Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

17.10.13Leser-Kommentar

Stack: Der Drucker, der auf dem Papierstapel sitzt

Das größte Bauteil heutiger Drucker ist das Papierfach. Also warum nicht darauf verzichten, dachte sich Mugi Yamamoto, Student an der Kunsthochschule ECAL in Lausanne. Er entwarf Stack, einen kuriosen Drucker, den man einfach auf einen Papierstapel setzt und der sich Blatt für Blatt nach unten arbeitet.

Stack: Drucker ohne Papierfach Stack: Drucker ohne Papierfach. Bild: ECAL / Mugi Yamamoto

Der Stack ist Yamamotos Beitrag zum diesjährigen James Dyson Award, an dem unter anderem auch der Geräuschunterdrücker Sono für Österreich teilnimmt, den wir euch kürzlich hier vorgestellt haben. Stack kommt ohne Papierfach oder -einschub aus. Der kompakte Drucker arbeitet den Papierberg, auf dem er sitzt, Seite für Seite ab. Ähnlich wie bei einem HP-Drucker werden die Blätter unten angesaugt, bedruckt und oben ausgegeben.

Stack war Yamamotos Diplomarbeit an der ECAL in Lausanne. Die Idee kam ihm nach eigenem Angaben als Student. Er wohnte in einem kleinen Zimmer und hatte keinen Platz für einen großen Drucker. Also baute er sich einen kleineren. Er untersuchte mehrere Drucker und versuchte, die jeweils kleinsten Bauteile für seinen Nachbau zu beschaffen. Ergebnis war Stack, ein Tintenstrahldrucker.

Wirklich kleiner?

Kritiker dürften an diesem Projekt einige Haare in der Suppe finden. Einen Papierstapel braucht der Stack ja trotzdem, selbst wenn er kein eigenes Papierfach hat. Zählt man den Stapel mit, ist der Stack auch nicht mehr viel kleiner als moderne Drucker. Unter dortigen Geräten gibt es bereits einige Kompaktdrucker, die auf einem Schreibtisch kaum auffallen. Und nicht zuletzt interessiert uns natürlich auch, ob das so überhaupt funktioniert. Was ist, wenn der Stapel nicht gerade, sondern verschoben ist oder zwei Seiten aneinander kleben? Kann der Stack durch seine Funktionsweise beim Thema Geschwindigkeit überhaupt mit heutigen Druckern mithalten?

Kurios auf jeden Fall ist er, der Stack. Und die Idee hat etwas Meditatives. Man sieht, wie viel Arbeit man erledigt, wenn der Stapel immer kleiner wird. Man wird immer mehr und mehr drucken wollen...

Mehr Informationen auf der Stack-Projektseite. Die Preisverleihung ist am 7. November.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

  • jan

    17.10.13 (18:57:57)

    Ich finde die Idee hammer! Und klein ist der Drucker auf jeden Fall. Mehr als ein Paket (500 Blatt) Papier, legt man doch eh nicht drunter oder? Und dann ist das Ding super aufgeräumt... natürlich ist das Papier äußeren Einflüssen ausgesetzt, aber sonst seh ich keine großen Nachteile.

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer