Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

15.12.14Kommentieren

Tommy Hilfger Solar Panel Jacken: Diese (hässlichen) Jacken sollen Smartphones laden

Wenn man unterwegs ist, der Handy-Akku schlapp macht und man keine Lademöglichkeit zur Hand hat, könnten in Zukunft die Jacken von Tommy Hilfiger eine Lösung sein. Zumindest Theoretisch. Für die Praxis scheint das Konzept aber noch nicht ganz ausgereift.

"Solar Panel"-Reihe (Bild: Tommy Hilfiger) "Solar Panel"-Reihe (Bild: Tommy Hilfiger)

 

Was ist der nächste große Trend nach Smartphones und Tablets? Ganz klar: Wearables. Also smarte Fitnessarmbänder, Smartwatches oder smarte Ringe. Einer der nächsten Trend dürfte dann smarte Kleidung sein. Bis es aber soweit ist, dass Klamotten und Technologie richtig verschmelzen, müssen noch ein paar Zwischenschritte gegangen werden. So wie beispielsweise mit der ungewöhnlichen Jacken-Kollektion von Tommy Hilfiger.

Die neue „Solar Panel“-Reihe des Modeherstellers bietet das, was man vermuten mag: Auf der Rückseite sind biegbare Solarpanele angebracht, welche vom US-Hersteller Pvilion entwickelt wurden. Der Sinn der aufgenähten Panele ist es, genügend Sonnenenergie einzufangen, um damit mobile Geräte zu laden.

Saft für Handy, Tablets und mehr

In die Jacken sind zwei USB-Anschlüsse eingenäht, mit denen man parallel Smartphones, Tablets oder beispielsweise eBook-Reader beim Tragen laden kann. Laut Pvilion erzeugen die Solarpanele bei vollem Sonnenlicht so viel Strom, dass man damit typische 1500mAh-Geräte bis zu vier Mal laden könne.

Von den Jacken gibt es zwei Modelle: einen Parka für die Frau, einen Mantel für den Mann. Das Interessante dabei: Während in den USA, wo Kleidung in der Regal günstiger als in Deutschland angeboten werden, die innovativen Hilfiger-Stücke 599 US-Dollar (umgerechnet 484 Euro) kosten, findet man die Modelle im deutschen Online-Shop ab 349 Euro. Dafür geht laut „CNN Money“ in den USA die Hälfte der Erlöse an den „Fresh Air Fund“, wovon im deutschen Store nichts zu lesen ist.

Praktisch? Hässlich?

Auch wenn die Idee der solarbetriebenen Jacken, mit denen man unterwegs sein Smartphone laden kann, einen guten Ansatz hat, so krankt es etwas an der Umsetzung. Da wäre zum einen die Frage nach der Alltagstauglichkeit: Wie gut werden die Devices wirklich geladen? Denn gerade in den Herbst- und Wintermonaten, in denen man derlei Kleidungsstücke trägt, ist kaum Sonnenlicht zu sehen.

Außerdem sind die Jacken laut Angaben des Herstellers weder waschbar, noch für den Trockner geeignet. Von einer chemischen Reinigung sowie einem Bleichen ist eh abzusehen. Das ist aufgrund der elektrischen Bauteile verständlich. Somit dürfte sich die Wäsche, gerade bei tiefen Flecken, als umständlich erweisen.

Zuletzt muss ich sagen: Nach meinem Empfinden sind die Stücke ziemlich hässlich ausgefallen. Das fängt beim Karo-Muster an und endet bei den großen, deutlich sichtbaren Solarpanelen. Aber über Geschmack lässt sich ja vortrefflich streiten…

Die „Solar Panel“-Jacken können im Onlineshop von Tommy Hilger für 349 Euro (Männer-Modell) oder 379 Euro (Frauen-Parka) bestellt werden.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer