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05.03.11Leser-Kommentare

Tablet Manie: Welches Tablet darf es denn sein?

Mit dem iPad2 von Apple ist eine neue Runde im Tablet-Kampf da. Bleibt das "Ur-Tablet" der neuen Generation an der Spitze?

iPad2 - Reicht das Update? (Bild: Apple)

Der Vorsprung, den Apple mit dem iPad im letzten Jahr erlangt hat, ist schon enorm. Obwohl schon im Herbst 2009 durchsickerte, dass Apple ein Tablet baut, hat es doch ganz schon lange gedauert, bis die Konkurrenz reagiert hat. Das Problem ist nicht die Hard-, sondern die Software. Windows 7 ist nicht wirklich geeignet, Android war aber bisher auch nicht gerade wirklich passend für ein Tablet. Auch die Eigenkonstruktionen anderer Hersteller haben ihre Zeit benötigt. Doch in diesem Frühjahr kommt dann die neue Generation der Tablets auf den Markt, die dem iPad 2 Konkurrenz machen. Und welches ist besser?

Die Kollegen von droid-life.com haben eine schöne Tabelle zusammengestellt, in dem die wichtigsten Konkurrenten aufgeführt werden. Es fehlt allerdings das "Playbook" von Blackberry.

iPad 2 und die Konkurrenz (Bild: droid life)

Im Grunde ähneln sich die Tablets sehr in der Ausstattung. Allerdings ist das iPad nicht mehr überall der Klassenprimus. Einige iPad-Fans haben enttäuscht angemerkt, dass man sich eine höhere Auflösung des Displays wünschen würde. Auch die VGA-Auflösung des vorderen Kamera und der weiterhin fehlende Kartenslot sind zwei Dinge, die die Konkurrenz besser macht. Immerhin hat das iPad jetzt auch einen HDMI-Ausgang, auch wenn man sich den für knapp 40 Euro erkaufen muss.

Samsung Galaxy Tab - Demnächst mit 10 Zoll (Bild: Samsung)

Apple kann sich diese Kleinigkeiten leisten, weil man den wohl wichtigsten Trumpf in der Hand hält: Die Applikationen. Während ein iPad-Besitzer auf über 65.000 iPad-Apps zugreifen kann, sieht es bei Android noch dünn aus. Das eigentliche Problem ist aber nicht die Menge, sondern, dass Anbieter erst einmal Programme für iOS entwickeln und dann oft erst die Android-Variante nach schieben. Was nützt einem das vielleicht technisch überlegene Gerät, wenn man kaum Applikationen hat, die man damit nutzen kann? Was hilft Android 3.0, wenn man sich neue Apps erst einmal beim Kollegen mit dem iPad anschauen muss?

LG-G-Slate - Der Preis ist hoch (Bild: LG)

Allerdings: Das Problem sollte sich bald lösen lassen. Im Bereich der Smartphones ist das mehr oder weniger schon passiert, bei den Tablets wird es ähnlich sein. Spätestens in einem Jahr sollte Android da aufgeholt haben, die wichtigsten Dinge wird es schon im Sommer auf beiden Systemen geben.

Der von Apple auf der Keynote herausgestellte Preisunterschied dürfte allerdings keinen großen Unterschied machen. Wenn ich gewillt bin, 600 Dollar/Euro für ein Tablet auszugeben, stören 100 Dollar/Euro mehr auch nicht mehr sonderlich. Dazu kommt, dass die meisten sowieso die noch teurere UMTS-Variante wählen.

Welches also kaufen? Das iPad2, das Xoom, das Galaxy Tab oder doch auf das Playbook von Blackberry warten, dass angeblich Android-Apps unterstützt? Oder auch noch auf das HTC Flyer warten, das im Sommer kommen soll?

Motorola Xoom - Eines der spannendsten Tablets (Bild: Motorola)

Das iPad ist sicher Klassenprimus, auch wenn es technisch nicht in allen Belangen mehr die Spitzenposition inne hält. Ich werde aber das Gefühl nicht los, dass Apple dem iPad sehr flott ein weiteres Upgrade verpasst. Denn Displayauflösung, Kamera usw. sind durchaus wichtige Verkaufsargumente.

Wer lieber was neues ausprobieren möchte, dürfte in diesem Jahr dazu viel Gelegenheit habe. Auf dem Papier ist das Motorola Xoom auf jeden Fall interessant, zumal es mit 700 Euro in der UMTS-Variante auch preislich ok ist. Das neue Samsung Galaxy Tab mit 10 Zoll sieht ebenfalls nach einem sehr guten Tablet aus, allerdings dürfte der Preis deutlich über 700 Euro liegen.

