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25.01.15

Sony Xperia Z3 Der gute Klang

Das Sony Xperia Z3 als leistungsfähiges Smartphone und wohlklingende Soundmaschine - klappt das?

Ja, es kann durchaus die Kombination aus einfachem Smartphone und Ipod ersetzen. neuerdings.com zeigt, wie.

Weihnachtshaus 2014, Sony Xperia Z3

Zunächst einmal ist der relativ simple Android-Musikspieler bei Sony durch die App "Walkman" ersetzt. Diese kann wahlweise nach Tags die Musiktitel sortieren oder die Datenstruktur anzeigen. Leider startet sie gerne in einer Ansicht, die eher zum Kauf neuer Titel verleiten soll, statt die vorhandenen anzuzeigen.

Hat man sie jedoch einmal auf eine richtige Musikplayer-Ansicht umgeschaltet, ist sie gut zu gebrauchen. Hinzu kommen beim Sony-Smartphone Klangoptimierungs-Optionen. Das groß angepriesene "ClearAudio+" ist hier weniger interessant - es macht den Sound nur laut, aber nicht gut. Der Equalizer mit fünf Schiebereglern von 400 Hz bis 16 kHz plus Bassregler schafft jedoch einen guten, angemehmen Sound, der zudem allen Audioprogrammen zugute kommt, nicht nur dem Sony-eigenen. Andere Optionen wie "Surround" sind wieder überflüssig.

Ärgerlich dagegen, dass nur 16 Lautstärkestufen verfügbar sind. Damit ist die Musik leicht einmal entweder zu laut oder zu leise. Dies ist ein generelles Problem von Android-Smartphones: Mehr ist seitens des Betriebssystems einfach nicht vorgesehen, auch wenn die Hardware mehr kann. Spezielle Apps wie "Fine Volume Control" zeigen, dass eine exaktere Einstellung möglich ist, doch solange man sie nicht über ihr Menü steuert, sondern die normale Lautstärke-Wippe verwendet, fällt die Einstellung wieder auf 16 Stufen zurück. Hier sollte Sony eine eigene Lösung vorsehen und könnte sich so von allen anderen Android-Smartphones absetzen.

Update: Auch die speziellen High-End-Musikspieler ZX1 und ZX2 sind von dieser Android-Einschränkung betroffen

Auch etwas für Hörbuch-Freunde?

Podcasts und Hörbücher, die ein Ipod ab Werk anders behandeln kann als normale Musik-Sammlungen, kennt die Sony-Walkman-Software leider nicht. Doch dafür gibt es andere Apps wie die von Audible für die von diesem Anbieter vertriebenen Hörbücher und beispielsweise "Podcast Addicts" für Podcasts. Diese können dann vom Smartphone selbst geladen werden, ohne Umwege über Itunes und Computer.

Will man allerdings viel abspeichern, ist die SD-Karte zum Speichern zu verwenden und nicht der interne Gerätespeicher. Hiergegen wehren sich aktuelle Android-Versionen leider mit Händen und Füßen: Während das Lesen von der SD-Karte kein Problem ist und die "Walkman"-Software dies beherrscht, schaffen es nur wenige Apps, auch auf die SD-Karte zu speichern. "Podcast Addicts" gehört dazu, muss dazu jedoch extra konfiguriert werden, die Audible-Software kann dagegen nur mit dem internen Gerätespeicher umgehen.

Sony versucht dem Telefonbenutzer manche Handgriffe abzunehmen. So wird die Musik automatisch angehalten, wenn man den Kopfhörer absteckt, und wieder gestartet, wenn man ihn neu einstöpselt. Allerdings nur innerhalb der Walkman-Software, ein Hörbuch oder Podcast kann nicht automatisch gestartet werden. Etwas verwirrend, wenn man dann plötzlich Musik statt der Hörspiel-Fortsetzung zu hören bekommt.

Positiv: Auch Apple-Itunes .m4a-AAC-Dateien werden trotz einer Warnung beim Einladen einwandfrei abgespielt. Nur bei den älteren, DRM-behafteten .m4p-Dateien muss das Gerät wie jedes Nicht-Apple-Produkt unweigerlich passen - für diese hat nur Apple Hard- und Software eine Entschlüsselungs-Lizenz...

Welcher Kopfhörer?

Der mitgelieferte Kopfhörer MH750 liefert bereits einen guten Klang - Sony-Kopfhörer waren schon zur Walkman-Zeit bei günstigem Preis recht gut. Interessant ist der allerdings extra zu erwerbende MDR-NC31EM - er hat aktive Geräuschunterdrückung. Die Qualität des Bose QC20 erreicht der Hörer zwar nicht und im Gegensatz zu eigenständigen Modellen wie dem MDR-NC500D funktioniert die Geräuschunterdrückung nur am Z3-Smartphone, weil sie dessen Prozessor nutzt. Dafür kostet der MDR-NC31EM allerdings auch nur knapp 60 € - und im Zug oder Auto leidet er nicht an Übersteuern der tieffrequenten Geräuschunterdrückung bei offenen Fenstern. Außerdem ist es natürlich von Vorteil, keine weiteren Batterien zu benötigen oder noch ein Gerät mehr aufladen zu müssen.

Das Fazit

Kleinigkeiten kann Sony beim in einem Jahr zu erwartenden Nachfolgemodell Z4 noch verbessern, doch prinzipiell kann so nun ohne bewegte Teile komfortabel Musik gehört, telefoniert und gemailt werden. Die erhöhte Größe gegenüber einem Ipod erwies sich im Test auch nicht als Hindernis; ebensowenig verbog sich irgendetwas bei der Benutzung des Geräts in der Hosentasche. Wer also Musik mit dem Smartphone und nicht mit einem dedizierten Player hören will, ist mit dem Sony Xperia Z3 besser bedient als mit anderen aktuellen High-End-Smartphones, die in ähnlichen Preisregionen liegen.

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