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04.02.13Kommentieren

Praxistipp Abofallen

Vorsicht vor Abzocke bei der Nutzung von Apps

Ein Beitrag von Darko Djuras

Zeit ist Geld. Als Unternehmer haben Sie einen vollen Terminkalender; da bleibt nicht viel Spielraum, um auch noch jede Handyrechnung eingehend zu prüfen. Doch Vorsicht: Sind Sie unbemerkt in eine Abofalle getappt, zahlen Sie für Dienste, die Sie gar nicht in Anspruch nehmen – etwa für Musikdownloads oder Online-Spiele. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch unnötig teuer.

So funktionieren Abofallen

Eine App zu erstellen kostet Geld. Dennoch werden viele Apps kostenfrei zum Download angeboten. Deshalb integrieren Entwickler häufig Werbebanner, beispielsweise für Klingeltöne, in die App, um die Kosten auszugleichen. Hinter manchen dieser scheinbar harmlosen Werbebildchen verbirgt sich allerdings eine Abzocke. Sollten Sie aus Versehen mit dem Finger auf solch eine Werbung tippen, schließen Sie ein Abo für einen Internetdienst ab, ohne es zu merken. Der Betrag für das Abo erscheint am Monatsende unter der Bezeichnung „Fremdanbieterdienste“ auf Ihrer Handyrechnung.

Hinter Ihrem Rücken passiert folgendes: Durch den Klick kommt es zum Vertragsabschluss. Ihre persönliche MSISDN (Mobile Subscriber Integrated Services Digital Network Number), mit der Sie als Nutzer eindeutig erkennbar sind, wird automatisch an den entsprechenden Drittanbieter übertragen. Da die Serviceanbieter mit den Rechnungssystemen der Mobilfunkunternehmer verbunden sind, rechnen sie einfach über die Handyrechnung ab.

Was tun, wenn Sie in eine Abofalle getappt sind?

Unsere Tipps

Tipp 1: Zahlen Sie den gesamten Rechnungsbetrag – sonst sperrt Ihnen Ihr Mobilfunkunternehmen schnell die Karte und schickt Ihnen ein Inkasso-Unternehmen auf den Hals. Und das kann teuer werden.

Tipp 2: Kündigen Sie das Abo. Hierfür rufen Sie die Hotline Ihres Mobilfunkanbieters an. Ein Sprachcomputer führt Sie in der Regel durch ein Menu. Sie wählen "Abos löschen bzw. kündigen" und geben die Mobilfunkrufnummer per Tastatur ein – fertig, Abo gelöscht.

Tipp 3: Lassen Sie Dienste von Drittanbietern sperren. Die Mobilfunkanbieter sind verpflichtet, die Dienste kostenfrei sperren zu lassen, wenn Sie sie dazu auffordern. Rufen Sie einfach die Hotline Ihres Anbieters an. Bei manchen Mobilfunkunternehmen können Sie diesen Schritt über den persönlichen Online-Account selber durchführen. Damit können Sie die Dienste von seriösen Anbietern allerdings ebenfalls nicht mehr nutzen; Mobil per Handy zu bezahlen ist dann nicht mehr möglich. Trotzdem empfehlen wir Ihnen, Drittanbieterdienste sperren zu lassen, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Weichen Sie lieber auf andere Methoden aus, um Ihre Rechnungen zu begleichen.

Tipp 4: Ein Rechtsstreit lohnt sich normalerweise nicht: Sie können zwar den Abschluss eines Vertrages gegenüber dem Drittanbieter bestreiten und von Ihrem Mobilfunkanbieter verlangen, den entsprechenden Betrag wieder zurück zu überweisen. Allerdings kostet Sie das viel Schriftverkehr und somit Zeit, Geld und Nerven.

Tipp 5: Löschen Sie keine ungelesenen SMS von Ihrem Mobilfunkanbieter. Manchmal benachrichtigen die Anbieter Sie über den Abschluss eines Abos.
Seien Sie also auf der Hut und kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Telefonrechnungen. So verringert sich das Risiko, Abzockern auf den Leim zu gehen; Sie verlieren nicht unnötig Geld und können Apps wieder unbeschwert nutzen. 

Autor: Darko Djuras

Geschäftsführender Gesellschafter
Website des Autors
Darko Djuras

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