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02.06.15

StoryHome: Dieses Gadget wird zum Cloud-basierten Geschichten-Erzähler

Geschichten, die Eltern und Großeltern erzählten, für die Ewigkeit aufbewahren und jederzeit aus der Cloud abrufen. Das ist die Idee von StoryHome.

Ein kleines Gerät für die ganze Familie. (Foto: StoryHome) Ein kleines Gerät für die ganze Familie. (Foto: StoryHome)

StoryHome ist ein niedlich aussehendes Gerät mit leuchtenden LEDs und einem robusten Gehäuse. Es ermöglicht das Abspielen und Speichern von Storys, die man sonst nur erzählt und vielleicht wieder vergessen hätte. Wie bitte?

 

Einfache Idee

StoryHome stammt von dem Startup-erfahrenen David Lees, der in seinem alltäglichen Leben mit einem Problem konfrontiert war bzw. ist: Teile seiner Familie leben weit entfernt und können zum Beispiel Davids Sohn nur selten sehen. Um dennoch persönlich in Kontakt zu bleiben und gewissermaßen auch die Erfahrung der Verwandten wie Eltern oder Großeltern an die Kinder weitergeben zu können, entstand StoryHome. Letztlich reden wir hier über ein kleines, handliches, leichtes Gerät, das Sprachnachrichten aufnehmen und via WIFI oder LAN ins Internet übertragen kann. Dort werden sie „in der Cloud“ gesichert und können bei Bedarf auf einem anderen StoryHome empfangen werden. Zum Beispiel erzählen Großeltern eine Geschichte für ihren 1000km entfernten Enkelsohn – beide Seiten verfügen über ein solches Gadget. Sind alle Familienmitglieder verbunden, können diese ihre Einträge verwalten, Geschichten austauschen oder über die zusätzlich für iOS und Android erhältlich App schnell auch Nachrichten aufnehmen.

Wenig Technik. (Foto: StoryHome) Wenig Technik. (Foto: StoryHome)

Es geht also um die Erfassung, den Ausstausch und die Speicherung von Nachrichten bzw. Geschichten – so gesehen auch für die Ewigkeit bzw. solange die Server von StoryHome erreichbar sind.

Komfort

Eigenen Aussagen zufolge soll StoryHome simpel einzurichten und für alle zu verwenden sein. Da grundsätzlich auf einen Bildschirm verzichtet wird, sei für Kinder die Gefahr der Ablenkung gering, sodass sie sich direkt auf das Hören konzentrieren können bzw. müssen. Ebenfalls wird automatisch die WLAN-Verbindung getrennt, sobald es von der Ladestation genommen wird. Dadurch entsteht keine unnötige Strahlung, beispielsweise im Kinderbett. Ferner möchte das StoryHome-Team fortlaufend Tipps geben, welche Geschichten man vermitteln und welchen weiteren Nutzen das Gerät haben könnte. Das ist sicher nicht unangebracht, denn mir persönlich würden schon recht schnell die Ideen ausgehen – aber ich bin weder Kind noch (Groß-)Vater.

Der Ansatz, mit der gesamten Familie in Kontakt bleiben zu wollen, gefällt mir. Aber so recht kommt die Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter nicht in die Gänge. 140.000 Euro möchten David Lees und sein Team einnehmen, aktuell ist man von dem Ziel weit entfernt. Ob der Mehrwert für die potentiellen Interessenten nicht stark genug ist, schließlich kann man ja heutzutage auch Whatsapp, Skype oder das gute, alte Telefon verwenden? Oder liegt es am Preis? Wer rechtzeitig Geld vorschießt, zahlt für ein Exemplar immerhin 129 Euro. Und im besten Fall benötigt jeder Teilnehmer solch ein Gerät. Zudem sind im Preis Cloud-Speicher für sechs Stunden Aufnahme inbegriffen. Wer mehr sichern möchte, zahlt allen Anschein nach drauf. Persönlich würde ich mir weitere Nutzen wünschen, beispielsweise interaktive Spiele (Spracheingabe und Antwort via Speaker) oder gar die Nutzung als Hörbuch-Player - das würde dem Gedanken des Storytellings gerecht werden.

Noch sind einige Tage Zeit, bis die Finanzierung beendet ist. Vielleicht klappt es noch? Weitere Details gibt’s bei Kickstarter.

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