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05.09.13

vrAse: Preisgünstige Alternative zur Virtual-Reality-Brille Oculus Rift

Vor einigen Monaten versuchte die deutsche Firma Headflat GmbH ihre gleichnamige Kopfhalterung für Smartphones zu etablieren. Bei Kickstarter kamen die anvisierten 100.000 US-Dollar nicht zusammen, die offizielle Webseite ist mittlerweile auch offline. Mit einem recht ähnlichen Konzept geht jetzt vrAse an den Start. Es sieht wie eine Oculus Rift-VR-Brille aus, soll aber viel günstiger und nicht minder beeindruckend sein.

3D-Brille fürs Smartphone. (Foto: vrAse)

Hinter dem Namen vrAse steckt eine Peripherie, die am Kopf befestigt und vor den Augen platziert wird. Auf den ersten Blick erinnert dies frappierend an die aktuell sehr gehypte VR-Brille Oculus Rift. Der Unterschied ist, dass in vrAse ein aktuelles Smartphone eingeschoben wird, durch zwei Linsen schaut man auf den Touchscreen des Mobiltelefons. Abhängig von der Bildauflösung des Bildschirms sowie den eingestellten Linsen soll so ein virtueller Bildschirm mit einer Größe von bis zu 200 Zoll entstehen. Durch das Side-by-Side-Verfahren wird das Bild in die dritte Dimension gehievt - unzählige Spiele, Filme oder Augmented Reality-Apps könnte man so in 3D erleben.

Keine Technik

Abgesehen von den Einzelteilen und besagten Linsen steckt in vrAse keine Technologie. Mittels der passenden SBS-App erhalten beide Augen unabhängig voneinander Informationen, sodass der 3D-Effekt entsteht. Licht von außen kann hierbei nicht irritieren oder das Resultat verschlechtern - wie es beim Headflat gewesen wäre. Trotzdem bleiben einige Fragen offen: Was, wenn man sich einen anderen Film anschauen möchte? Muss man dann das Smartphone aus dem vrAse entfernen? Das könnte aufwändig werden. Genauso ist unklar, ob die rund 350 Gramm, die die Peripherie wiegt, auf Dauer nicht sehr am Kopf anstrengen könnten, schließlich ist noch das Smartphone als Ballast dabei. Kann das Gadget überhaupt mit regulären 2D-Anwendungen und Videos benutzt werden?

Das Gerät ist zu Beginn für fünf beliebte Smartphones ausgelegt, genauer für das iPhone 5, das HTC One, das Sony Xperia Z und das Galaxy S3, das Galaxy S4 und das Note 2 von Samsung. Durch die moduale Bauweise von vrAse dürften weitere unterstützte Telefone in Zukunft folgen. Zwei Modelle der "Brille" sind geplant, diese unterscheiden sich allerdings nur in der Farbe.

Geld!

Die Schöpfer von vrAse sammeln gegenwärtig bei Kickstarter 55.000 Britische Pfund ein. Nach ein paar Tagen kamen schon über 15.000 Pfund zusammen, über einen Monat Zeit haben die Verantwortlichen noch. Wer Interesse an diesem Zubehör hat, kann sein Geld vorschießen und sich ein Exemplar sichern. Aktuell ist man bei knapp 70 Euro  zzgl. Versandkosten dabei. Regulär wird vrAse wohl 78 Britische Pfund, also 94 Euro, kosten - nicht gerade günstig. Geht alles gut, soll mit der Auslieferung der fertigen Produktes für ein Smartphone der eigenen Wahl im Februar 2013 begonnen werden.

Weitere Details auf Kickstarter und der Webseite des Herstellers.

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