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23.09.11Leser-Kommentare

Vivien Muller Electree Solarbonsai: Baum mit Solarzellen als Ladestation

Der Electree des französischen Designers Vivien Muller ist eine Solarladestation, die nicht nach einem technischen Gadget aussieht. Vielmehr erinnert Electree an einen stylisierten Baum mit Solarzellen an Stelle der Blätter.

Electree Solar-Bonsai als Ladestation {pd Electree;http://www.electree.fr/}

In jedes Wohnzimmer passt der Look des Electree bestimmt nicht, aber die Idee hinter dem Design ist schon ganz clever. Schliesslich fangen auch die Blätter eines Baumes Sonnenlicht, das die Pflanze braucht. Warum also nicht dieses Prinzip zur Basis der Entwicklung einer ungewöhnlichen Solarladestation machen? Bionik nennt sich diese Vorgehensweise, bei der die Natur das Vorbild für technische Entwicklungen liefert.

Eine vergleichbare Idee und die mediale Reaktion darauf, sorgten übrigens unlängst für einigen Wirbel: Der 13-jährige Aidan Dwyers war vom American Museum of Natural History für seine Idee eines Solarbaumes ausgezeichnet worden. Die Medien, auch neuerdings.com, griffen die Story begeistert auf, mussten aber bald schon zurück krebsen, nachdem die Überlegungen des Jungforschers als fehlerhaft entlarvt worden waren.

Der Electree erinnert also nicht zufällig an einen Baum. Jede einzelne der 27 Solarzellen des Electree Solar Bonsai, die 96 mm x 96 mm gross sind, lässt sich an ihrem Ast drehen, um je nach Standort möglichst viel Licht einzufangen.

Im Fuss des 40 cm hohen Solar-Bonsais verbirgt sich ein Akku mit 13’500 mAh (zum Vergleich: der Akku eines iPhones besitzt eine Kapazität von 1’500 mAh). Nach knapp 36 Stunden im Sonnenlicht ist der Akku des Electree voll geladen. Über den USB-Anschluss oder eine AC-Buchse können jetzt beliebige Gadgets geladen werden.

Mehr Infos über den Solarzellenbaum gibt es auf Ulule, einer Crowdfunding Plattform à la Kickstarter. EUR 299 sind ein stolzer Preis, aber von den 400 benötigten Vorbestellungen sind bereits 53 erfolgt, und bis zum Ende der Zeichnungsfrist sind es noch über 3 Wochen. Bleibt also zu hoffen, dass Vivien Muller mehr Glück beschieden sein wird als Aidan Dwyers...

via Geeky Gadgets

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Kommentare

  • michael enders

    25.09.11 (19:44:20)

    Zum debunking des Dwyers: es reicht nicht, mit Namen wie Fibonacci um sich zu werfen, und zu hoffen, die nicht Ausgebildeten merken den Betrug nicht schon während der Erwähnung. "Die Medien" sind hier sehr leicht zu beeindrucken, denn da sie keine Ahnung haben, möchten sie sich keine Blöße geben und Nachhaken, wie das Ganze denn im Detail funktioniert und wie das Konzept im Detail aussieht.

  • Simon Wüthrich

    26.09.11 (07:47:04)

    Das bemerkenswerte an diesem speziellen Fall war meines Erachtens, dass nicht nur die (Fach-)Medien der Story Glauben schenkten sondern auch das American Museum of Natural History, welches die Arbeit des Jungen gar auszeichnete und seinen Essay im Internet publizierte.

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