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11.10.12Leser-Kommentare

txtr beagle: E-Book-Reader zum unschlagbaren Preis

Ein E-Book-Reader für unter zehn Euro? Für unglaubliche 9,90 Euro will das E-Book-Portal txtr.com rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft den txtr beagle auf den Markt bringen.

txtr beagle (Quelle: pd txtr)Der E-Reader txtr beagle ist extrem schlank, verzichtet auf Features wie USB, WLAN oder Speicherkarten und reduziert sich aufs Wesentliche: das Lesen. Um den günstigen Preis zu verwirklichen, greift man auf eine für E-Books durchaus unübliche Speichermethode zurück: Anstatt den verbauten Speicher besonders effektiv mit komprimierten Texten zu füllen, setzt der txtr beagle auf Bilddateien. Jede einzelne Seite wird somit als Bitmap-Bild gespeichert. Das hat zwar den nachteiligen Effekt, dass maximal fünf Bücher in den 4 GB des Readers Platz finden, hat aber andererseits den Vorteil, dass zur Darstellung der Bilder ein sehr einfach gestrickter Prozessor genutzt werden kann. Dieser ist einerseits kostengünstig, was den günstigen Preis des Readers erklärt, zum anderen ist er stromsparend und gewährleistet so eine Batterielebensdauer von über einem Jahr.

txtr beagle (Quelle: pd txtr)Zum Rendern, also dem Umwandeln der E-Books in Bilder, setzt man bei txtr auf Smartphones mit Android-OS. Eine entsprechende App kümmert sich um diesen Umwandlungsvorgang und schickt die Bücher anschließend per Bluetooth zum Reader. Sind die Bilder dann erst einmal auf dem E-Reader angekommen, lassen sie sich auf einem 5-Zoll-E-Ink-Display mit acht Graustufen und einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln darstellen.

Als Stromquelle greift der txtr beagle auf Batterien oder Akkus der Baugröße Mignon Micro (AAA) zurück. Darüber hinaus sucht man eine Ladebuchse, USB oder gar WLAN wie erwähnt vergebens. Zumindest hat txtr aber zwei LEDs zur Ladezustandsanzeige und zur Anzeige einer laufenden Bluetooth-Übertragung im schlanken Gehäuse untergebracht.

Vor- und Nachteile

Leider bringt die Technik des txtr beagle auch einige Nachteile mit sich. Zum einen sind die Bücher, einmal gerendert, in ihrer Darstellung festgelegt und das nachträgliche Ändern der Schriftgröße ist nicht mehr möglich. Auch die Tatsache, dass nur vier bis fünf Bücher in den eigentlich üppigen vier Gigabyte Hauptspeicher Platz finden, dürfte einige E-Book-Leser vom Kauf abhalten.

Andererseits ist Nachschub per Bluetooth jederzeit in erreichbarer Nähe und der unschlagbare Preis lässt über so manches hinwegsehen.

Nicht hinwegsehen werden viele über die fehlende iOS-App. txtr bietet derzeit nur für Googles Android-OS die passende App an. Die Hoffnung liegt aber nahe, dass sowohl für iOS, als auch für den PC oder Mac zu Hause zukünftig eine passende App angeboten wird.

Fazit

Sollte der txtr beagle wirklich für unter zehn Euro auf den Markt kommen, dürfte er sich zu einem Verkaufsschlager entwickeln. Der Nachteil, dass nur vier bis fünf Bücher in seinen Speicher passen, ist leicht zu verschmerzen. Ein Smartphone ist meist schnell zur Hand, um per Bluetooth ein neues Buch zum Reader zu schieben.

Wer sich nun für den txtr beagle interessiert, kann sich auf der Herstellerseite mit seiner E-Mailadresse registrieren. Sobald es News zur Verfügbarkeit des Readers gibt, wird man umgehend informiert.

Eine aktuelle E-Reader-Marktübersicht ist hier auf neuerdings.com zu finden.

Gefunden bei Buchreport.de

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Kommentare

  • Florian

    11.10.12 (09:46:33)

    5-Zoll-E-Ink-Display mit acht Graustufen und einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln zuzüglich Prozessor und Gehäuse für unter €10.- Das ist erstaunlich, zumal ich aus keiner Zeile eine Vertrags bzw. Konzernbindung erlese. So könnte ich mir vorstellen das Reader, wie Dieser, bald als ,,giveaway`s" bei Romanserien oder Autorengebunden angeboten werden. Beispielsweise sämtliche Harry Potter Romane auf einem Gerät. Und es könnten lediglich Folgeromane aufgeladen werden. Vom Design werden die Couver(Reader Rückseite) den Büchern angepasst. Jetzt könnte man sich fragen weswegen der Schrank voll mit Readern stehen solle, welche auch noch wie Bücher bemalt wurden. Ist recht simpel: Nach wie Vor ist der Ikea Bestseller Billy das Bücherregal. Generell reisst die Zahl an Bücherwänden nicht ab. Das liegt an vielerlei Faktoren. Zum Einen möchte man etwas in der Hand halten. Und zwar DAS eine Buch welches man liest. Es entsteht förmlich eine Bindung. Hält man einen Reader mit 10.000 Büchern in der Hand, wirkt dies nicht nur bedrohlich vielmehr auch kühl. Es hat quasi kein "Leben" mehr. Zudem sind Bücher teuer. Jemand der viel ließt, insbesondere Bestseller hat sicherlich ein komisches Gefühl hunderte von Euros in einem Plastikrahmen mit sich zu führen. Zudem hat der Leser etwas geschafft. Er hat das Buch gelesen. Es ist ausgelesen und steht nun im Regal. Das ist wichtig. Eine Orientierungshilfe. Ich sah, vor geraumer Zeit, eine Reportage über das menschliche Essverhalten. Hier wurde beschrieben das bei der Suppenschüssel, welche sich selbst nachfüllt, (über einen Schlauch im Boden) über die hälfte weniger konsumiert wurde. Es fehlt die Orientierung. Und ich bin mir sicher, dass diese Form von Reader völlig anders behandelt werden. Diese werden geworfen, verkratzt, etc. typische Gebrauchsspuren. Um erkennen zu lassen:,,wir wurden genutzt, ausgelesen." Ich hätte kein Problem damit ein eigenes Fach im Billy zu besitzen in welche 10-20 von diesen Teilen lägen. Man greift zu dem, einen Buch und liesst. LG Flo

