Schnelle, 1500W. Allerdings (und das ist der springende Punkt) ist es höchst selten der Fall, dass alles synchron läuft. Sprich das Teil läuft permanent auf 230V und 4000W auch wenn lediglich der Kühlschrank läuft. Und der benötigt gerade mal 150-300 Watt. Und da wir ohnehin meist während des Sommers bei Sonnenschein (Baden, Sonnen, Grillen) diesen besuchen bin ich schon seit einiger Zeit am überlegen wie eine Alternative aussehen könnte. Unabhängig vom ökologischen Standpunkt ist auch die Idylle gestört. Man liegt und liest, sonnt, entspannt und stääändig dieser Dieselmotor. Er ist zwar leise und wir haben diesen unter das Häuschen gebaut. Aber ganz ehrlich bei absoluter Ruhe kann sogar Vogelgezwitscher nerven. Und dann dieses monotone Brummen. Den Weg zur entsprechenden Photovoltaik Anlage wollten wir auch schon gehen allerdings steht das Häuschen und einer Baumreihe im Schatten und um genügend (Speicher) Energie nur alleine für den Kühlschrank produzieren zu können ist bereits eine externe Speicherquelle von Nöten... Also wäre dies doch ne geniale Alternative da der Diesel den ,, Lithium-Titanat-Akku Yill" in 4 Stunden geladen und den Kühlschrank bis zu 3 Tage, in völliger Ruhe, betreiben könnte. Vielleicht fällt, einem von Euch ein, was ich als Alternative nutzen könnte. Ich meine rein Theoretisch könnte ich doch auch eine LKW Batterie nutzen. Oder?

  • SCORPiON

    09.09.11 (19:14:45)

    Widerspruch im Newstext? "...Geräte mit einer Gesamtleistung von 300 W versorgen. Kurzzeitig (für 60 s) können es auch mal 450 W sein." "Mit dieser Leistung dient Yill als mobile Steckdose, die einen modernen Arbeitsplatz für 2-3 Tage mit Strom versorgen kann,..." Ein moderner Rechner braucht schon ab und an mindestens 450W. Wenn man dann noch auf die Idee kommen sollte, ein grafisch aufwändigeres Spiel zu starten, ziehen ohne Probleme schon 500 bis 550W. Auch wenn man nichts spielt und einfach nur ein Video enkodiert, ein hochauflösendes Foto bearbeitet oder gar ein 3D-Projekt rendert... nun... ähm... mfg SCORPiON

  • heinz zimmermann

    10.09.11 (13:01:06)

    ein rechner, der über 100 w/h benötigt ist nicht mehr als modern anzusehen, sondern als veraltetes scheinprodukt.

  • jan

    10.09.11 (14:20:38)

    mag sein dass ich in physik nicht aufgepasst habe, aber wenn ich 700Wh zur verfügung habe und einen 350w-rechner anschließe (was wie mein vorposter bereits schrieb, untergrenze selbst für nen office-pc ist), dann kann ich diesen doch nur 2 Stunden betreiben... oder hab ich nen Denkfehler?

  • AlphaOrb

    10.09.11 (17:12:58)

    Oh man... noch nie mit richtigen Workstations gearbeitet...

  • SCORPiON

    10.09.11 (18:42:47)

    @heinz: Ich brauche in meiner Arbeit an meiner Workstation erheblich mehr Leistung als in einem normalen Office. 3D-Rendering und komplexe Vektorisierungen und Strukturaufbauten sind bei mir an der Tagesordnung. Dennoch will ich sehen, wie eine normale Workstation weniger als 100W braucht.

  • martin hausmann

    11.09.11 (00:23:28)

    Denkfehler. Es sind 700 Watt, die dir pro Stunde zur Verfügung stehen. Das ist nicht die Angabe der Gesamtkapazität, sondern der maximalen Ausgangsleistung pro Stunde.

  • martin hausmann

    11.09.11 (00:25:19)

    wass plappert ihr von workstations? diese geräte sind für simple notebooks gedacht, die 40 bis 60 watt pro stunde schlucken. n00bs, die hier was vorblöffen wollen.

  • AlphaOrb

    11.09.11 (10:17:19)

    Wie soll dein Kühlschrank denn 3 Tage laufen, wenn er mit seinem Verbrauch von 150-300Wh den Akku mit 700Wh in 2,3h bis 4,6h leergesaugt hat...

