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20.03.12 09:00

, von Kai Zantke

Toshiba X770-11 im Test (2/2): Gaming-Laptop für fast alle Lebenslagen

Der Toshiba erntete im ersten Teil eine Menge Lob, nun geht es ihm aber an den Kragen. Doch trotz der vielen Kritik ist das Toshiba X770-11 am Ende eine Kaufempfehlung wert.

 

Toshiba X770-11 - (Bild: Toshiba)Der Toshiba X770-11 konnte sich trotz Vorurteilen im ersten Teil des Tests ein gutes Ergebnis einholen. In Sachen Gaming-Leistung und 3D lohnt sich der Toshiba allemal. Doch es gibt auch Schattenseiten. Können die das bisher gute Urteil trüben?

Lärmentwicklung

Ein so schneller und doch kompakter 17-Zoll-Laptop hat Mühe, seine Wärme nach aussen abzuführen. Da geht es den Mitbewerbern nicht besser: Also muss der Lüfter kräftig pusten, um sich etwas Abkühlung zu verschaffen. Die Lärmentwicklung hält sich in Grenzen, als Multiplayer-Spieler trägt man meist Headsets und wer alleine auf die Ego-Shooter-Pirsch geht, möchte ebenfalls hören, aus welcher Richtung der Gegner naht. Steckt man erstmal mitten im Geschehen, blendet man den Lüfter automatisch aus – wenn man ein Rechtshänder ist! Noch immer haben die Laptop-Hersteller nicht gelernt, dass wir Linkshänder ebenso gerne zocken. Man muss sich deshalb als Minderheit um einen «Wärmewall» bemühen: Auf der linken Seite pustet der X770 seine heisse Luft genau auf die Hand des Spielers, im Winter eventuell noch angenehm, doch in der Hauptsache störend. Abhilfe schafft hier nur eine externe Tastatur, ein Stück Pappe zwischen Hand und Luftauslass oder die Schrägstellung des Gerätes.

Kostenlose, unerwünschte Dreingaben

Toshiba X770-11 - Man beachte die überfüllte Taskleiste, dabei wurden noch gar keine persönlichen Programme installiert (Bild: kaz)Es gab Zeiten, da war der Begriff «Bloatware» unbekannt, wahrscheinlich noch nicht mal erfunden. Doch dank der Computerindustrie erlebt die Wortneuschöpfung ein Revival: Bloatware, zu deutsch Blähware, hat nichts mit Flatulenz zu tun. Stattdessen beschreibt der Begriff vorinstallierte Software, die der Kunde nicht erwartet oder installieren wollte. Auch bei Toshiba ist man davor nicht gefeit: Ein «kostenloser» Virenscanner mit wenigen Monaten Laufzeit gehört ebenso zum schlechten Ton, wie der Internet-Link zu eBay oder ein Link zu einer Flashspiele-Homepage.

Und sollte man vergessen haben, welchem Hersteller man das zu verdanken hat, so hilft ein Blick in die Liste der installierten Programme: Können 29 vorinstallierte Programme, mit Namen wie «Toshiba TEMPRO», «Toshiba Schlaf-Dienstprogramm» oder «Toshiba Online Product Information» irren? Wenn man zu den ganz Uneinsichtigen gehört, erinnert einen das «Toshiba Bulletin Board» in regelmässigen Abständen daran, dass es ungelesene Toshiba-Neugkeiten im Internet gibt - ungefragt natürlich. Wann werden die Hersteller endlich verstehen, dass man mit schwer verdientem Geld einen Laptop und keine Litfass-Säule gekauft hat?!

Kurzatmiger Koloss

Toshiba X770-11 Netzteil - Viel Leistung benötigt viel Energie! (Bild: kaz)Fernab der Steckdose findet dieses Trauerspiel glücklicherweise schnell ein jähes Ende: Nicht mal für einen Kinofilm reichte die Ladung bei voller Helligkeit und ausgeschaltetem WLAN. Da half auch kein «Eco-Modus». Wer zu einem 17-Zöller mit kräftiger Grafikkarte greift, sollte sich hinsichtlich Laufzeit keiner Illusion hingeben: Mehr als zwei Stunden schafft fast keiner. Besonders mobil ist man mit dem riesigen Netzteil und dem Gesamtgewicht von nahezu 4 kg ohnehin nicht.

Wenn man es doch mal vor die Haustüre schafft, so können an den vier USB-Buchsen Smartphone und andere USB-Geräte geladen werden. Denn durch die «Sleep and Charge»-Funktion liefert der Laptop auch in ausgeschaltetem Zustand Ladestrom. Die Funktion ist intelligenterweise bei Auslieferung deaktiviert, so dass man nicht ungewollt vor einem leeren Akku steht. Der ausgeschaltete Zustand erlaubt auch die Nutzung der Boxen: Einfach Klinkenstecker in die Mikrofonbuchse stecken und das andere Ende mit einer Musikquelle verbinden.

Spielvergnügen

Der Toshiba X770-11 ist nichts für schwache Nerven oder schwache Menschen: Eine leistungshungrige Ausstattung zehrt am Netzteil und am Arm. Dafür erhält man einen Laptop, der beispielsweise «Assassins Creed - Brotherhood» mit Full-HD-Auflösung und maximaler Qualitätsstufe fast ruckelfrei bewältigt - nur Kampfszenen in belebten Gebieten mit weitem Blick lassen die FPS sinken. Will man dagegen 3D, muss man einen Gang runterschalten, da die Grafikkarte bei nicht optimierten Spielen die zweifache Leistung erbringen muss - hier geht es nur mit mittleren Einstellungen.

