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09.02.12 06:30

, von Simon Wüthrich

Xaxxon Oculus: Spionage Gadget für Bastler

Darauf haben Hobby-Spione schon lange gewartet: Oculus, eine Kombination aus Chassis und Software, die jedes Netbook in einen Fahrroboter verwandelt, der sich beispielsweise per Smartphone steuern lässt.

Oculus ohne Netbook {xaxxon.com;http://www.xaxxon.com/oculus/details}Der Fahrroboter Oculus besteht aus einem ABS-Chassis, in dem laut Hersteller Xaxxon die meisten 10-Zoll-Netbooks Platz finden sollen. Getriebemotoren treiben die starr ausgerichteten Vorderräder an, die Hinterräder sind omnidirektional gelagert, so kann der Oculus an Ort und Stelle wenden. Den Fahrroboter zum idealen Spionagegadget macht ein servogesteuertes Periskop. Dank diesem kann mit der Webcam des installierten Netbooks die Umgebung des Oculus abgefilmt werden.

Die Steuerungsbefehle der Clientsoftware nimmt via W-LAN eine Serversoftware entegen, die auf dem Laptop (Windows 7, Vista XP und Linux) installiert werden muss. Diese Software sendet auch die Bilder und den Ton der Webcam an die Clientsoftware, die auf Smartphones läuft oder in jedem beliebigen Browser, der um das Flash-Plugin erweitert worden ist. Besonders nett: Der Video- und Audio-Stream funktioniert auch in die andere Richtung. So kann Oculus auch Video-Botschaften überbringen – ob der Fahrroboter dergestalt einen ertappten Einbrecher oder überdrehte Kinder zur Räson bringen kann? Die Oculus-Erfinder scheinen davon überzeugt, wie untenstehendes Video zeigt:

Die Energie bezieht der Oculus per USB. Laut Xaxxon soll ein durchschnittlicher Netbook-Akku für ein bis zwei Stunden Spionage-Action ausreichen; bevor der Akku vollständig entladen ist, soll der Oculus dank «Dynamic Machine Vision Auto-Motion» (DMVAM) selbständig eine Ladestation ansteuern.

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Die Bastlergemeinde wird sich freuen, dass das Microcontroller Board auf Open Source Hardware (Arduino / ATmega328) basiert und damit einfach und fast beliebig erweitert werden kann, beispielsweise um Sensoren, Servos et cetera. In diesem Sinne ist auch die Software als Open Source Projekt gehalten, hier geht's zum Projekt. Noch in Entwicklung befindet sich ein optionaler Scheinwerfer, der den Oculus auch nächtens sehen lässt sowie ein Xtion Sensor Add-on. Dank letzterem sieht Oculus in 3D. Mehr Infos dazu gibt's hier und untenstehendes Video zeigt, wie gut das Asus Xtion in Verbindung mit dem Fahrroboter arbeitet.

Finanziert wurde die Entwicklung des Oculus via Kickstarter. Die Finanzierungsrunde wurde per 31. Januar 2012 mit einem Deckungsgrad von 167% abgeschlossen. Gekauft werden kann Oculus für knapp USD 270 direkt bei Xaxxon.

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