  • AlphaOrb

    11.09.11 (10:20:20)

    Nein, hast du nicht. Die gehen in ihren Berechnungen entweder von sehr kurzen Arbeitstagen mit kleinen Netbooks aus... oder haben einfach keine Ahnung. Für den zu erwartenden Preis schraub ich mir lieber ne Dicke APC mit 6kWh auf nen Brett mit Rollen... da kann ich mit meiner HP MobileWorkstation satte 50h arbeiten.

  • almoni

    11.09.11 (21:18:28)

    Hi Florian, das mit der Energieversorgung deines einsam gelegenen Häuschens ist wirklich ein interessantes Problem. Standard Energiequellen Sonne, Wasser (es gibt kleine Rohrturbinen, die in Fließgewässer gelegt werden), Wind (gibt auch kleine Windturbinen), habt ihr wohl schon geprüft. Ich würde zunächst die Energieversorgung des Hauses auf 12 V umstellen. Licht und Kühlschrank und viele andere E-Geräte gibt es dafür. Dann braucht der Diesel nur zeitweise eine Reihe von Bleiakkus (z.B.) aufzuladen. Wir hell 12 V Licht ist, kennst du ja vom PKW. Ansonsten gibt es auch gasbetriebene Kühlschränke. Die sind völlig geräuschlos. Würde mich interessieren was anderen Usern noch so einfällt.

  • Florian

    12.09.11 (08:43:56)

    Super Ideeen! Auf jeden Fall. Wäre da nicht dieses (leidige) Geld - Thema. Das mit den ,,Solarpanels" hätte ich mir ja auch noch gefallen lassen. Nur darf man nicht vergessen das Gärten, Teiche (kleine Seen), etc. welche nicht direkt am Haus liegen schweineteuer zu versichern sind. Wir hatten mal einen Gutachter zur Rate gezogen (immerhin handelt es sich um ein kleines Häuschen mit Einrichtung und sämtlichen Gerätschaften für den Garten. Wir hätten das Teil für bis zu 6000€ pro Jahr (!!!) als landwirtschaftliches Grundstück versichern müssen. Und das ist totaler Humbug! Ich muss nun sehen, dass ein gewisser (Gesamt) Wert, nicht überschritten wird. Also Wasserturbinen, Windräder, etc. gehören doch schon mehr zu den teuereren Alternativen. Wenn auch genial!!! Des Weiterem ist bereits alles vorhanden. Sprich vom Kühlschrank bis zur Erdwasserpumpe. Würde ich nun alles erneut anschaffen müssen. Zumal fast Alles nicht älter als 2 Jahre ist. Aber ich kann`s mir fast denken... Alles unter einer Schiffsbatterie wird wohl auf Dauer nicht genügend Strom liefern können. Auf der Anderen Seite mein Problem betrifft doch, im Grunde jeden, welcher einen Schrebergarten betreibt. Oder?

  • jan

    12.09.11 (15:04:58)

    @martin: Die maximale Ausgangsleistung könnte in Watt angegeben werden, eine Angabe pro Stunde macht keinen Sinn. Zumal Wh, also Wattstunden, nicht "pro stunde" gerechnet werden sondern "mal stunde".

  • Paul

    12.09.11 (22:33:21)

    ein "ordentlicher Strebergarten" hat einen Stromanschluss ;-)

  • eigs

    14.09.11 (18:06:48)

    Du könntest dir eine USV zulegen. Die Energietrommel ist schließlich im Endeffekt auch nichts anderes nur dass mit ein paar Eigenheiten geworben wird. Allerdings bräuchtest du schon eine mit 10kVA wenn du bei 300 Watt Dauerbelastung 17 Stunden auskommen möchtest. Da bist du dann schon bei einen Preis von 3500€.

  • Marco Schuster

    17.09.11 (16:08:40)

    das Problem bei einer USV/Bleiakkus ist, dass die Dinger nicht recht viele Ladezyklen aushalten, sieht man ja am Auto wo man alle 5-6 Jahre ne neue Batterie braucht. Lithiumtitanat-Akkus halten ziemlich ewig, siehe Wikipedia.

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