Fazit

Als Linkshänder hat man es im Gamingbetrieb nicht leicht (an dieser Stelle ist euer Mitleid mit mir durchaus angebracht). Sieht man von dieser Kleigkeit jedoch einmal ab, so lässt der Toshiba X770-11 keine Wünsche offen. Satte Klänge, gutes und helles Display, sowie eine Leistung, die aktuelle Spiele bewältigt, erwarten den Käufer. Wer 3D mit Shutterbrille und mobiles Gaming sucht, sollte hier ebenfalls einen genauen Blick darauf werfen. Nur bei der «Blähware» und den ungefragten Werbemeldungen sollte Toshiba nochmal überlegen, wie zuträglich das dem eigenen Geschäft ist.

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Kommentare: Toshiba X770-11 im Test (2/2): Gaming-Laptop für fast alle Lebenslagen

Okay, also hier mal eine kleine Nachhilfestunde vom Profi. Diese "Litfasäulen" sind für uns sehr wichtig. Dummerweise sind nämlich rund 95% aller Windows User nicht PC Freaks und haben oft nichtmal eine Ahnung was überhaupt in ihren PC's und Notebooks drin steckt. Damit wir auf den ersten Blick sehen können womit wir es zu tun haben, legen die Komponentenhersteller diese netten kleinen Aufkleber bei, welche man nach der Montage drauf klebt. Das tun die auch nicht seit gestern, das läuft schon beinahme seit einem Vierteljahrhundert so. Ganz grosse Klasse finde ich den Satz: "Nur bei der «Blähware» und den ungefragten Werbemeldungen sollte Toshiba nochmal überlegen, wie zuträglich das dem eigenen Geschäft ist." Ähhh...jo...hm...wie soll ich das jetzt nur erklären. Diese Bloatware trägt auf allen PC's nämlich gerade dazu bei, dass es für das Geschäft zuträglich IST. Wäre die Bloatware nämlich nicht drauf, müsste der Kunde dies bezahlen. So wird diese "Werbung" von den jeweiligen Software- oder Linkanbietern bezahlt womit die Geräte günstiger sind und das ist meist zuträglich wenn es um Verkaufszahlen geht. Aber das tolle daran ist, ab Windows 8 kann man wählen ob man die Bloatware beim Kauf haben will und die Hersteller das Gerät subventionieren oder ob man lieber alles ohne Bloatware haben will und dafür selbst für die Kosten aufkommt: http://www.gamestar.de/software/microsoft-windows-8/news-artikel/windows_8,473,2567893.html Das muss dir doch dann unheimlich gefallen wenn das weg fällt, du bezahlst dann ja sicher gerne diese Gebühren ;-) Ansonsten fehlt bei dem Test leider das Wichtigste. Das Thema Display geht hier leider völlig unter und was ist interessanter bei einem 3D Gerät als die Displayleistung im 2D und 3D Modus. Blickwinkel, Invertierungen, Helligkeit, Kontrast, etc....

Diese Nachricht wurde von Webgott am 01.06.12 (22:32:44) kommentiert.

Mein lieber Profi, Danke für die Anmerkungen, dieser Text hat tatsächlich die 3D-Fähigkeiten etwas vernachlässigt. Allerdings schrieb ich auch klar wieso: das Flimmern der Shutterbrille bei diesem Gaminglaptop war nicht erträglich - da ist die 3D-Leistung hernach nicht mehr das Hauptaugenmerk. Und

hier mal eine kleine Nachhilfestunde vom (Text-)Profi
: Bitte bei Kritik und Zitaten korrekt zitieren und nicht nach Gusto:
Diese “Litfasäulen” sind für uns sehr wichtig.
Dieses FALSCHE Zitat bezieht sich in meinem Text auf die Bloatware! Ich schreibe vollständig: "Wann werden die Hersteller endlich verstehen, dass man mit schwer verdientem Geld einen Laptop und keine Litfass-Säule gekauft hat?!" Von Werbeaufklebern schreibe ich gar nichts. Wenn Du diesen Abschnitt genauestens durchließt, wird dir auch auffallen, was ich mit Blähware meinte: Nicht nur Werbung von anderen Marken, die dafür zahlen, sondern auch die 29!! vorinstallierten Toshiba-Programme mit Nerv-Pop-Ups. Das können alle anderen Hersteller besser. Ich nehme jeden Kommentar ernst, aber Deiner ist leider nicht stichhaltig.

Diese Nachricht wurde von Kai Zantke am 07.06.12 (09:09:27) kommentiert.

Auf dem Laptop ertrage ich 3D eigentlich überhaupt nicht. Ganz kleine Monitore von Handheld-Konsolen und normal weit entfernte Fernseher mit 3D kann ich sehr gut vertragen, aber PC-Monitore und Laptops mit 3D irritieren mich auf die kurze distanz irgendwie.

Diese Nachricht wurde von Peter am 07.06.12 (14:00:15) kommentiert.
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