Wenn man von Android spricht, sollte man allerdings nicht die üblichen Upgrade Probleme bei neuen Android-Versionen vergessen. Samsungs war bisher in diesem Punkt relativ flott, Motorola, zumindest in Deutschland, eher nicht. Allerdings liefern beide ihre Tablets mit der Google-Benutzeroberfläche aus, und nicht mit einer Eigenkonstruktion, was ein Update leichter machen könnte. Auch ein Root-Kit dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Kommentare

  • Robert

    05.03.11 (10:56:28)

    Eigentlich lächerlich das Apple lediglich auf eine Hype setzt anstatt der Konkurrenz auch technisch etwas entgegen zu setzten. Ob der Verbraucher sich davon nun beeinflussen lässt bleibt abzuwarten, aber schon jetzt verliert der Laptopmarkt durch die Pad's und die Marktdominanz von Apple wird Prozentual mit Sicherheit abnehmen. Einzig beim AppMarkt schein Apple die Nase weit voraus zu haben, auch wen Flash Unterstützung die anderen Geräte sehr attraktiv macht. Bleibt festzuhalten, Touchscreens sind nicht mehr weck zu denken, genauso wie Google sich zum Windows der Zukunft durchsetzen wird.

  • Manuel

    05.03.11 (11:35:59)

    Die Auflösung vom iPad 2 enttäuscht mich. Diese Auflösung habe ich jetzt schon auf dem Galaxy Tab. Schon auf dessen 7" ist sie sicher nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Wobei ich vielleicht nicht der klassische User bin: Ich lese gerne und häufig Zeitungsartikel darauf. Dank guten Augen mag ich möglichst viel Text auf dem Display ohne zu scrollen. Wer lieber Apps ausprobiert oder Spiele spielt wird sich an der Auflösung wahrscheinlich nicht stören. Ich denke Apple sollte langsam vom hohen Ross herunterkommen, denn die Apps sehe ich nicht mehr so als Trumpf gegenüber Android. Was ich gesucht habe, habe ich bis jetzt immer im Android Market gefunden: Fahrplan, Evernote, Wikipedia, Wörterbuch, PDF-Reader, RDP- und Citrix-Clients und vorallem den Dolphin Browser Mini, ein schneller Browser mit Flash.

  • wowow

    05.03.11 (12:40:44)

    "...sollte man allerdings nicht die üblichen Upgrade Probleme bei neuen Android-Versionen vergessen. Samsungs war bisher in diesem Punkt relativ flott..." Bei deren Android-Telefonen stimmt diese Aussage definitiv nicht! Und wenn sie mal nach Monaten ein Update rausbringen müssen sie´s nach kurzer Zeit erstmal wieder zurückziehen, weil es den Usern die Geräte "zerknallt"! Beispiel Galaxy 3 i5800.

  • MadMike

    05.03.11 (22:02:34)

    Das i5800 kenne ich nicht (schon älter?), aber beim aktuellen i9000 kann man sich über die Updates nicht beklagen. Momentan läuft Android 2.2 darauf und 2.3 soll angeblich schon im März kommen. Beim SGS 2 ist es bereits drauf. Das Galaxy Tab 10.1 wird gleich mit Android 3.0 starten. Ich schätze mal, Samsung hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.

  • wowow

    06.03.11 (09:33:31)

    Das Galaxy 3 kam Mitte 2010 mit Android 2.1 und der festen Zusage des Herstellers, dass es auf 2.2 updatefähig sei heraus. Das ist definitiv nicht "relativ flott".

  • MadMike

    06.03.11 (11:48:04)

    Hab mir jetzt mal untenstehenden Blog durchgelesen - und bin froh, mir das i9000 gekauft zu haben, das ausreichend unterstützt wird. Was für ein Chaos! http://crashsource.de/627-samsung-galaxy-3-i5800-was-wird-aus-dem-update-auf-android-2-2/ Man kann nur hoffen, dass die Samsung-Leute nach dem SG3-Fiasko die Erkenntnis gewonnen haben, dass sowas nicht noch mal passieren darf.

  • creeze

    07.03.11 (01:27:27)

    Ich finde die meisten Konkurrenzprodukte des iPads für ein Lifestyle Gerät einfach viel zu unsexy. Das ist etwas, das Apple der Konkurrenz ganz, ganz weit voraus hat. Bisher graben sich die Hersteller nur Gegenseitig das Wasser ab, weshalb ich mich stark wundern würde, wenn Ende 2011 weniger als 80% der verkauften Tablets iPads waren.

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