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26.04.12

Solidoodle: 3D-Drucker-Preisbrecher für unter 400 Euro

Der ehemalige MakerBot-Manager Samuel Cervantes macht seiner alten Firma gehörig Konkurrenz: Solidoodle heißt der 3D-Drucker, den er jetzt auf den Markt bringt. Vor allem der Preis von 499 US-Dollar (rund 380 Euro) dürfte die alten Kollegen ordentlich schlucken lassen.

Seitdem ich das erste Mal von 3D-Druckern gehört habe, war ich von der Idee fasziniert: Man speist ein digitales 3D-Modell ein und der Drucker formt daraus das reale Objekt. Natürlich hat die Technik ihre Grenzen, was beispielsweise die Größe des Objekts angeht. Aber die Möglichkeiten sind trotzdem vielfältig. Und wer hätte nicht Lust, damit herumzuspielen?

Der 3D-Drucker Solidoodle will in seiner zweiten Generation nun mit einem besonders stabilen Aufbau und zugleich einem günstigen Preis überzeugen. Was anfangs viele tausend Euro gekostet hat, ist nun für unter 400 Euro zu haben. Im folgenden Video sieht man den Solidoodle in Aktion.

Anschließen und loslegen

Der Solidoodle kann Objekte von maximal 6 x 6 x 6 Zoll herstellen. 6 Zoll entsprechen etwa 15,4 cm. Der Drucker wird komplett betriebsfertig ausgeliefert. Man brauche lediglich einen Computer und Strom, heißt es auf der Website. Dann könne es losgehen. Unterstützt werden auf Seiten des Computers sowohl Windows als auch OS X und Linux.

Glaubt man dem Solidoodle-Marketing, wurde das Gerät von Ingenieuren aus der Luft- und Raumfahrt konstruiert und ist dementsprechend stabil. Man könne sich problemlos auf das Gerät stellen, heißt es. Wozu das gut sein könnte, wird allerdings nicht näher spezifiziert. Man sollte übrigens nicht schwerer als 90 kg sein – das nur einmal als Vorwarnung.

Wer jetzt bestellt, bekommt seinen 3D-Drucker in sechs bis acht Wochen. Das ist also nichts für Ungeduldige. Auf der Website ist nichts darüber zu entdecken, inwiefern auch außerhalb der USA verschickt wird. Wir haben bei Solidoodle nachgefragt und werden den Post bei einer Antwort dazu entsprechend aktualisieren.

Modelle und Preise

Der Einstiegspreis liegt wie erwähnt bei 499 US-Dollar. Mit diesem Basismodell kann man offenbar aber nicht bis zur genannten Größe von 15,4 cm ausdrucken. Das geht mit dem "Pro"-Modell für 549 US-Dollar. Das bringt außerdem eine Halterung für das fadenartige Ausgangsmaterial mit, ist innen beleuchtet und hat ein stärkeres Netzteil. Wer 599 US-Dollar ausgibt, bekommt dann noch ein abgeschlossenes Gehäuse dazu, die anderen beiden Modelle sind offen. Zum Vergleich: Der MakerBot Replicator ist erst ab 1.749 US-Dollar zu haben, kann allerdings auch wesentlich mehr.

Nicht vergessen sollte man das Baumaterial für die Ausdrucke, das auf Spulen geliefert wird und noch einmal 43 US-Dollar kostet. Wie lange eine solche Spule reicht, wird leider nicht erklärt. Hier kann man also letztlich den eigentlichen Kostenfaktor vermuten — besonders wenn man anfangs sehr eifrig ausdruckt... Aber solchen Kummer sind wir von unseren profanen Papierbedruckern ja bereits gewöhnt.

Weitere Informationen und die technischen Daten des Solidoodle findet ihr auf dieser Seite.

via Geeky Gadgets

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