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12.08.14

Sproutling Baby Monitor: Digitaler Helfer für frischgebackene Eltern

Mehr Schlaf und Entspannung für Eltern – das verspricht die Verbindung aus Wearable und App namens Baby Monitor. Eine durchdachte Erfindung mit vielen sinnvollen Funktionen, quasi ein „Must Have“. Wäre da nicht ein Haken.

Baby Monitor (Bild: Sproutling) Baby Monitor (Bild: Sproutling)

Was kommt dabei heraus, wenn sich ehemalige Mitarbeiter von Google und Apple zusammentun, um ein Start-Up zu gründen? Eine Konkurrenz zu ihren ehemaligen Arbeitgebern? Eine Webseite mit besonderen Features? Nein – eine verheißungsvolles Gadget für Eltern.

Sproutling heißt die Firma. Und ganz passend hört das erste Produkt auf den Namen Baby Monitor. Ganz vereinfacht könnte man das als „smartes Babyphone“ bezeichnen. Doch das wäre zu vage und würde der sehr guten Idee dahinter nicht ganz gerecht werden.

Volle Kontrolle beim Schlafen

Bei Baby Monitor handelt es sich um die Verbindung aus drei Komponenten: Wearable, Ladestation und App. Das Wearable ist ein größenverstellbares, abwaschbares und Allergen-getestetes Gummiband, das an der Ferse des Nachwuchses befestigt wird. An dem Band befindet sich ein Sensor, der einen bunten Strauß an Daten aufnimmt: die Körpertemperatur des Babys, seine Herzfrequenz, die Bewegungen und die Lage.

Diese Daten werden an die Sproutling-App gesendet, ausgewertet und optisch ansprechend angezeigt. So können Eltern jederzeit sehen, ob und wie gut ihr Liebstes schläft, wenn sie nicht in der Nähe sind. Das Besondere daran: Die Entwickler geben an, ihre App könne voraussagen, wie lange das Baby noch schläft. Wenn das wirklich stimmt, wäre das ein revolutionäres Feature! Lohnt es sich, eine DVD einzulegen? Kann noch schnell der Abwasch erledigt werden? Hat man als Paar die Zeit für ein Schäferstündchen ohne Unterbrechung? All diese Fragen wären damit geklärt. So könnte man seine Baby-freie Zeit besser planen und einteilen. Herrlich!

Was sich auch sehr gut anhört, ist die Anzeige, in welcher Position das Kleinkind schläft – also in Rücken- oder Bauchlage zum Beispiel. Zusammen mit den Temperatur- und Herzfrequenz-Informationen müssen sich Eltern weniger Sorgen bei einem Nickerchen machen (Stichwort: „Krippentod“).

Zudem berechnet die App aus den Daten eine weitere Aussage: Sie weiß (angeblich), in welchem Gemütszustand sich das Kleine nach dem Schlaf befindet. Ist es fit und fröhlich? Oder eher verschlafen und quengelig, wenn man das Zimmer betritt?

Eigentlich wären die genannten Dinge schon genügend Pro-Argumente für den Baby Monitor. Doch die Sensoren erfassen noch mehr: Sie messen auch die Zimmertemperatur, die Lautstärke im Raum und die Helligkeit. Lauter Faktoren, die den Schlaf des Babys negativ beeinflussen können. Deswegen gibt die Apps Hinweise, wenn die Störfaktoren zunehmen.

Muss man haben. Ja, aber...

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Baby Monitor extrem durchdacht wirkt. Schon ein oder zwei Features alleine würden das Gadget kaufenswert machen, alle zusammen machen es zu einem „Must Have“ für Eltern. Wer jetzt sofort ins örtliche Fachgeschäft rennen will, um sich die Erfindung von Sproutling zu holen, muss allerdings gebremst werden. Denn noch ist es nicht erschienen.

Erst wenn über die offizielle Webseite mindestens 37.000 Euro Umsatz durch Vorbestellungen erzielt wurden, startet die Produktion. Die Auslieferung soll dann im März 2015 erfolgen. Was das Tausendsassa-Wearable kostet? Derzeit umgerechnet 180 Euro als Vorverkaufs-Angebot, danach rund 225 Euro – zuzüglich Porto und Versand.

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