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17.07.17Kommentieren

Gastbeitrag

Die 7 Vorteile von ERP-Software


(Bild: Fotolia)

Ein Gastbeitrag von Matthias Weber

Während Software as a Service-Dienste zum Beispiel für Business-Collaboration längst in Unternehmen etabliert sind, kommt die Warenwirtschaft aus der Cloud nur langsam voran. Ein Grund dafür: Sicherheitsbedenken bremsen die Entwicklung von ERP-Lösungen aus der Cloud. Dabei bieten sie gerade Start-ups sowie kleinen Unternehmen entscheidende Vorteile.

ERP und Cloud-Computing

Cloud Computing erlaubt es, auf IT-Ressourcen zurückzugreifen, die nicht von einem lokalen Rechner oder Server abhängig sind. Der Zugriff zu diesen externen Quellen geschieht über das Internet, die die jeweilige Infrastrukturbereitstellen. Die Nutzung solcher Dienste erfolgt durch technische Schnittstellen, Protokolle oder Browser. Unterschieden werden drei Serviceformen:

  • IaaS (Infrastructure as a Service) – Hier steht die externe Infrastruktur im Fokus, über die Kunden Anwendungen, ihre Daten oder selbst das Betriebssystem beziehen können. Beispiel: Amazon Web Services.
  • PaaS (Platform as a Service) – Neben Servern, Speicherplatz und Netzwerken geht PaaS noch einen Schritt weiter und bietet sogar die Möglichkeit, Datenbanken und Webserver zu mieten. Beispiel: App Engine von Google.
  • SaaS (Software as a Service) – Das wohl gängigste Modell beschreibt das monatliche Mieten, also ein Abonnement, von bestimmten Diensten direkt vom Anbieter. Beispiel: Office 365 von Microsoft.

 

 

Ein Blick zurück: Das lange Hadern mit ERP aus der Cloud

Kleine und mittlere Unternehmen sind beim Umzug in die Cloud sehr vorsichtig gewesen. Das zeigt die Umfrage des Anbieters Sage aus 2014. Danach nutzten nur 20 Prozent der Mittelständler ERP-Cloud-Lösungen, in Deutschland waren es sogar nur zwölf Prozent. Damit lagen deutsche Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern im europäischen Vergleich hinten.

In Spanien und den Niederlanden setzten bereits ein Drittel der kleinen und mittleren Unternehmen bei ERP auf die Cloud. Doch schon damals zeichnete sich eine Wende ab: Viele Mittelständler haben Ende 2014 einen Umzug in die Cloud geplant. 60 Prozent derjenigen, die bisher nicht über eine Online-ERP-Lösung verfügten, wollten das künftig ändern.

Cloud ERP: Positive Aussichten für 2017

Im Vergleich zu anderen Cloud-Lösungen haben Anwender bisher mit ERP-Programmen aus der Wolke gehadert. Nur sehr zögerlich und schrittweise gaben die Unternehmen ihre geschäftskritischen, betriebswirtschaftlichen Daten in die Obhut von Dienstleistern. Das hat sich dank der vielen Vorteile nun gewandelt:

  • Kostentransparenz,
  • einfache Updates,
  • flexible Einbindung anderer Unternehmensstandorte
  • Reduzierung der internen IT-Komplexität sowie
  • der Durchbruch der deutschen Cloud

Momentan liegt der der Anteil an ERP-Cloud-Investitionen an den gesamten ERP Ausgaben bei 18 Prozent. Dieser sollte sich in diesem Jahr um drei Prozentpunkte auf 21 Prozent erhöhen, das entspricht einem Wachstum der Ausgaben für ERP as a Service von über 20 Prozent. Interessant dabei: Überdurchschnittlich groß ist das Wachstum im Versorgungssektor und in der Telekommunikationsbranche.

Cloud ERP: Positive Aussichten für 2017

Im Vergleich zu anderen Cloud-Lösungen haben Anwender bisher mit ERP-Programmen aus der Wolke gehadert. Nur sehr zögerlich und schrittweise gaben die Unternehmen ihre geschäftskritischen, betriebswirtschaftlichen Daten in die Obhut von Dienstleistern. Das hat sich dank der vielen Vorteile nun gewandelt:

  • Kostentransparenz,
  • einfache Updates,
  • flexible Einbindung anderer Unternehmensstandorte
  • Reduzierung der internen IT-Komplexität sowie
  • der Durchbruch der deutschen Cloud

Momentan liegt der der Anteil an ERP-Cloud-Investitionen an den gesamten ERP Ausgaben bei 18 Prozent. Dieser sollte sich in diesem Jahr um drei Prozentpunkte auf 21 Prozent erhöhen, das entspricht einem Wachstum der Ausgaben für ERP as a Service von über 20 Prozent. Interessant dabei: Überdurchschnittlich groß ist das Wachstum im Versorgungssektor und in der Telekommunikationsbranche. 

Fazit

Wer sich als Start-up mit ERP-Cloud-Lösungen beschäftigt, hat primär die Wahl zwischen Public Hosting und Private Hosting. Unter der Public oder öffentlichen Cloud versteht man das Angebot eines frei zugänglichen Providers, der seine Dienste offen über das Internet für jeden zugänglich macht. Dem gegenüber stehen Private-Cloud- Dienste, die Unternehmen selbst betreiben und ausschließlich ihren eigenen Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Dieses Angebot eignet sich vor allem für Nutzer, die Datenschutz-und Sicherheitsbedenken haben oder mit streng geheimen Kundeninformationen arbeiten. Jedes Unternehmen muss für sich entscheiden, welche dieser Form zu den Anforderungen passt.

Autor: Matthias Weber

Matthias Weber ist Experte auf dem Gebiet der Unternehmenssoftware (ERP, CRM und Warenwirtschaft). Mit seinem Beratungsunternehmen mwbsc GmbH unterstützt er mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung, sowie ERP-Hersteller und ERP-Anbieter bei der Optimierung deren Geschäftserfolgs.
Website des Autors
Matthias Weber

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