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03.08.15

Solar Paper: Hauchdünne Fläche lädt Smartphone in weniger als drei Stunden auf

Ladegeräte mit Solar gibt’s mittlerweile einige – auch gute und leistungsstarke. Das US-Startup Yolk möchte allerdings den Grundgedanken perfektioniert haben.

Dünn, dünner, Solar Paper. (Foto: Yolk) Dünn, dünner, Solar Paper. (Foto: Yolk)

Hauchdünn, leicht und auch noch flexibel möchte das Solar Paper sein. Der Akku eines Smartphones soll sich im besten Fall in 2,5 Stunden füllen lassen. Die Versprechen kommen bereits jetzt gut bei potentiellen Geldgebern an.

 

Nicht aus Papier

Bei Solar Paper ist der Name Programm: Zwar besteht das Ladegerät nicht aus Papier, möchte aber fast so dünn sein. 1,5 Millimeter ist dieses tief – erstaunlich. Zusätzlich ist die Solar-Fläche 19 Zentimeter lang und neun Zentimeter breit, oberhalb befindet sich ein kleines Gehäuse mit der Technik sowie dem USB-Anschluss für beliebige Geräte. Ebenfalls ist es nur 120 Gramm leicht.

Besonders interessant ist der Grundgedanke: Das Panel eines Solar Paper bringt bis zu 2,5 Watt. Wem das nicht genügt, beispielsweise für ein Highend-Smartphone wie das iPhone 6 Plus oder das Samsung Galaxy S6, der bringt weitere Flächen mit jeweils 2,5 Watt über magnetische Kontakte an. Drei (insgesamt 7,5 Watt) wären für solche Telefone nötig, vier (10 Watt) für Tablets. Wer weniger Energie braucht, kann sich mit weniger Panels begnügen.

Wie das Solar Paper in Aktion aussieht?

 

Vielseitig

Das Solar Paper sei wasserabweisend, schnell im Rucksack oder gar in der Netbook-Tasche verstaut. Trotzdem schwingt ein wenig Skepsis mit, da der Vorgänger des Gadgets, das Solarade, nicht alle Käufer überzeugen konnte. Man betont allerdings zahlreiche Verbesserungen gegenüber dem ersten Ladegerät, das nicht genügend Leistung für viele Mobiltelefone bot.

Solar Paper mit einem zusätzlichen Panel. (Foto: York) Solar Paper mit einem zusätzlichen Panel. (Foto: York)

So oder so scheint das Solar Paper aktuell schon auf großes Interesse zu stoßen. Bei Kickstarter sammelten die Macher innerhalb kürzester Zeit weit über 600.000 US-Dollar ein, obwohl man „nur“ 50.000 US-Dollar für das Abschließen der Finanzierung einnehmen wollte. Dabei kostet ein Exemplar mit zwei Panels 79 US-Dollar (zirka 71 Euro), wenn man jetzt Geld vorschießt. Später, frühestens ab September 2015, soll der Preis sogar bei 120 US-Dollar liegen.

So nett ich dieses hauchdünne Gerät auch finde, den Preis empfinde ich als etwas zu hoch. Deutlich größere, aber leistungsstärkere Alternativen - beispielsweise Lösungen von Anker - beginnen schon bei 40 Euro. Gefällt euch der Ansatz vom Solar Paper besser, unterstützt das Projekt noch einige Zeit bei Kickstarter.

Auf der offiziellen Webseite findet man aktuell leider keine weiteren Details.

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