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16.04.12Kommentieren

Somikon DV-853.IR im Test (1/3): Infrarot-tauglicher Low-Cost-Camcorder

Camcorder? Nachtsichtgerät? Überwachungskamera? Der Somikon DV-853.IR scheint für technisch interessierte Filmer recht interessant zu sein, weil er auch infrarottauglich ist. Doch ist zu seinem günstigen Preis etwas Brauchbares zu erwarten?

Somikon Camcorder DV-853.IR (Bild: wor)Unbekannte Marken wie Somikon bieten oftmals China-Ware zum Sonderpreis. Gewisse Einschränkungen bei der Qualität sind hier zu befürchten, allerdings gibt es ebenso gewisse Einschränkungen beim Preis: Für knapp 130 Euro dürfte sich kein Marken-Camcorder mit HD-Aufnahme auftreiben lassen, der noch dazu einige interessante Spezialfunktionen hat. Als technisch neugieriger Mensch musste ich mir daher den Somikon DV-853.IR vorknöpfen. Das Gerät hat durchaus seine Schwachstellen, ist aber tatsächlich sehr interessant.

Genau hinschauen bei den technischen Daten

Bei den technischen Daten muss man genauer hinsehen, denn der Hersteller "mogelt" an bestimmten Stellen: Als Fotokamera soll der DV-853.IR satte 16 Megapixel Auflösung bieten - doch diese sind interpoliert. Die Datei wird also nur künstlich "aufgeblasen" - tatsächlich werden nur 5 Megapixel geboten. Für ein Gerät, das als Videokamera konzipiert ist und Fotos nur zusätzlich anbietet, ist das aber akzeptabel.

Als Videokamera ist die Auflösung dagegen ausreichend bis zu Full-HD-Aufnahmen. Bei diesen ist allerdings nicht mehr der volle Zoom-Faktor von 4:1 verfügbar, da das Zoom rein digital arbeitet, als "Ausschnittsvergrößerung". Das Objektiv selbst kann nicht zoomen und bietet auch nur zwei "Entfernungseinstellungen": "Makro" ab 20 cm und "normal" ab 1,2 m Entfernung. Hierher rührt der günstige Preis: Statt einer aufwändigen Zoomoptik ist nur ein festbrennweitiges Fixfokusobjektiv (mit Makrostellung) verbaut, das auch nur eine eher mäßige Maximalblende von 1:3,2 vorweisen kann.

Handliches Leichtgewicht

Diese Einschränkungen führen aber zugleich zur geringen Baugröße und dem geringen Gewicht von 238 g, das so manches Smartphone locker unterbietet. Die Batterien sind dabei allerdings nicht mitgerechnet. Trotzdem: Der Camcorder liegt angenehm in der Hand und man kann ihn bei Bedarf auch auf einem Stativ verwenden. Dann ist lediglich störend, dass wegen der geringen Größe der Akku und einer der Speicherkarten-Slots nicht erreichbar sind, wenn die Stativschnellmontageplatte angeschraubt ist.

Tatsächlich ist für die gebotene Bildqualität Full HD übertrieben, die "einfache" HD-Auflösung von 1.280 x 720 ist eher angemessen. Zudem ist im Nahbereich mit Unschärfen zu rechnen, insbesondere im Infrarot-Betrieb: Die Lücke zwischen Makro- und Normalbetrieb ist nicht abgedeckt.

Kann der Camcorder Somikon DV-853.IR wirklich im Dunkeln filmen? Das zeigt Teil 2 unseres Tests.

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