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07.07.17Leser-Kommentare

Ratgeber

Suchmaschinen: 5 Alternativen zu Google


(Bild: Ecosia) 

Wer im Netz etwas sucht, aber dabei nicht von Google überwacht werden will, sollte eine Alternativen nutzen. Mit folgenden fünf Suchmaschinen können Sie anonymer oder auch ökologischer „googeln“.

Es muss nicht immer Google sein

Wer etwas im Internet sucht, der „googelt“. Die Suchmaschine hat in Deutschland einen Marktanteil von über 90 Prozent und es sieht nicht danach aus, dass sich daran in naher Zukunft etwas ändern wird. Verständlich: Google kennt jeder, die Suchergebnisse führen meist zum Ziel, es gibt tolle Mehrwertangebote (z.B. kann man mit der Google-Suche einfache Rechen-Anfragen durchführen) und die Suchmaschine ist in vielen Browsern und auf Smartphones als Standard voreingestellt. Warum sollte man also wechseln?

Die Antwort ist ganz einfach: Die Google-Suche mag vielleicht umsonst sein, aber sie ist nicht kostenlos. Die Nutzer bezahlen mit ihren Daten. Der Web-Gigant analysiert die Suchanfragen und sammelt verschiedene persönliche Informationen, um Werbeprofile zu erstellen. So weiß Google zunehmend mehr über seine User - das möchte sicherlich nicht jeder. Gerade im Business-Umfeld kann es sehr sinnvoll sein, wenn man seine Suchanfragen nicht einer „Datenkrake“ anvertraut.

Diese Google-Alternativen sollten Sie kennen

Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen zu Google, die ähnlich gut funktionieren, aber teilweise deutlich vertrauensvoller mit den Daten ihrer Nutzer umgehen. Geben Sie deswegen mal folgenden Suchmaschine eine Chance.

DuckDuckGo

Diese seltsam klingende Suchmaschine wird immer beliebter. Die Oberfläche ist ähnlich minimalistisch wie die von Google gehalten, es besteht aber einen großen Unterschied: „Wir speichern Ihre persönlichen Daten nicht. Niemals“ – so lautet das große Versprechen der Betreiber. Das bedeutet: Ihre Suchanfragen werden bei DuckDuckGo nicht nachverfolgt, auch Ihre Vorlieben bleiben anonym. Dementsprechend landen Ihre Daten nicht bei werbetreibenden Unternehmen, die Sie dann auf Ihrem Weg durchs Netz mit passenden Werbeangeboten verfolgen.

Qwant

In jüngster Zeit hört und liest man vermehrt über Qwant, obwohl es die Suchmaschine schon seit ein paar Jahren gibt. Sie wurde 2011 von zwei Franzosen gegründet, seit 2014 ist die Axel-Springer SE an dem Unternehmen beteiligt. Wegen Letzterem wird die die Google-Alternative kritisch beäugt, obwohl auch sie mit strengen Datenschutzbestimmungen wirbt.

Das Auffälligste an Qwant ist das Design: Es ist bunt und auffällig, in der „Alle“-Ansicht kann man sich die Suchergebnisse in mehreren Spalten nach unterschiedlichen Rubriken sortiert (Internet, News, Social) darstellen lassen. So erhalten die Nutzer auf einen Blick mehr für sie relevante Informationen.

Metager

Hinter Metagear steckt kein großes, gewinnorientiertes Unternehmen, sondern ein gemeinnütziger Verein. Die Suchmaschine wurde an der Uni Hannover vor rund 20 Jahren gestartet, seitdem hat sie sich als Geheimtipp etabliert. Wie es der Name andeutet, ist Metagear eine Meta-Suchmaschine. Das heißt, die Suchergebnisse stammen aus bis zu 50 verschiedenen Suchmaschinen, wodurch Ihnen vielfältige Ergebnisse präsentiert werden. Auch Metagear speichert keine IP-Adressen oder andere persönliche Daten von Ihnen.

Startpage / Ixquick

Sind Sie mit den Suchergebnissen der bisher vorgestellten Suchmaschinen nicht ganz zufrieden? Möchten Sie lieber die Treffer haben, die Google bietet, ohne aber dabei Ihre privaten oder geschäftlichen Daten preis zu geben? Dann könnte Ihnen Startpage zusagen.

Startpage (auch als Ixquick bekannt) greift zwar auf die Suchergebnisse von Google zurück, dafür werden aber Ihre Daten (z.B. Ihre IP-Adresse) anonymisiert und auch nicht auf den Servern von Startpage gespeichert.

Ecosia

Hinter Ecosia steckt ein Berliner Start-up, das es sich zum Ziel gesetzt hat, mit seiner Suchmaschine etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Ecosia verfügt keinen eigenen Such-Algorithmus, sondern nutzt die Technologie von Microsoft Bing. Dementsprechend sehen Sie Werbeanzeigen in den Suchergebnissen. Doch: Etwa 50 Prozent der Einnahmen stecken die Berliner in ökologische Projekte, bei denen weltweit neue Bäume gepflanzt werden.

Fazit

Wer etwas im Internet sucht, muss nicht immer zur Nummer 1 greifen. Attraktive Alternativen wie Startpage oder DuckDuckGo punkten mit einem hohen Datenschutz. Allerdings fallen die Suchergebnisse bei den Suchmaschinen unterschiedlich aus, da die Algorithmen anders funktionieren. 

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Kommentare

  • Salcher

    10.07.17 (09:38:06)

    Ich vertraue StartPage.com. Hat die besten ergebnisse und als einzige Suchmaschine ein Privatsphäre Siegel.

  • bauer

    10.07.17 (09:41:54)

    Sorry, aber DuckDuckGo ist aus den USA und wird auf AMAZON Servern gehosted. Da kann kein Datenschutz wirken. ;-)

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