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10.02.12Kommentieren

Sony Cybershot DSC-W630 im Kurztest: Günstiges Einstiegsmodell mit Schwächen

Sony präsentiert mit der Cybershot DSC-W630 ein günstiges Einstiegsmodell, das im Kurztest nur begrenzt zu überzeugen vermag.

Sony Cybershot DSC-W630 (Bild: pd Sony)Anfang Januar kündigte Sony neue Kompaktkameras der W-Serie an, darunter das Modell Cybershot DSC-W630, nach eigener Aussage für den gehobenen Anspruch gedacht. Der Winzling ist mit einem fünffach-Zoomobjektiv von Zeiss und einem optischen Bildstabilisator ausgestattet und hat einen CCD-Sensor, der 16 MP auflöst.

Wir zitieren ausnahmsweise etwas ausführlicher aus der Pressemitteilung: «Einfach nur gute Fotos machen. Das wollen alle, die gern und viel fotografieren. Praktisch, wenn einem die Kamera hier die gesamte Arbeit abnimmt. Die neuen Cyber-shot Kameras der W-Serie sind so konzipiert, dass selbst diejenigen, die zum ersten Mal eine Digitalkamera in den Händen halten und schnell makellose Fotos aufnehmen möchten, sie leicht bedienen können.»
 Hält die Kamera wirklich, was die Mitteilung verspricht?

 

Viel Software…

Es gibt erwartungsgemäss eine Reihe von Motivprogrammen, eine «intelligente Automatik», die aus den Motivprogrammen das als passend erkannte auswählt, sowie einige künstlerische Filter (zum Beispiel «Spielzeug-Kamera», «Soft High Key»). Das klingt alles komfortabel, die Medaille hat aber wie so oft bei Kompaktkameras auch eine Kehrseite: Es gibt nur wenig Möglichkeiten zur freien Entfaltung, denn die Benutzer sind den Beschränkungen der Motivprogramme unterworfen. Und in diesem Fall nicht nur das: Scharfe und unverrauschte Bilder scheinen Glückssache zu sein.

Wir hatten nämlich kurz Gelegenheit, die kleine W630 in die Hand zu nehmen. Im ersten Selbstversuch haben wir ein paar Fotos für eBay gemacht, die Qualität kann nicht überzeugen. Auf den Versuchsbildern sind die Ränder im Weitwinkel verzerrt, Detailstrukturen gehen im fröhlich-bunten Rauschen unter, von «makellosen Fotos» kann keine Rede sein.

… im kleinen Gehäuse

Ausserdem fällt das kleine Gehäuse eher unangenehm auf. Die Taste zum Ein- und Ausschalten ist sehr klein und reagiert nicht immer auf den ersten Versuch. Über das Display kann man wirklich nicht meckern, denn in so einer kleinen Kamera hat eben kein 15-Zoll-Megabildschirm Platz - die 2,7 Zoll sind da schon in Ordnung. Auch die 230'000 Bildpunkte des LCDs sind ausreichend. Immerhin reicht die Auflösung bereits aus, um das teilweise deutliche Rauschen noch bei der Bildwiedergabe auf dem Bildschirm der Kamera sichtbar zu machen.

Fazit

Nach dem ersten, spontanen Eindruck lässt sich die Kamera kaum empfehlen. Aber wer Sonys Ergonomie mag und ohne hohe fotografische Ansprüche eine wirklich kleine Kamera sucht, sollte sich unbedingt selbst ein Bild machen. Im Handel ist sie jedenfalls ab Februar 2012 in den Farben Silber, Silber, Silber, Silber und Silber erhältlich. Die UVP liegt bei EUR 149, die Kamera kostet bei Amazon je nach Farbe ein paar Cents mehr oder weniger.

Wer bereit ist, für eine Einsteigerkamera bis zu EUR 150 hinzublättern, bekommt bei den Mitbewerbern mehr für sein Geld. Panasonic, Nikon und auch Samsung bieten kompakte Einsteigerkameras um die hundert Euro an, die vielleicht weniger schick und klein sind, aber bessere Fotoqualität abliefern. Vergleichen lohnt sich!

Wer die Kennzahlen der Kamera studieren möchte, findet diese hier.

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