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30.12.10

Tenq P07: Linux-Tablet mit Netbookmanieren

Das P07 von Tenq könnte das erste Ubuntu-Tablet sein.

Die beliebteste Linux Distribution dürfte Ubuntu sein. Das liegt nicht nur an der einfachen Installation und der riesen Software Auswahl, sondern auch an der sehr aktiven deutschsprachigen Support-Community. Dabei zeigt sich Ubuntu sehr Windows-ähnlich und kann über einfache Hilfsmittel auch Windowsprogramme nutzen - der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass beispielsweise auch Fedora oder Suse einen leichten Umstieg für Windows-User ermöglichen. Die chinesische Firma Tenq (in Chaträumen in der Form "10q" Ersatz für "Thank You") wagt sich als erste an ein Ubuntu 10.10 Tablet und nennt es schmucklos P07. Das Tenq P07 ist noch nicht erhältlich, da einige Bugs ausgemerzt werden müssen, soll aber in absehbarer Zeit fertig gestellt sein. Auf dem 10 Zoll großen Display wird der Nutzer regen Gebrauch der Unity-UI machen, die touch-optimiert wurde, bisher jedoch vorallem im Launcher recht träge reagiert. Das Tablet liegt auf Augenhöhe mit einem Netbook und nutzt einen nicht näher angegeben 1.6Ghz Intel Atom Prozesor mit 2GB RAM, womit sich im Prinzip jedes PC-Betriebssystem installieren ließe.

Die Festplatte wurde gegen eine 32GB große SSD getauscht, Gerüchte sprechen schon von Instant-On und blitzschnellen Bootvorgängen, da Canonical tatsächlich großen Wert auf schnelle Ladezeiten gelegt hat. Weitere Daten sind nicht bekannt, allerdings soll das Gerät ursprünglich für Windows 7 konzipiert worden sein.

In wie weit das Tenq P07 außerhalb Chinas vermarktet wird, kann zu diesem Zeitpunkt keiner sagen, die Standardkomponenten und der Verzicht auf eine Windows-Lizenz könnten allerdings den Billiganbietern entgegen kommen. Bis zum offiziellen Verkaufsstart wird hoffentlich das Interface verbessert, das selbst eingefleischte Ubuntu-Nutzer in zwei Lager spaltet - alternativ wechselt man zu einer ähnlichen, aber flotteren Distribution wie Linux Mint oder zum ressourcenhungrigen Windows7.

Via Electronista.

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