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03.10.16Kommentieren

Ratgeber

Smartphone, Tablet oder Laptop weg? So bekommt man sie wieder zurück

Sven Wernicke

Hilfe, das Smartphone mit allen wichtigen Telefonnummern ist verschwunden! Das Notebook mit Firmen-internen Daten wurde gestohlen?! Das Tablet lässt sich nicht mehr finden? Was tun? Nur keine Panik! Mit diesen Tipps kommt man seinen Geräten wieder auf die Spur.


Praktisch: Die Funktion "Meinen Mac suchen" (Bild: Apple)

Das Handy verloren? So findet man es wieder!

Wer tagtäglich seine mobilen Begleiter verwendet, für den ist es wohl eine Katastrophe, wenn plötzlich das Smartphone weg ist oder das Notebook von einem Dieb entwendet wurde. Wichtige Informationen, persönliche Daten, vielleicht sogar private Fotos, Videos und Dokumente – alles weg und in fremden Händen? Ein schrecklicher Gedanke, keine Frage.

Doch es gibt sie – die helfenden Anwendungen und Angebote diverser Unternehmen. Mit diesen bekommt man im besten Fall tatsächlich sein Handy oder seinen Computer zurück. Und wenn nicht, dann kann man wenigstens dafür sorgen, dass niemand Zugriff auf Inhalte erhält.

Und was auch nicht alle wissen: Moderne Smartphones bringen bereits von Haus aus sinnvolle Tools mit.

Smartphone oder Tablet weg. Und nun?

In jedem Fall gilt: Ruhe bewahren, wenn sich das Handy oder Tablet plötzlich nicht mehr am gewohnten Ort befindet. Bevor weitere Schritte eingeleitet werden, empfiehlt es sich immer, erst einmal alles abzusuchen.

Führt dies nicht zum Erfolg, können die Funktionen angewandt werden, die die mobilen Betriebssysteme Android, Windows Mobile und iOS mitbringen. Vorausgesetzt, man besitzt ein aktiv genutztes Google-Konto (Android), einen Microsoft-Account (Windows) oder eine AppleID (iOS), lässt sich an einem stationären Rechner oder Tablet teils sogar auf wenige Meter genau erfahren, an welchem Ort das Telefon zuletzt mit dem Internet verbunden war.

Nötig ist, dass dieses Feature – meist „Find Your Phone“ oder „Find My iPhone“ genannt - nicht bewusst zuvor deaktiviert wurde. Bei Google müssten hierzu Sicherheit-Funktionen abgeschaltet worden sein. Auf dem iPhone oder iPad dagegen muss das Element einmalig aktiviert werden, standardmäßig ist dieses nicht in Betrieb. Ähnliches gilt auch für Microsoft. Einige Smartphone-Hersteller wie Samsung bieten auch eigene Lösungen („Find My Mobile) an, die sich konzeptionell nicht gravierend unterscheiden, allerdings zum Beispiel ein Samsung-Konto voraussetzen.

Bedenken sollte man stets: Für das Benutzen des „Find“-Elements benötigen die Unternehmen ggf. den Zugriff auf bestimmte Daten oder das Passwort zum Deaktivieren des Sperrbildschirms. Im Zweifelsfall ist es ratsam, die Nutzungsbedingungen zu studieren.

So findet man sein geklautes Smartphone oder das verschwundene Notebook wieder auf

Ob nun „Find Your Phone“ oder „Find My Mobile“: In eigentlich jedem Fall kann man das gesuchte Telefon oder Tablet nicht nur auf einer Weltkarte ausfindig machen, wenn es noch eingeschaltet ist. Man darf es ebenfalls ein wenig fernsteuern. Genauer lässt man es auf Befehl klingeln, sogar eine komplette Löschung ist möglich.

Somit kann ein Dieb nicht mehr auf die Daten zugreifen und man selbst vielleicht auch ein Unglück abwenden – obwohl dies das Smartphone freilich nicht zurückholt. Vielleicht genügen ja schon das Sperren des Geräts und das Hinterlassen einer Nachricht, um den „Finder“ darauf aufmerksam zu machen, dass ihm das Telefon gar nicht gehört?

Tipps bei Handy-Diebstahl

Schon beim ersten Einrichten eines neuen Telefons sollte man sich diese Smartphone-Basisfunktionen genauer anschauen, um auf den Notfall vorbereitet zu sein. Komplett verhindern lässt sich ein Worst-Case-Szenario aber niemals. Denn schaltet ein Dieb das Telefon sofort ab oder deaktiviert er den Zugriff aufs Internet, sind eine Ortung und Fernsteuerung nicht mehr möglich. Aus diesem Grund sollte der eigene Sperrbildschirm zusätzlich mit einem Passwort geschützt werden.

Wer möchte, kann auch zu Alternativen in Form teils kostenfreier Apps greifen. Avast Anti-Theft oder Cerberus Anti Theft besitzen clevere Ideen wie zum Beispiel das unauffällige Anrufen, um so die Umgebung zu belauschen. Ein Sichern wichtiger Daten aus der Ferne ist vorgesehen, bevor man das Handy dann löscht.

Wo ist mein Laptop?

Besitzer eines Macs können mit „Meinen Mac suchen“ ähnlich wie bei „Find My iPhone“ das Gerät orten, sperren oder löschen lassen. Gleiches klappt für Windows 10-basierte, tragbare Systeme wie die Surface-Reihe. In den Systemeinstellungen unter „Update und Sicherheit“ muss „Mein Gerät suchen“ erst aktiviert werden, danach lässt sich der Laptop fernsteuern und bei Notwendigkeit außer Betrieb setzen.

Kommerzielle Programme wie Bitdefender bieten im Grunde nichts anderes, eignen sich aber gut für ältere Windows-Versionen. Denkbar wären auch Ansätze wie eine Kontrolle der Webcam über Tools wie WatchMyCam. Ist der Laptop verschwunden, könnte man vielleicht schauen, wer nun vor dem PC sitzt. Aber ob das einen praktischen Mehrwert besitzt? Eher nicht.

Vorbeugen!

Die besten Tipps mögen vielleicht die einfachsten sein. Rechner und Smartphones sollte man unbedingt mit guten Passwörtern schützen, sensible Daten müssen regelmäßig gesichert werden – Stichwort Backup. Ebenfalls ratsam: Telefone und tragbare PCs stets im Auge behalten, ggf. mit Schlössern schützen oder gut verstauen.

Wer die Angebote von Google, Microsoft und Apple nutzen möchte, muss diese aktivieren, sonst ist das Drama bei einem Diebstahl groß. Andere Unternehmen bieten ebenfalls Lösungen an, führen die Ansätze weiter, sind aber für den Alltag nicht unbedingt erforderlich – wenn auch durchaus ein Komfortgewinn, wie Avast Anti-Theft zeigt. 

100%ige Sicherheit bei Diebstahl gibt es nicht

Eines sollte klar sein: Den perfekten Schutz kann es nie geben. Alle Ansätze kommen irgendwann an ihre Grenzen, beispielsweise wenn Diebe die Telefone komplett abschalten, die SIM-Karte wechseln oder den Zugriff aufs Internet verhindern.

Bei PCs kann sogar die Neuinstallation des Betriebssystems schon eine Ortung verhindern. Besser ist es also, seine kostbaren Geräte immer im Auge zu behalten und die Vorkehrungen zu treffen, die möglich und sinnvoll sind.

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