Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

29.09.08

Test Trekstore USB-Harddisk: Platte für zwei Notebooks

Viele neue externe Festplatten brauchen keinen Stromanschluss mehr: sie beziehen ihren Saft direkt via USB-Port. Einige Ausnahmen allerdings verlangen dazu zwei USB-Ports - und das gibt Probleme.

Festplatten werden immer irgendwann zu klein. Im Desktop baut man dann einfach nach zwei Jahren noch eine zweite Platte ein - die größer und billiger ist als die ursprüngliche Festplatte.

Doch im Notebook geht das nicht so gut, da passt nur eine Platte rein. Auswechseln? Aber wie bekommt man dann die alten Daten auf die neue Platte?

 

Die Alternative sind externe USB-Festplatten. Auf der Buskeismus-Fete hatte mein Nachbar im Tagungsraum, Hartmut Pilch vom FFII, eine externe 2,5-Zoll-Trekstore-Festplatte im Einsatz. Schick in einer Lederhülle wie ein Notizbuch, nur etwas kompliziert zu bedienen: Mounten per Tastaturbefehl auf Kommandoebene. Dafür konnte die Platte allerdings nichts, das lag am Linux auf dem Rechner von Hartmut.

Hm, sowas wäre doch die Lösung: Auch unterwegs ein Archiv voller Daten, eine 2,5-Zoll-USB-Festplatte, die sich aus dem USB-Port versorgt und so den Strippensalat einer 3,5-Zoll-USB-Platte mit Steckernetzteil vermeidet. Es gab einst derartige Platten mit Akku zum selbst zusammenbauen, oder die Lösung mit dem USB-Adapter, doch inzwischen sind fertige USB-Platten so billig geworden, daß sich das Bestücken von Leergehäusen nicht mehr lohnt.

Als ich eine Woche später in der Metro dieselbe USB-Festplatte mit 200 GB für 74 Euro plus 19% Mehrwertsteuer sah, griff ich daher zu.

Doch das war ein Fehler: Zwar kommt Trekstore ohne Akku im Festplattengehäuse aus. Doch kommt die Platte nicht mit den maximal 500 mA eines USB-Anschlusses zurecht, sie hält die USB-Spezifikation nicht ein, sie ist zu gefräßig!

Wer es mit nur einem USB-Port versucht, riskiert Datenverlust sowie sogar einen Headcrash der Festplatte, so warnt ihr Handbuch. Man muß der Platte zwei USB-Ports spendieren, damit kommt sie dann klar. Eventuell zumindest. Deshalb liegt dem Paket dann auch ein Y-Stecker bei. Und deshalb heißt sie wohl auch Trekstore XU: weil sie einem ein X für ein U resp. zwei USB-Ports für einen weismachen will.

Allerdings hat das einige Nachteile:

  • Hubs liefern oft nur einen USB-Strom, nur einmal 500 mA für alle Ports zuammen, nicht pro Port

  • Notebooks liefern oft auch nur einmal den vollen USB-Strom - sonst müßten Netzteil und Akku stärker ausgelegt werden.

  • Manche Notebooks haben nur einen USB-Port oder zwei an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses.

Einen zweiten Notebook, um beide USB-Stecker anschließen zu können, hatte ich leider nicht parat. Ein Netzteil kann man wiederum an die Trekstore XU nicht anschließen.

Es blieb deshalb beim Auspacken und Fotografieren. Danach ging die Platte zurück zum Händler. Und wer sich eine externe 2,5-Zoll-USB-Festplatte anschafft, sollte auf jeden Fall mit dem ja noch als besonders nützliches Zubehör angepriesenen Y-Stecker achten.

Dass es anders geht, wissen wir von Tests wie dem der kleinen Western Digital Passport.

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer