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03.05.12

Telekom Speedport-Router: Vorsicht, Sicherheitslücke!

Drei Telekom Speedport-Router haben eine Sicherheitslücke, die durch die WPS-Funktion verursacht wird - bei einem Gerät muss man sogar die Firmware erneuern, um das Risiko völlig auszuschalten.

WPS - wer schon mal ein Wireless LAN einrichten musste, kennt diese praktische Funktion: Knopfdruck am WLAN-Gerät (oder Mausklick in der Treibersoftware), Knopfdruck am Router, und schon verständigen sich beide auf einen Sicherheitsschlüssel - ohne dass man selbst in der Benutzeroberfläche herumfummeln muss.

Leider enthält diese Funktion bei den Routern Speedport W 504V, Speedport W 723V Typ B und Speedport W 921V der Telekom eine ernsthafte Sicherheitslücke (und ich kenne auch jemand mit einem solchen Gerät, der tatsächlich schon vor längerer Zeit die befürchteten Schwierigkeiten hatte, ohne die Ursache zu kennen). Immerhin haben sie jetzt herausgefunden, was man dagegen tun kann - in einem Fall muss sogar die Firmware ausgetauscht werden:

Bei allen Geräten sollte die WPS-Funktion deaktiviert werden, und man sollte den WLAN-Sicherheitschlüssel unter WPA2 selbst festlegen. Das Speedport W 921V braucht eine neue Software (steht mittlerweile online). Da die Telekom kein kleiner Anbieter ist und die drei Router zur aktuell ausgelieferten Flotte gehören, sollte man auch Bekannte darauf hinweisen.

Bei den Hinweisen werden Experten sagen: "wir haben das schon immer gewusst". WPS ist fragwürdig (wenn auch besser als gar keine Verschlüsselung). Die Benutzung der vom Hersteller vergebenen SSID/Schlüsselkombi ist auch fahrlässig und kann für Besitzer sogar rechtliche Probleme bringen (Quelle: LVZ online, BGH-Urteil vom 12.5. 2010 - Az: I ZR 121/08). Für manchen vielleicht unerwartet ist, dass WPS auch gefährlich sein kann, wenn man es selbst nicht benutzt hat.

Hier ist die Seite mit den Anleitungen für die betroffenen Geräte, und die neue Firmware für das Speedport W 921V ist auch schon verfügbar.

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