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26.12.16Kommentieren

Technik

Die Technik-Trends des Jahres

Jürgen Kroder

2016 neigt sich dem Ende zu. Wir zeigen Ihnen, welche technischen Errungenschaften im Trend lagen und zudem auch zukunftsweisend waren. Auffallend dabei ist, dass es kaum richtig neue Trendsetter gab.


(Bild: Pixabay)

Virtual Reality / Augmented Reality: Mehr als nur eine Spielerei

Oculus Rift, HTC Vive, Playstation VR und Samsung Gear VR: Für Fans von Computer- und Videospielen ist klar, dass der virtuellen Realität die Zukunft gehört. Mittlerweile gibt es immer mehr kleine wie auch große Firmen, die auf den VR-Hype aufspringen. Sie entwickeln Hardware und Software, um die 3D-Welten auf eine neue Erlebnis-Stufe zu bringen.

Genauso angesagt wie Virtual Reality ist Augmented Reality. Hierbei werden reale Bilder um virtuelle erweitert. Das bekannteste Beispiel stellt Pokémon Go dar. Die App gehört zu den beliebtesten Spielen des Jahres. Es sorgte dafür, dass sogar Coach Potatoes plötzlich aktiv wurden, um mit ihrem Smartphone im Freien Pixel-Monster zu fangen.

Auch in der Industrie setzen sich VR- und AR-Anwendung weiter durch. Mit speziellen 3D-Programmen werden Autos konzipiert, chemische Substanzen erprobt und Menschen operiert. Es ist davon auszugehen, dass Virtual- und Augmented-Reality keine neue Modeerscheinung sind, sondern Technik-Trends, die sich weiter etablieren werden. Das wurde auch Zeit: Immerhin erlebte VR schon in den 1990er-Jahren eine erste Hochphase, aber erst jetzt kommt der Ball wirklich ins Rollen.

Kein Ende in Sicht: Smartphones sind immer noch "in"

Seit einigen Jahren boomt der Markt mit Smartphone-Geräten und -Apps. Verschiedene Analysten sagten zwar schon eine Sättigung des Marktes voraus, diese trat aber bis heute nicht ein. Ganz im Gegenteil: Der Absatz mit Smartphones floriert immer noch, eine Ablöse durch andere Technologien ist nicht in Sicht. Erst recht nicht durch Smartwatches, denen man eine goldene Zukunft voraussagte, von der man aber bis heute nicht viel spüren kann. 

Statt sich eine Apple Watch zu kaufen, setzen die Konsumenten lieber weiterhin auf das iPhone (auch wenn das 7er-Modell ziemlich innovationslos daherkommt) und seine Herausforderer. Bis Ende 2016 könnten weltweit bis zu 1,5 Milliarden neue Smartphones verkauft werden, im Jahr 2020 sollen es laut neuen Hochrechnungen bis zu 1,7 Milliarden sein. Somit ist klar: Das Smartphones-Segment wächst weiterhin, ohne die modernen Handys geht es nicht mehr. 

Darauf reagieren einerseits Software-Entwickler und Start-ups mit immer neuen Diensten, anderseits kommen auch Marketing-Verantwortliche nicht mehr umhin, sich intensiver über mobile Vermarktungskonzepte Gedanken zu machen. Zum Beispiel indem sie neue Advertising-Kanäle erschließen (mehr dazu im nächsten Absatz). Auch das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird immer mobil-getriebener: Google startete dieses Jahr einen Mobile Index nur für Suchanfragen über Smartphones und Tablets, welcher nun wichtiger als der Hauptindex ist. 

Snapchat, WhatsApp & Co.: Messenger und Social Networks verschmelzen

Vor ein paar Jahren waren noch Facebook und Twitter das Neueste vom Neuen, mittlerweile tauschen sich immer mehr Menschen über Snapchat aus. Die Mischung aus Chat-App und Social Network kommt weltweit an.

Der Erfolg von Snapchat sorgt dafür, dass die Mitbewerber zunehmend Funktionen übernehmen. WhatsApp, Instagram, Twitter, Facebook Messenger … irgendwie verlieren die unterschiedlichen Tools zur Kommunikation ihre Alleinstellungsmerkmale. Mit allen kann man mehr oder weniger chatten, Fotos bearbeiten und austauschen; Zudem sind Video-Telefonie-Features à la Skype ebenfalls groß im Kommen.

Marketing-Verantwortliche haben das erkannt und versuchen dementsprechend kreativ in den beliebten Messenger-Networks zu werben. Ein Trend, der in den nächsten Jahren anhalten könnte.

Sag‘ mir, was du willst: Sprachassistenten werden zu Alltagshelfern

Mit Siri legte Apple den Grundstein, nun setzen die Konkurrenten zum nächsten großen Schritt an: Sprachassistenten, die uns nicht nur über Smartphones zur Seite stehen. Zu den bekanntesten Produkten gehören Amazon Echo und Google Home. Hierbei handelt es sich Geräte, die auf den ersten Blick wie ein Lautsprecher oder eine Blumenvase aussehen, und nicht wie etwas revolutionär Neues. Doch die Technik dahinter macht den Fortschritt aus.

Bei Google Home, Amazon Echo oder den geplanten Cortana-Produkten von Microsoft handelt es sich um Hardware-Lösungen, in denen intelligente Systeme zur Analyse und Auswertung von Spracheingaben stecken. Der Nutzer spricht mit den Geräten, diese erfüllen dann wie ein Butler die Wünsche, indem sie beispielsweise das Licht dimmen, den Lieblingssong starten, ein Taxi rufen, Blumen bestellen oder die anstehenden Termine vorlesen. Das erinnert ein wenig an Star Trek.

Parallel zur (höchstwahrscheinlichen) Verbreitung der modernen Sprachassistenten in unseren vier Wänden werden auch andere Technologien angepasst. Zum Beispiel verändern sich die SEO-Anforderungen, damit Cortana, Siri & Co. noch schneller und besser die passenden Ergebnisse liefern können.

Digitalisierung: Das Internet der Dinge kommt auf allen Ebenen

Die Hardware-Sprachassistenten sind eine Ausprägungen des IoT – dem Internet of Things. Ein Trend, der ebenfalls 2016 voranschritt. Immer mehr Produkte besitzen Sensoren und kommunizieren untereinander übers Internet. Das Ergebnis: Im Smart Home lassen sich nicht nur Lampen, sondern auch Heizungen, Türschlösser oder Alarmanlagen per App steuern. Und in Fabriken setzt sich das Smart Manufacturing durch.

Damit sind wir bei einem weiteren ganz großen Trend-Thema angelangt, das dieses Jahr erneut die Unternehmen beschäftigte: die Industrie 4.0, auch als Digitalisierung bekannt. Daten sind das neue Öl der Wirtschaft geworden und münden unter anderem in Umsetzungen wie Smart Services, autonom fahrende Autos und Cloud Computing. Es entstehen ganz neue Geschäftsmodelle, die für eine breite Disruption altbekannter Branchen sorgen (könnten).

Das Thema Digitalisierung ist derart umfassend und mächtig, dass es schwer fällt, das in wenige Wort zu fassen. Zumal in vielen Teilen noch nicht klar ist, wohin die Reise geht und wie sich Unternehmen dafür richtig wappnen können. Somit bleibt dieser Technik-Trend wohl einer, der uns sicherlich auch noch 2017, 2018 und 2019 beschäftigt.

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