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11.09.12 11:57

, von Jens Lehmann

Sony Vaio Duo 11: Windows-8-Hybrid will Tablet und Ultrabook zugleich sein

Sonys Vaio Duo 11 ist ein Ultrabook im Hybridstil: Es ist Laptop und Tablet in einem. Sony hat das Gerät mit ordentlicher Leistung ausgestattet. Es ist ein qualitativ gut verarbeitetes Gerät, das aber nicht günstig ist.

Sony Vaio Duo 11Das Sony Vaio 11 Duo unterscheidet sich bereits optisch von einem klassischen Tablet. Mit 18 Millimetern ist es für ein Tablet sehr dick, da sich unter dem Display die Tastatur befindet. Sie wird durch einen Schiebemechanismus hervorgeholt, in der auch gleichzeitig das Display aufgerichtet wird. Ebenfalls für ein Tablet sehr ungewöhnlich ist das hohe Gewicht: 1,3 kg ist das Duo 11 schwer. Für ein Ultrabook hingegen ist das relativ leicht und vollkommen akzeptabel. Das hohe Gewicht fällt dann auf, wenn das Duo 11 als Tablet verwendet werden soll: Lange kann das Gerät nicht in einer Hand gehalten werden. Eher ein nettes Gimmick sind die beleuchteten Tasten.

Als Betriebssystem läuft auf dem Duo 11 Windows 8 bzw. Windows 8 Pro (je nach Ausstattung). Das 11,6 Zoll große Display hat eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Verbaut wurde ein Intel Core i5-3317 U Prozessor mit 1,7 GHz bzw. 2,6 GHz mit 4 bis 8 GB RAM je nach Ausstattung.

Weitere technische Daten

  • Abmessungen: 199 mm x 320 mm x 17,85 mm
  • Gewicht 1,3 kg
  • 128 oder 256 GB interner Speicher (SSD)
  • Intel HD Graphics 4000 Grafikkarte
  • Lithium-Ionen Akku
  • WLAN
  • Bluetooth
  • Ethernet-Anschluss
  • 2 x USB 3.0
  • VGA-Anschluss
  • HDMI
  • SD-Kartenslot
  • Full-HD-Kamera
  • NFC
  • GPS

Der Schiebemachnismus, um die Tastatur zum Vorschein zu bringen und gleichzeitig das Display aufzustellen, hat bei den ausgestellten Geräten auf der IFA recht gut funktioniert. Wenn allerdings auf einer Seite des Displays zu viel Druck ausgeübt wird, tut sich der Mechanismus etwas schwer und lässt sich nicht mehr so einfach bewegen. In halb geöffneter Position ließ sich das Display auch an beiden Seiten nach vorne und hinten bewegen. Besonders vertrauenerweckend wirkte das nicht. Das Standpersonal betonte, dass es sich bei den gezeigten Geräten noch um Prototypen handle und entsprechend kann man ein abschließendes Urteil erst bei den Seriengeräten treffen.

Bei der unter dem Display liegenden Tastatur ist kein Platz für ein Touchpad gewesen, wie es von Laptops oder Ultrabooks bekannt ist. Sony hat einen Trackpoint zwischen die Tasten gesetzt, mit dem sich die Maus steuern lässt. Dieser befindet sich zwischen den Tasten b, g und h und lässt sich ähnlich eines Joysticks bedienen. Anfangs ist die Bedienung sehr gewöhnungsbedürftig und erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit, um mit dem Trackpoint umgehen zu können.

Was bei den auf der IFA ausgestellten Geräten bestens funktionierte, war die Handschriftenfunktion. Mit dem dazu gehörigen Stylus ließ sich auf dem Display bequem schreiben. Die Hand kann dabei auf dem Display abgelegt werden, was das Schreiben auch von längeren Texten erleichtert. In Verbindung mit Microsoft Office One Note lassen sich mit dem Stylus sehr schnell handschriftliche Notizen aufzeichnen.

Vorläufiges Fazit

Interessant ist das Sony Vaio Duo 11 deshalb, weil es ordentliche und leistungsstarke Hardware bekommen hat und dazu auch eine allgemein gute Verarbeitung vorweisen kann.  Mit der verbauten SSD (128 oder 256 GB) und den bis zu 8 GB RAM sind auch aufwendigere Programme gut nutzbar. Dank SSD startet das Duo 11 auch blitzschnell. Auf den ausgestellten Geräten lief Windows 8 und die installierten Programme funktionierten sehr flüssig und ohne Ruckler.

Ebenfalls positiv ist aufgefallen, wie gut der Stylus zum Erstellen von handschriftlichen Notizen beispielsweise in One Note funktioniert hatte. Das Gewicht ist hingegen wie bereits erwähnt je nach Einsatzgebiet zu bewerten. Als reinen Tabletersatz ist das Duo 11 mit 1,3 Kilogramm zu schwer, als Notebook hingegen angenehm leicht. Skeptisch machte hingegen der Schiebemechanismus des Geräts.

Für die breite Masse wird das Vaio Duo 11 mit einem Einstiegspreis von mindestens 1.100 Euro zu teuer sein. Da helfen auch die allgemein gute Verarbeitung und die satte Hardware nicht. Im Bereich der Windows-8-Tablets sind andere Modelle deutlich interessanter.

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