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20.01.16

Virtuelle Server

Warum sich virtuelle Server für dein Business lohnen

© Thomas Pajot - Fotolia.com

Virtuelle Server, abgekürzt mit VPS, heben die Gleichung ein Computer gleich ein Betriebssystem auf. Moderne Server-Hardware kann mehrere Betriebssysteme zeitgleich ausführen. Die Betriebssysteme laufen unabhängig voneinander. So kann jedes einzelne bei Bedarf angehalten und wieder fortgesetzt werden. Möglich wird dies durch die virtuellen Server. Die Virtualisierung schafft auf der Hardware die erforderlichen Software-Voraussetzungen für mehrere zeitgleich verwendete Betriebssysteme. Die virtuellen Server sind ein Teil des Hardwareservers, keine eigenständigen Server. Die Technologie hinter der Server-Virtualisierung ist nicht ganz neu. Sie wurde bereits vor rund zehn Jahren zur Desktop-Virtualisierung eingesetzt. Was es damit auf sich hat und welche Vorteile das bringt, ist hier beschrieben. Start-Ups und kleine Unternehmen, die sich Einrichtung und Unterhalt eines eigenen Serversystems nicht leisten können, müssen keineswegs auf diese Technologie verzichten. Die Virtualisierung-Technologie kann man mit geringen Kosten über Anbieter wie 1&1 nutzen. Der Einsatz virtueller Server bringt viele Vorteile für das Unternehmen und kann sich daher lohnen.

Vorteile virtueller Server

Die virtuellen Server lassen sich zielgerichteter einsetzen als der Server eines dedizierten Rechners. Ein dedizierter Rechner beherbergt nur einen Server. Das ist gut für Betriebssysteme, die mit mehreren Diensten nicht stabil laufen. Ebenso gut ist es für Dienste, die nicht gemeinsam auf einem Rechner betrieben werden können. Eine optimale Auslastung des Systems erreicht man dadurch jedoch nicht. Auf einem leistungsfähigen Server, der mehrere virtuelle Server beherbergen kann, kann die Auslastung dagegen optimiert werden. Das funktioniert, weil den dort laufenden Betriebssystemen die Systemressourcen nach Bedarf zugewiesen werden können. Das spart Energie und somit Kosten. Bei Bedarf können den virtuellen Servern auch weitere Ressourcen hinzugefügt werden. Die einfache Skalierbarkeit von virtuellen Servern ist somit ein weiterer Pluspunkt. Kostensparend sind die virtuellen Server auch, weil sich auf ihnen vorhandene Server transparent zusammenfassen lassen. Die moderne Server-Hardware ist sehr leistungsfähig, und die Kapazitäten reichen aus, um auf einem Gerät mehrere ältere Server zu vereinen. So können drei oder mehr ältere Server durch virtuelle Server ersetzt werden. Das spart nicht nur Energie, sondern auch Zeit bei der Wartung. Die Server-Virtualisierung macht es außerdem möglich, heterogene Netzwerk-Ressourcen zu bündeln. Das gelingt, indem man unterschiedliche Netzstränge über virtuelle Netzwerkkarten auf einem Server miteinander verknüpft. Dadurch können die Daten leichter ausgetauscht werden. Echte Router und Switches werden nicht mehr benötigt. Eine Konfiguration der virtuellen Netzadapter reicht aus. Die Adaptereinstellungen können dann sogar während des laufenden Betriebs vorgenommen werden. Die Stärke virtueller Server zeigt sich besonders im Schadensfall. Kommt es zu Störungen oder Ausfällen, reduziert ein virtueller Server den Aufwand für die Wiederherstellung deutlich. Ist der virtuelle Server im Rahmen eines Backups gesichert, genügt es, den gesicherten Server auf ein anderes System zu spielen. Von dort aus kann er dann neu gestartet werden. Die einfache Skalierbarkeit von virtualisierten Servern an die jeweiligen Bedürfnisse ist ein weiterer Vorteil der Server-Virtualisierung. So kann man einen als virtuelle Maschine vorliegenden Server bei Bedarf auf schnellere und besser ausgestattete Hardware verlagern. Auch zusätzlicher Speicherplatz lässt sich auf einfache Weise bereitstellen. Im Schadensfall reduziert ein virtueller Server den Aufwand für die Wiederherstellung im Vergleich zu einem echten Server deutlich. Es genügt, den im Rahmen eines Backups gesicherten virtuellen Server auf ein anderes System zurückzuschieben und zu starten.

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