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20.06.12Leser-Kommentare

Western Digital My Net: Router mit intelligenter Bandbreitenzuweisung

Die neuen "My Net"-Router von WD drängen in einen umkämpften und engen Markt und sollen vor allem durch die intelligente, automatische Bandbreitenzuweisung die Kunden überzeugen.

WD My Net (Bild: WD)Seitdem sich YouTube als scheinbar fester Bestandteil unserer Kultur etabliert hat, schaut man nicht zwangsläufig Fernsehen, sondern auch mal im Internet seine Filme an. Nur blöd, wenn der Sohnemann im Zimmer nebenan gerade WoW zocken will: "Mein Ping ist in den Keller gegangen. Könnt ihr nicht später im Internet surfen?!". Diesem problematischen "Generationenkonflikt" geht man mit einem WD "My Net" elegant aus dem Weg: Der Router priorisiert den Netzwerkverkehr intelligent, ohne die Pingzeiten bei Spielen oder das Netzwerkstreaming bei Onlinefilmen zu beeinträchtigen.

Die My Net-Familie teilt sich in vier Router auf: My Net N600, N750, N900 und N900 Central – letztgenannten kann man mit einer internen Festplatte (1 TB oder 2 TB) bekommen. Allen gemein sind zwei WLAN-Antennen, die gleichzeitig auf 2,4 GHz und 5 GHz funken können. Ein Unterschied ist die Anzahl an Ethernet- und USB-Ports.

Hier die Modelle auf einen Blick:

  • N600: 2x 300 Mbps, 4x LAN-, 1x USB-Port; 90 Euro
  • N750: 300 und 450 Mbps, 4x LAN-, 2x USB-Port, Multi Wifi-Streaming; 120 Euro
  • N900: 2x 450 Mbps, 7x LAN-, 2x USB-Port, Multi Wifi-Streaming, DLNA; 180 Euro
  • N900 Central: 2x 450 Mbps, 5x LAN-, 1x USB-Port, Multi Wifi-Streaming, DLNA, interne Festplatte mit 1 TB oder 2 TB, Auto-Backup; 350 Euro bzw. 430 Euro

WD My Net (Bild: WD)Mit Blick auf diese Features bieten diese Router keine bahnbrechende Neuerung. Eines aber kommt noch hinzu: "FasTrack". Damit wird der Internetdatenstrom wie eingangs erwähnt priorisiert. Ein praktisches Beispiel: Spielt man, während eines Downloads gleichzeitig ein Internetvideo ab, verteilt der Router die Last nach Möglichkeit so, dass weder das Video aussetzt, noch der Download darunter leidet. In jedem Falle erhält jedoch der Videostream die maximal mögliche Bandbreite.

Diese als "Traffic-Shaping" und "Quality of Service" bekannte Methode kommt in den WD-Routern in zwei Varianten zum Einsatz:

  • Die FasTrack-Variante ohne "Plus" erkennt anhand vordefinierter Tabellen, welcher Dienst bevorzugt werden soll. Die ersten sechs Einträge sind von WD bereits voreingestellt und beinhalten die wichtigsten Services. Bis zu insgesamt 21 Internetseiten und Diensteanbieter können so VIP-Status erhalten.
  • FasTrack Plus läuft auf Routern mit dediziertem Prozessor (N900 und N900 Central). Hier analysiert der Router den Datenstrom und trifft aufgrund eindeutiger Kriterien eine Entscheidung, was mehr Bandbreite benötigt und wo nicht so schnell gehandelt werden muss. Gleichzeitig quittiert der Router alle ankommenden Datenpakete und nutzt so die maximal mögliche Bandbreite vollständig aus.

Die Priorität lautet dabei folgendermaßen: 1) Videotelefonate (z.B. Skype), 2) Videostreaming (z.B. Maxdome) 3) Gaming (z.B. World of Warcraft) 4) Internetbrowsing und Dateidownload. Je nachdem an welchem Port man sein LAN-Kabel einsteckt, erhält man ebenfalls eine Priorität von "High", "Medium" und "Low". Entsprechend wird der Rechner an "High" bevorzugt behandelt, während "Low" sehen muss, was übrig bleibt.

Dieser Ansatz ist simpel und erfolgversprechend zugleich: Die My Net-Familie scheint die erste Router-Serie zu sein, die auf so einfache Weise Traffic-Shaping ermöglicht. Natürlich kann auch AVM mit der "FritzBox" ähnliche Funktionen bieten, aber wer hat diese aktiviert oder weiß davon? Ein Kabel in einen priorisierten Port stecken und den Rest den Router erledigen lassen, das versteht sogar mein Opa und so sollte Technik funktionieren.

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Kommentare

  • lemonstre

    20.06.12 (20:59:37)

    Ja, QoS und Traffic Shaping kann jede FRITZ!Box schon seit Jahren. Hier kann man auch einzelne Dienste oder Geräte priorisieren. Traffic Shaping und QoS sind übrigens bei den F!Boxen stadardmäßig aktiv und regelt die optimale Verteilung von Up- und Download und die sorgt Priorisierung von IPTV und Voice over IP (VoIP) Diensten.

  • Hans-Jörg

    20.06.12 (21:21:06)

    DAU-Frage: Was passiert, wenn man über einen Repeater reinkommt?

  • Kai Zantke

    21.06.12 (07:42:07)

    Die Anfragen, Pakete werden erkannt und erhalten eine Priorität, nicht die Geräte als solches. Über WLAN liegen die Fakten ja anders: Am Ethernet-Port wirst Du direkt über den Stecker priorisiert in "High / Medium/ Low" - gleichzeitig wird aber wie im Text erwähnt auch der Datenstrom geprüft. VoIP und Videostreaming haben Charakteristika, die der N900 aktiv erkennt. Bei den kleineren Modellen wird nur das Ziel erkannt und anhand dessen Bandbreite zugewiesen.

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