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02.08.08

Toyota Winglet: Segway kriegt Geschwister

Das Toyota "Winglet" ist ein Fahrzeug nach ähnlichem Prinzip wie der Segway. Das "Flügelchen" erreicht rund 6 Stundenkilometer und wird durch Gewichtsverlagerung gesteuert.

Wenn das keinen Patentverletzungs-Gerichtsfall zur Folge hat: Autoriese Toyota macht der amerikanischen Konkurrenz nicht nur auf dem traditionellen Gebiet der Blechkarrosen das Leben schwer.

Jetzt kriegt auch noch die ohnehin in paranoider Angst um ihre Technologie fürchtende Segway-Herstellerin eine ernstzunehmende Konkurrenz. Toyota hat in Tokio das Winglet vorgestellt, eine motorisierte, zweirädrige Plattform von ungefähr der grösse eines A3-Blattes:

 

Der Fahrer stellt sich drauf, und das Winglet misst von da an seine Lage, hält sich und die lebendige Fracht aufrecht und bewegt sich in die Richtung, in welche der Lenker das Gewicht verlagert.

Dank einigermassen geringem Maximaltempo ist dazu kein zusätzlicher "Lenker" nötig (der beim Segway der Balance des Fahrers und der Richtungssteuerung durch einen Drehring für die eine Hand dient) - allerdings gibt es das Winglet in drei Grössen und mit verschieden hohen Lenkern, wer also einen haben will, kriegt einen. Die angesprochene Maximalgeschwindigkeit liegt übrigens bei rund 6 Stundenkilometern, also nur wenig mehr als Marschtempo. Der Segway dagegen ist bis zu 20 Stundenkilometer schnell.

Dafür lässt sich das Winglet sehr schnell aufladen: Binnen einer Stunde sind die Akkus voll. Ausserdem kann es in einen Tragetasche gelegt und über die Schulter geworfen auch mal getragen werden. Wenn der Saft alle ist, zum Beispiel.

Das Gerät soll im Herbst in einem japanischen Flughäfen und später in einer Wohnsiedlung und in einem Einkaufszentrum getestet werden, um die Reaktionen der Benutzer zu testen.

Allerdings - hier kommt der Stossseufzer von Segway - seien laut Agenturberichten keine Pläne vorhanden, das gerät kommerziell zu vermarkten.

Noch nicht. Vom Smart glaubte man in Europa auch, er werde ein ewiger Flop bleiben, und jetzt wird er in den USA dank Benzinpreishausse zum heimlichen Verkaufsschlager.

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