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21.09.12Leser-Kommentare

Steelseries Sensei im Test: Nur für Gamer?

Zur Zeit der Heimcomputer war des Computerspielers bevorzugtes Steuergerät der Joystick. Heute "mausen" sie dagegen auch, nur flotter als der normale Büro-Maus-Schubser, weswegen es speziell für Spieler geeignete Mäuse gibt. Wie verhält sich eine solche im Vergleich mit dem normalen Arbeits-Tier?

Steelseries Sensei (Bild: wor)Ich habe eine Abneigung gegen zu viele Computerspiele, seit ich in einer Redaktion war, in der die Kollegen den ganzen Tag nur spielen wollten - und nicht arbeiten. Das blieb mir. Auch der Nachwuchs kann einem Computerspiele mitunter vermiesen, wenn der einzige Morgengruß mal wieder lautet: "Wooo ist mein DeeehÄsss!?!?". Aber manchmal will man dann doch auch selbst mal an den Stick und den roten Knopf...

Äh, nein, den gibt es bei Windows-Computern schon lange nicht mehr. Aber spezielle Mäuse für Gamer. Die Steelseries-Mäuse beispielsweise, und eine solche knüpfte sich neuerdings.com nun vor: Die Sensei.

Natürlich kann man eine Steelseries Sensei auch ganz normal zum Browsen oder in der Textbearbeitung verwenden, doch so richtig zum Leben erwacht sie in Gilden beim Monster-Abschlachten. Dabei wurde sehr auf ein ansprechendes und individualisierbares Design geachtet:

Das ist zwar albern, wenn man nur zuhause an der Kiste daddelt, doch die Beleuchtung der Maus (Mausrad, Logo und ein zusätzlicher Leuchtpunkt) kann in 16,8 Millionen Farbtönen justiert werden, damit man auch in einer dunklen LAN-Party wieder zuverlässig an seinen PC zurückfindet. Außerdem kann der eigene Name oder der der Gilde auf einem LC-Display auf der Mausunterseite programmiert werden. Das dient normalerweise der Mauseinstellung mit Menüs. Eine geschlossene Metalloberfläche statt der üblichen Kunststofftasten rundet das Design ab - nichts für helle Sonnentage, aber die Gemetzel finden bei Gamern ja ohnehin nur hinter vorgezogenen Vorhängen statt.

Jedoch sind an der Sensei nicht nur Mätzchen programmierbar, sondern auch für Gamer essentiellere Funktionen, wie ganze auf Knopfdruck auslösbare Makros, beispielsweise Cheatcodes für die jeweiligen Spiele. Fünf unterschiedliche Profile sind hier hinterlegbar. Ein integierter 32-Bit-ARM-Prozessor soll dabei für Reaktionszeiten im Millisekundenbereich sorgen.

Ein textilüberzogener "Schwanz" statt der üblichen PVC-Strippe für lange Lebensdauer auch bei intensiver Nutzung und geringe Sperrigkeit durch steife Kabel - Schnurlos-Mäuse kommen für Hardcore-Gamer ja aufgrund der etwas höheren Reaktionszeiten und möglicher Funkstörungen nicht in Frage. Das Nylon-Kabel soll laut Herstellerangabe sogar die Beißattacken biologischer Verwandter überstehen. Maximal 11.400 dpi Auflösung sorgen nicht nur für schnelle, sondern auch feinfühlige Reaktionen.

Einige Standard-Mausfunktionen wie Geschwindigkeit/Auflösung, Beschleunigung oder auch Winkelkorrekturen sind auch ohne zusätzliche Software oder die Windows Systemsteuerung mit dem erwähnten LC-Display programmierbar, nur für das "Umfärben" der Maus und die Makroprogrammierung ist ein spezieller Maustreiber aus dem Internet nachzuladen. Dieser bietet dann auch eine statistische Analysemöglichkeit nach einem Spiel - oder einer langen Powerpoint-Sitzung - mit einer Heatmap.

Im "gnadenlosen" Praxistest - dieser Text wurde unter Zuhilfenahme der Steelseries Sensei geschrieben - lag die Maus gut in der Hand, verwirrte allerdings durch Zusatztasten auch auf der rechten Mausinnenseite, mit denen schneller gescrollt werden kann als mit dem Mausrad, die man aber leicht ungewollt auslöst. Wer weniger spielt, als vielmehr grafisch arbeitet, ist allerdings beispielweise mit einer Logitech G9 Lasermaus besser bedient, die zudem mechanisch auf die persönlichen Bedürfnisse tariert werden kann. Für den erwähnten Nachwuchs hat die - zugegeben nicht billige - Sensei dagegen den Vorteil, eine Weile zu halten - wir erinnern uns: Das Kabel mit Nylon-Bezug...

Die Steel Series Sensei kostet ca. 70 Euro.

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Kommentare

  • Steffen H.

    21.09.12 (20:38:01)

    Danke fürs Abschlachten sämtlicher Vorurteile. Fehlt nur noch dass wir dumm, verpickelt und pizzafressend-dick sind. Es ist so schön in Schubladen zu denken...

  • Enrico Windmann

    10.02.13 (22:56:52)

    Ich glaube nicht das hier versucht wurde absichtlich irgend welche vorurteile aus zu greifen, sondern es zeugt eher von Unwissenheit. Diese Maus ist an Spieler von FPS (Ego Shooter) gerichtet, Gilden stammen aus dem MMO genre. :D Das schicke Licht dient nur der Optik, so wie Ladys auf bling bling stehen, stehen kleine Picklige Kinder auf Leuchten. Aber anders gesehen ist es einfach Zeitgemäß, der Kunde gibt um die 70 € dafür aus, da will er auch was geboten bekommen. Nicht jeder Gamer spielt gerne im Dunklen, unterschiedliche Menschen unterschiedliche Gewohnheiten ... Die Makro Funktionen werden nicht für Cheat Codes verwendet, sondern um Vorgänge die mehrfach wiederholt werden, per Tastendruck abrufbar zu machen um sich so Zeit und Arbeit zu sparen. Ja wir spielen wirklich wegen Latenz Zeiten nur mit Kabel gebundenen Mäusen, Latenz Zeiten sind der größte feind des Gamers. :D Die Seiten Tasten sind als Daumen Tasten gedacht, damit rechts und links Händer die Maus damit benutzen können, normalerweise weißt man den Tasten auf der Seite vom kleinen Finger keine Funktion zu. Schön geschrieben, Fachlich aber eher mager.

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