  • Florian

    11.10.12 (09:57:01)

    P.S.: Zudem möchte man zeigen (bedruckte Rückseite der Reader) was man ließt. Ob im Flugzeug, Bus oder dem Cafè an der Ecke. Ich möchte mich mitteilen. Vielleicht entstehen über diese Interessengemeinschaften (gleiche Autorenliebe) Freundschaften, oder zumindest interessante Gesprächspartner.

  • Cori

    11.10.12 (10:31:49)

    Wäre interessant, ob die App nur zum rendern der Buchseiten gebraucht wird oder auch zum übertragen. Wenn es ganz normal per BT ginge wäre das doch ne feine Sache als Notizzettel in der Küche für den Partner. Man schreibt morgens ne kleine Nachricht aufm Smartphone und schickt die als Bild an den Reader. Ode als Extra Bildschirm am Arbeitsplatz fürs Handy. Wenn irgendwas Neues ansteht, schickt das Handy es gerendert als Bild auf den Reader. Da der Reader nur das Bild anzeigt, kann jede App die Darstellung ganz individuell bestimmen. Für den Preis wär das echt super!

  • Johannes

    11.10.12 (15:11:51)

    Muss man schon sagen. Er macht das was er machen soll und das für den kleinen Geldbeutel. Ich finde zwar nicht das der kleine unbedingt einen Preis im Design verdient aber das muss er ja auch nicht. Ich bin am überlegen ob ich mir auch so einen kleinen Reader zulege.

  • Renate

    11.10.12 (15:37:35)

    Wenn die Texte als Bilder angezeigt werden, fehlt sicherlich eine Suchfunktion. Welchen Vorteil habe ich aber mit einem Ebook-Reader, wenn ich nicht mal suchen kann? Da gab's schon mal den günstigen Trekstore Ebook-Reader bei Weltbild kostet um die 60 €. Auch der konnte "nur" Buch anzeigen und blättern. Also, ich glaube, dass man dann schon etwas mehr erwartet, wenn man schon das Buch aufgibt. Die Idee mit den wie Büchern bedruckten Ebook-Readern im Billy-Regal finde ich aber ziemlich gut. Ich glaube, ich gehöre auch zu den Menschen, die etwas fertiglesen und dann sichtbar im Regal stehen haben wollen.

  • Wolf-Dieter Roth

    11.10.12 (19:10:43)

    Der Preis wird schon über Mobilfunkverträge realisiert, das ist nur nicht so offensichtlich. Aber den txtr beagle wird es als Goodie zum Handy mit Vertrag dazu geben, ohne das er ja ohnehin nicht funktioniert. Deine Vision von zehn zerkratzten txtr beagle im Billy entspricht zwar einer aktuellen Ikea-Werbekampagne, wäre aber doch nicht so umweltfreundlich. Aber man könnte ja mal über einen E-Book-Reader nachdenken, bei dem die Seiten bei häufigerem Lesen immer abgewetzter dargestellt werden, kaffeeflecken bekommen... ;-)

  • Ulrich

    11.10.12 (19:43:30)

    Welche Batterie futtert das Gerät denn nun genau? Micro (AAA) oder Mignon (AA)? Im Text steht das leider falsch ;-)

  • Frank Busch

    11.10.12 (20:52:48)

    Danke für den Hinweis. Der txtr beagle nutzt Akkus oder Batterien der Bauform Micro (AAA).

  • Florian

    12.10.12 (13:21:27)

    Ulkig oder ?! Ob Lebensgefährtin, Freunde, Verwandtschaft oder Arbeitskollegen, in meinem "Dunstkreis" befindet sich niemand welcher auf dem Smartphone oder dem Tablett Bücher liest. Ferner ein E-ink-Reader besitzt. Und dies obwohl so einige Technik und Gadget-Geeks unter diese fallen. So habe ich, mit Einführung des iPad, angefangen sämtliche Gebrauchsanweisungen als PDF auf dieses zu schieben. Ich habe dann, bei Bedarf, häufig vergessen dass diese sich dort befinden. Ich besässe wahrscheinlich einen eigenen Reader auf welchen sämtliche Manuals (von Ikea - Lego- VW) gespeichert würden. Als Solitärlösung wäre das doch echt nicht verkehrt... Und was die Umweltproblematik anginge. Es handelt sich doch ohnehin um Recycelbare Materialien. Und würde JEDER auf dieses Boot aufspringen wären Papiermanuals überflüssig. Und was jucken die paar Reader, bei den -50 Handy`s welche wir in einem Durchschnittlichem Leben (pro Person !) ,,verbrauchen". LG Flo

  • TvF

    12.10.12 (18:19:13)

    Siehe hier.

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