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05.08.16

Ratgeber

5 Tipps für ein schnelles und stabiles WLAN

Frank Müller

Natürlich kann man jeden Computer im Büro über Ethernet ins Firmennetz einbinden, das ist einfach, schnell und sicher. Aber will man mobile Geräte wie Smartphones und Tablets sinnvoll nutzen, kommt man um die Einrichtung eines WLANs nicht herum. Dabei sollte man folgende Dinge beachten, damit es schnell, stabil und sicher ist.


Fritzbox von AVM (Bild: Frank Müller)

Router richtig aufstellen

So banal es klingt: Wie und wo man den Router (zum Beispiel die FritzBox) aufstellt, hat entscheidende Auswirkungen darauf, wie schnell und stabil das Netz ist, das er aufbaut. Er sollte nicht am Boden stehen, sondern besser mindestens in Tisch- oder Augenhöhe, damit sich das Funksignal gut in alle Richtungen ausbreiten kann.

Ein Metallschrank wirkt sich ebenso negativ auf die WLAN-Qualität aus wie zum Beispiel die Platzierung direkt neben einem Stahlträger (auch wenn er unter Beton verborgen ist), vor Wasserleitungen oder Ähnlichem.

Richtige Funkstandard und Funkkanal wählen

Je moderner der Funkstandard, desto höhere Übertragungsraten sind denkbar. Welchen Standard der Router unterstützt, erkennt man an einem Buchstaben oder einer Buchstabenfolge nach dem Hauptnamen. Aktuell sollte man für beste Ergebnisse nur noch Geräte verwenden, die IEEE 802.11n und/oder IEEE 802.11ac unterstützen.

Alte Geräte, die noch nach dem Standard IEEE 802.11b arbeiten, bremsen das gesamte WLAN aus. Selbst wenn diese gerade nichts übertragen, können moderne Geräte der Kompatibilität wegen nicht mit voller Geschwindigkeit arbeiten.

Die älteren und noch immer weitverbreiteten Standards IEEE 802.11b und IEEE 802.11g funken mit 2,4 GHz. Darum ist dieser Bandbreitenbereich gerade in Städten oftmals sehr überfüllt. Ab IEEE 802.11n können sowohl 2,4 GHz als auch 5 GHz genutzt werden.

Wenn der Router diese Merkmale unterstützt, sollte man den Funkkanal nicht manuell festlegen. Besser ist es, FritzBox & Co. wählen automatisch den besten Funkkanal, auf dem möglichst wenig andere Router ein störendes Signal senden.

Auch gut ist es, neben dem Frequenzbereich 2,4 GHz auch den 5GHz-Bereich zu nutzen. 2,4 GHz ist noch verbreiteter und deshalb oft überfüllt, wodurch es leichter zu Störungen durch andere Funknetze kommen kann. Der 5GHz-Bereich dagegen wird noch von weniger Geräten genutzt.


So sehen die Funkkanäle im Fritzbox-Menü aus (Bild: AVM)

Reichweite mit Repeatern vergrößern

Kommt das Signal bei manchen Geräten trotz aller Optimierungen nicht oder nur sehr schwach an, beispielsweise weil dicke Betondecken oder -pfeiler im Weg sind, kann man zu einem Repeater greifen. Diese Geräte werden über WLAN mit dem Hauptrouter verbunden und am Rand dessen WLAN-Signals platziert. Sie wiederholen und verstärken dieses Signal durch ein eigenes Funksignal und vergrößern damit die Reichweite des WLAN erheblich.

Richtige Verschlüsselung wählen

Dass ein WLAN ordentlich verschlüsselt sein sollte, versteht sich von selbst. Doch die Art der Verschlüsselung kann einen echten Unterschied bei der Geschwindigkeit ausmachen. Ab IEEE 802.11n ist WPA2 der Standard bei der Verschlüsselung des Funknetzes. Aber viele Router nutzen aus Gründen der Kompatibilität als Voreinstellung WPA2-TKIP. Diese Art bremst das WLAN aus. Die volle Geschwindigkeit kann nur mit WPA2-AES genutzt werden, manchmal auch als WPA2 (CCMP) gekennzeichnet.

Regelmäßig Firmware-Updates ausführen

Es sollte sich eigentlich von selbst verstehen, wird aber vielfach vergessen: Die Firmware des Routers sollte immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. AVM bietet für seine Fritz-Boxen sogar ein automatisches Update an, so dass man sich als Nutzer um nichts kümmern muss.

Nicht jedem ist es recht, die Kontrolle ganz abzugeben, aber wenn man keine automatischen Updates wählt, sollte man auf jeden Fall regelmäßig nach Updates Ausschau halten. Damit sorgt man nicht nur dafür, dass eventuelle Sicherheitslücken so schnell wie möglich geschlossen werden, auch WLAN-Bugs, die das Funknetz instabil oder langsam machen, werden durch solche Firmware-Updates beseitigt.

Fazit 

Mit diesen grundlegenden Tipps sollte das WLAN stabil und schnell laufen. Natürlich lässt sich immer noch etwas im Detail optimieren, je nach Gebäude, Internet-Provider, verwendeten Routern und Endgeräten. 

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