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24.07.17

Ratgeber

Unterwegs. Kein Internet. Und nun?

Sven Wernicke


(Bild: Fotolia)

Ein Worst-Case-Szenario: Es müssen noch wichtige Daten über das Internet versendet oder E-Mails abgerufen werden, doch wie und wo gibt’s den benötigten Zugang zum Netz? Mit diesen Tipps bleiben Sie in Verbindung.

Mobil, aber ohne Internet.

Häufig steckt im Business-Notebook oder im Tablet fürs Geschäftliche ein LTE-Modul, das den Zugriff aufs Internet erlaubt. Nur was, wenn dieses versagt, der Provider Schwierigkeiten hat oder keine Zeit zur Fehlersuche bleibt? Entscheiden Sie sich für Alternativen, um flott sowie unkompliziert das Wichtigste erledigen zu können! So geht das.

Das Smartphone wird zum Hotspot

Es sind manchmal die naheliegenden Dinge, an die man nicht zuerst denkt. Dabei sollte Ihr erster Gedanke an das Smartphone in der Hosen- oder Jackentasche gehen, sobald das Internet am Rechner ausgefallen ist. Einen geeigneten Datentarif vorausgesetzt, verwandeln Sie innerhalb von Sekunden quasi jedes aktuelle iOS- oder Android- Telefon in einen mobilen Hotspot. Oder anders gesagt: In einen tragbaren Mini-WLAN-Router.

Suchen Sie „Mobiler Hotspot“ oder „Tethering“ in den Einstellungen Ihres Handys. Aktivieren Sie diese Funktion, schon baut sich ein WIFI-Netz auf, mit dem sich naheliegende Computer verbinden können. Den Namen des Netzwerkes sowie das Passwort gestalten Sie bei Bedarf individuell.

Bedenken Sie: Da Sie den Mobilfunktarif nutzen, können beim Abrufen von E-Mails mit großen Dateianhängen schnell das Daten-Limit erreicht werden, wodurch die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Informieren Sie sich hierzu bei Ihrem Provider. Grundsätzlich tabu dürfte, sofern Sie keine 50GB oder mehr monatliches Datenvolumen besitzen, das Streamen von Videos sein. Für den dringenden Datentransfer ist das Hotspot-Feature dagegen optimal geeignet.

Internet-Sticks und weitere Hardware-Lösungen

Wer häufig mobil auf das Internet zugreift, kennt das Problem: Mit dem „falschen“ Netz nutzt man Edge im ländlichen Raum, mit einem anderen Anbieter gibt’s maximales LTE-Tempo. Und umgekehrt. Eine nicht unpraktische Lösung für dieses Problem könnte ein LTE-USB-Stick mit einer Prepaid-Karte eines bevorzugten Anbieters sein. Wenn das E-Netz versagt, wagt man den Zugang ins D-Netz. Für Einzelpersonen empfehlen sich entsprechende Geräte wie LTE-USB-Adapter von D-Link (DWM-221)* und Huawei (E3276)*. Sollen flexibel gleich mehrere Arbeitsrechner bzw. Geräte versorgt werden, empfehlen sich LTE-Router wie der TP-Link MR200*, der oder die AVM Fritz!Box 6820*. Wenn es mobil und mit integriertem Akku sein darf, lohnt ein Blick auf den Huawei E5220* oder den TP-Link M7350*.

Bewusst sollte Ihnen sein, dass Sie eine weitere SIM-Karte benötigen, die am besten für das Netz gilt, das Sie sonst nicht verwenden, wenn der Laptop oder das Tablet über einen eigenen Zugang verfügt. Besitzt der Rechner kein integriertes LTE-Modul, dann lässt sich dieser durch besagte USB-Sticks nachrüsten.

Offene und kostenpflichtige WLAN-Netze in der Umgebung

Das weiß wohl jeder Geschäftsmann: In nahezu allen Hotels erhalten Sie kostenfrei oder gegen eine niedrige Gebühr Internet über WLAN. Doch sollte dieses zu langsam sein oder gerade nicht funktionieren, beginnt wieder die Suche nach dem Netz. Womöglich aber finden Sie einen Zugang ganz in der Nähe.

An mittlerweile weltweit Millionen Orten kann WLAN to go von der Deutschen Telekom verwendet werden – für viele Kunden des Konzerns ist der Service sogar gratis. Garantiert mit keinen Kosten verbunden sind die vor allem in Deutschland zum Teil gut verbreiteten Freifunk-Netze. In Cafés sowie Restaurants, zum Beispiel Starbucks oder McDonalds, steht WWW auch bereit. Oder in lokalen Einkaufszentren, auf Flughäfen und Bahnhöfen.

Viele freie WLANs finden Sie sogar in der Facebook-App auf Ihrem Smartphone. In den Einstellungen unter Apps steht der Punkt „WLAN suchen“ zur Verfügung. Sofern Sie Ortungsdienste aktiviert haben, werden dort die nächsten bekannten Free-WIFI-Orte präsentiert. Das ist praktisch.

Windows 10 besitzt in den Netzwerk-Einstellungen WLAN-Optimierung und Hotspot 2.0 an. Nähern Sie sich geeigneten Hotspots, kann ein selbständiger Login erfolgen, ohne dass Sie Passwörter angeben müssen – eine Onlineregistrierung ist unter Umständen erforderlich. Da Hotspot 2.0 noch nicht allzu sehr verbreitet ist, sollten Sie sich darauf nicht verlassen.

Fazit

Helfen die hier genannten Tipps nichts, ist wahrscheinlich gehörig etwas schief gelaufen. Dann müssen Sie sich wohl mit dem Senden und Empfangen Ihrer E-Mails gedulden, bis Sie wieder wie gewohnt im Internet surfen können.

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