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20.10.12Leser-Kommentare

Whacky Wit: Pac-Man als Brettspiel

Was geschieht wohl, wenn ein Brettspiel mit einem Arcade-Kult der 1980er Jahre kollidiert? Es kommt Whacky Wit dabei heraus. Die amüsante Erfindung von Norman Sommer benötigt allerdings noch etwas Geld für ihre Realisierung.

Norman Sommer ist beruflich eigentlich Computerspezialist, hat aber eine Vorliebe für Retro. In seiner Freizeit macht er elektronische Musik mit Chiptune-Elementen. Und er bastelt Brettspiele. Whacky Wit zum Beispiel. Hierfür ließ er sich in erster Linie vom Spieleklassiker Pac-Man inspirieren, eigenen Aussagen zufolge aber auch von "Fang den Hut", "Mensch ärgere dich nicht" und Schach. Dabei entstanden ist ein unkonventionelles, aber zugleich bekanntes Spielprinzip.

 

Katz-und-Maus-Spiel

Whacky Wit ist für zwei Teilnehmer gedacht. Der eine übernimmt die Figur Whacky Wit, die freilich nicht zufällig der legendären Pille aus Pac Man zum Verwechseln ähnlich sieht. Der andere kontrolliert vier Monster, die Jagd auf Whacky machen sollen. Whacky wiederum sammelt typischerweise auf dem recht großen Spielbrett Kugeln ein. Ziel ist es, alle Objekte auf dem Spielfeld abzustauben oder Whacky zu fangen - abhängig von der gewählten Seite. Ein Duell dauert zwischen 10 und 25 Minuten, Tiefgang bringen weitere Elemente, unter anderem ein umfangreiches Würfelkonzept.

Die größte Besonderheit von Whacky Wit ist sicherlich das eigentliche Spielbrett: Wandert Wacky über die Kugeln, sinken diese in den Boden hinein. Durch zwei Hebel werden diese, beispielsweise für die nächste Spielrunde, herausgeholt. Dank Magnetismus verzichtet das Spiel gänzlich auf Elektronik.

Teuer

Derzeit existiert von Whacky Wit nur ein Prototyp, der bei dem einen oder anderen Event schon für Aufmerksamkeit sorgte. Norman Sommer wurde häufiger gefragt, wo man das Werk kaufen könne. Dieses Interesse möchte er jetzt dank des deutschen Crowdfunding-Portals Startnext.de befriedigen. Noch knapp zwei Wochen lang sammelt er Geld von Spielern ein, 9.000 Euro sollen zusammenkommen. Diese werden benötigt, um das Spiel professioneller zu gestalten. Die Figuren sollen aus Buchenholz gefertigt werden, der Würfel hat auch ein Feintuning verdient. Und das Spielfeld möchte Herr Sommer ebenfalls optimieren.

Dumm nur, dass Whacky Wit auch für diejenigen, die Geld vorschießen möchten, recht teuer ist. So kostet ein vollständiges Spiel 379 Euro, für einen Bausatz werden 199 Euro fällig. Günstiger geht es vermutlich aufgrund der kleinen Auflage nicht. Wer weniger Geld geben will, erhält immerhin einige Belohnungen und ein Dankeschön. Gegenwärtig fehlen noch 6.800 Euro. Ob’s klappt mit der Finanzierung? Es sei Norman Sommer gegönnt...

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Kommentare

  • Gunnar

    22.10.12 (09:38:28)

    Ach, das ist doch ein alter Hut, es gab in den 80ern schon ein Pac-Man-Brettspiel von MB. Habe ich sogar zuhause im Keller liegen, das war cool irgendwie damals.

  • Sven Wernicke

    22.10.12 (09:48:23)

    Na, dann hol doch das Spiel mal aus dem Keller und vergleiche es mit diesem hier. :)

  • Klaus-Dieter

    03.11.12 (12:28:03)

    @Sven Wernicke: Dann vergleiche Du mal den Preis. 199,- Euro für ein Brettspiel als Bausatz, 499,- für ein fertiges Spiel. Was für ein Schwachsinn ist das bitte? Da will sich aber einer reich stoßen und hofft auf die Dämlichkeit anderer.

  • Sven Wernicke

    03.11.12 (13:07:35)

    Wieso so hart? Ich sehe das eigentlich gar nicht mal so: Er dürfte doch sehr wohl wissen, wie lange er für den Zusammenbau benötigt. Soll er das quasi umsonst machen? 300 Euro, wenn er dafür womöglich 10h benötigt (reine Theorie, ich weiß es nicht)? Ist das so absurd? Und man sollte natürlich nicht vergessen: Crowdfunding bedeutet nicht, dass man etwas verschenkt. Natürlich kann man daran auch verdienen. Von sich "reich stoßen" kann aber nicht die Rede sein. Dafür ist das Produkt ja viel zu speziell....

  • Norman Sommer

    06.11.12 (14:35:48)

    Naja.. es sind auch 379 Euro für das Spiel die 499 ist die limitierte Sonder-Editon wo man sich die Brettfabe aussuchen und auch einen persönlichen Text aufs Brett drucken lassen kann. Das sind auch nochmal ein paar Stunden aufwand, das mit dem Unterstützer abzugleichen. Wir hoffen natürlich, dass wir das Brett irgendwann zu einem etwas allgemeinverträglicheren Preis anbieten könnnen - das hängt aber von Einkaufskonditionen ab, die derzeit noch nicht zu 100% feststehen, so dass die Kalkulationen derzeit etwas "ins Blaue" aber zumindest "ergebnisorientiert" sind. 200 Euro für den Bausatz und 379 Euro für das Brett klingt für dieses Produkt viel, ist aber absolut angemessen. Wer es einmal in Händen hält, wird es regelrecht spüren :-) - Gruß von der Produktionslinie :-) Norman Sommer

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