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01.07.16

Software

So halten Sie Windows 7 am Leben

Torsten M. Roth

Windows 10 verbreitet sich in Windeseile. Kein Wunder, immerhin betreibt Microsoft großen Aufwand, um es unter die Leute zu bringen. Trotzdem gibt es noch viele Computer, auf denen Windows 7 läuft - und das macht stellenweise absolut Sinn. Wir zeigen Ihnen, wie man mit ein paar einfachen Tools das angestaubte Betriebssystem am Leben erhält.


(Bild: Microsoft)

Windows 7: Ein Betriebssystem-Youngtimer, der noch gute Dienste verrichtet

Ganz frisch ist Windows 7 natürlich nicht mehr. Seit dem Erscheinen im Jahr 2009 hat sich viel getan. Trotzdem können und wollen sich viele Nutzer nicht davon trennen. Zum Teil mag dies an der aggressiven Update-Politik von Microsoft liegen, den Usern Windows 10 praktisch aufzwingen zu wollen. Andererseits hat Windows 7 auf älteren und schwachbrüstigen Rechnern seine Daseinsberechtigung. Und es ist schließlich lange nicht so antiquiert und unsicher wie Windows XP, das heute auch noch auf vielen PCs im Einsatz ist.

Dass viele Nutzer noch immer bei dem beliebten Betriebssystem bleiben wollen, ist auch in Redmond, dem Hauptsitz von Microsoft, bekannt. So versprach man dort immerhin bis ins Jahr 2020 weitere Sicherheitsupdates für Version 7 auszuliefern. Damit bleibt es im Großen und Ganzen sicher.

Die Performance und die Technik des Systems sind aber definitiv nicht mehr auf der Höhe der Zeit. So unterstützt Windows 7 Home beispielsweise lediglich 8 GB RAM und selbst dies nur in der 64 Bit Version. Nutzer des Systems unter 32 Bit müssen sich mit sogar nur 4 GB RAM abfinden. Daran lässt sich nichts ändern, es sei denn, man greift zu einigen Tools, welche dem System selbst ein Tuning verpassen. 

Unbedingt den  Browser updaten

Wer mit dem Internet Explorer (IE) ins Netz geht, sollte jenen unbedingt updaten. Die Version, welche auf Windows 7 läuft, ist leider stark veraltet. Mittels eines ordentlichen Updates sollte zumindest etwas frischer Wind in den Browser strömen. Drücken Sie hierzu die Windows-Taste zusammen mit "R" (Windows+R). Im nun erscheinenden Fenster geben Sie den Befehl „wuapp“ ein. Bestätigen Sie die Eingabe und wählen Sie „Nach Updates suchen“ aus. Nun gilt es, den Internet Explorer auf die höchstmögliche Version aufzuwerten.

Ist Ihnen der Explorer nach dem Update noch immer zu langsam, sind Sie mit einer Alternative besser beraten. Mozilla Firefox oder Google Chrome sind bewährte Browser, welche über die aktuellen Netzstandards verfügen und beim Surfen mit Leichtigkeit 40% schneller arbeiten als der IE. Zudem erhalten die beiden Alternativen regelmäßige Updates. Auch der Opera-Browser ist aus unserer Sicht empfehlenswert.

Windows 7 beschleunigen - so geht's

Windows 7 hat einen weiteren Nachteil gegenüber Windows 8 und 10: Es fährt sehr langsam herunter. Glücklicherweise gibt dagegen ein Tool. Mit dem Programm SuperFastShutdown erhalten Sie nach der Installation zwei neue Icons auf dem Desktop - eines für das Herunterfahren des Systems und eines für den Reboot. Durch Anklicken wird die gewünschte Funktion nun blitzschnell durchgeführt.

Ein weiteres Tool für ein schnelleres Windows 7 ist EnhanceMySe7en. Dort können Sie nach Belieben Ihr System anpassen und das Grundverhalten ändern. Neben dem praktischen Zugriff in das Autostart-Verzeichnis bietet die Software auch eine Defragmentierung an, welche Ihrer Festplatte zu mehr Tempo verhilft. Letztere Funktion sollten Sie dringend nutzen, falls Ihre Festplatte schon länger im Einsatz ist.

Auch die Basic-Version von Microsoft Office bremst Ihr System aus. Benutzen Sie daher eher die Alternative Open Office. Keine Sorge, auch dort können Sie Ihre Formulare weiterhin in den wichtigsten Office-Formaten speichern. Zudem bietet Open Office diverse Erweiterungen. Ein stets aktuelles Wörterbuch für die Kontrolle der neuen Rechtschreibung steht dabei natürlich auch zur Verfügung.

Sinnvolle Tools für mehr Produktivität

Leider verfügt Windows 7 noch nicht über einen integrierten und vor allem kostenlosen Cloud-Webspace. Laden Sie daher Microsoft One Drive auf Ihr System. Sie finden anschließend einen Ordner mit jenem Namen im Datei-Manager. Alle Dateien, die Sie nun dort hinein schieben, können künftig an jedem beliebigen Ort mit Internetzugang geladen werden. Natürlich sollte One Drive auch dort installiert sein.

Möchten Sie andere Cloud-Tools einsetzen? Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Cloud-Themenspecial.

Um das minimalistische Paint zu ersetzen, sollten Sie auf die Alternative Paint.NET zurückgreifen. Auch Letzteres ist simpel gehalten, verfügt jedoch über deutlich mehr Funktionen und Möglichkeiten als die vorinstallierte Software von Microsoft.

Noch kein "altes Eisen"

Schon mit den oben genannten Tipps und Tools sollten Sie Windows 7 bis zum Ende des Sicherheits-Supports weiterhin sehr gut nutzen können.

Windows 7 gehört dank seiner Zuverlässigkeit noch lange nicht zum "alten Eisen". Wer dennoch den Wunsch nach einem technisch neueren System verspürt, wird auf Windows 10 umsteigen müssen. 

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