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16.11.11

Wacom Inkling im Test (1/2): Analog Zeichnen, digital aufzeichnen.

Wacom produziert mit dem Inkling einen Kugelschreiber, der alles Gezeichnete in eine Vektordatei mit mehreren Ebenen umwandelt. Diese Datei kann dann über USB an einen Rechner übertragen und bearbeitet werden. Wir haben den Inkling in der Praxis getestet.

Eins vorweg: Der Inkling wandelt Geschriebenes nicht in Text um, man muss sich also keine besondere Mühe mit seiner Handschrift geben, sondern kann so schreiben wie sonst auch. Allerdings kann man das Geschriebene später eben nicht als Text bearbeiten, es wird als Grafik, oder als Ebene einer Grafik gespeichert.

Gedacht ist der Inkling hauptsächlich für zeichnende und skribbelnde Menschen, Illustratoren, Designer, Architekten und ähnliche Berufe. Die können mit dem Inkling auf Papier zeichnen statt auf einem der Tablets, für die Wacom berühmt ist. Und trotzdem ist es möglich, wie beim Tablet durch einen Knopfdruck eine neue Ebene anzulegen. Damit könnte Wacom die Kreativen erreichen, die das Gefühl brauchen, auf Papier zu arbeiten. Ausserdem ist der Inkling natürlich viel mobiler als ein Tablet. Aber sehen wir uns zunächst die Hardware an.

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Die Hardware

Wer den Wacom Inkling kauft, bekommt mehr als nur einen Stift. Es gehört auch noch eine Ladestation sowie ein kleiner Clip dazu, der oben am Papier befestigt wird, auf dem man schreibt, so dass das Blatt aussieht wie auf einem Klemmbrett befestigt. Dieser Stift speichert die Zeichnungen als Dateien und überträgt sie später auf den Rechner.

Die Ladestation des Wacom Inkling ist ein kleines Kästchen, in dem Stift, Clip ein kurzes USB-Kabel sowie 4 Ersatzminen aufbewahrt werden. Denn natürlich kann nicht jede beliebige Kugelschreibermine für den Inkling verwendet werden, es muss schon eine spezielle sein.

Zunächst muss man jedoch den winzigen Akku in den Inkling einlegen, die Kappe wieder schliessen und den Stift in die Halterung des Kästchens schieben. Ein Federmechanismus lässt ihn einrasten und gibt ihn auf Druck wieder frei.

Dann das kurze USB-Kabel aus dem Kästchen nehmen und die Ladestation mit dem Rechner verbinden, um Clip und Stift voll aufzuladen. Ist das geschehen, leuchten die jeweiligen LEDs nicht mehr rot, sondern grün.

Die Handhabung

Da meine zeichnerische Begabung als eher unterdurchschnittlich einzustufen ist, habe ich eine befreundete Illustratorin gebeten, schnell mal mit dem Inkling etwas zu skribbeln. Outi Kaden arbeitet unter anderem für den Oetinger Verlag und illustriert am liebsten Kinderbücher.

Bisher konnte sie sich nicht mit einem Tablet anfreunden und ist auch generell kein technikbegeisterter Nerd. Darum interessierte mich besonders, wie sie mit dem Wacom Inkling zurechtkommen würde. Schliesslich gehört sie genau zur Zielgruppe.

Wie erwartet, gab es keine Probleme. Mit der Technik muss man sich nicht gross auskennen. Inkling und Clip aus der Ladestation nehmen, Clip oben am Block oder Blatt befestigen und loszeichnen. Eine grüne Leuchte am Clip signalisiert die reibungslose Funktion. Will man eine neue Ebene anlegen, drückt man kurz die entsprechende Taste auf dem Clip. Ist man fertig, kommt alles wieder zurück in die Ladestation. Und dann kommt der spannende Moment. Wie sieht die Zeichnung auf dem Rechner aus? Das verraten wir im zweiten Teil unseres Tests.

Wer sich inzwischen schon mal weiter informieren möchte, klickt einfach auf die Informationsseite von Wacom. Der Inkling kostet übrigens knapp EUR 170.

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