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02.05.15Kommentieren

„snu:mee“ im Test: Das App-gesteuerte UFO mit Babyphone, Spieluhr und MP3-Player in einem

Es sieht wie eine fliegende Untertasse aus und kann mehr als ein Überraschungs-Ei: „snu:mee“ soll die All-in-One-Lösung für Eltern sein, die ihr Baby mit Musik beruhigen und beim Schlaf überwachen wollen.

snu:mee (Bild: Torsten Pross Jeibmann Photographic) snu:mee (Bild: Torsten Pross Jeibmann Photographic)

Bei jungen Eltern ist der Geldbeutel schneller leer als sie “Stop!” rufen können. Neben Ausgaben für Nahrung, Windeln, Klamotten & Co. gesellen sich heutzutage auch jede Menge technischer Spielereien. So gehört ein Babyphone mittlerweile zur Standard-Ausrüstung. Manche setzen dazu noch auf eine Spieluhr oder CD-/MP3-Player als musikalische Einschlaf-Hilfe für das Kind.

Warum mehrere Einzelgeräte kaufen, wenn man auch alles in einem haben kann? Diese Frage stellen sich sicherlich viele. Die Antwort darauf hat ein Leipziger Start-Up namens Baby Stars, das kürzlich „snu:mee“ auf den Markt brachte. Das vereint Babyphone, MP3-Player und Spieluhr in einem weißen, UFO-artige Gehäuse.

Es geht schnell los

Der Verpackungsinhalt von „snu:mee“ fällt recht übersichtlich aus. Neben dem eigentlichen Gerät und einem Netzstecker findet man nur einen doppelseitigen „Quickstart Guide“. Ein Handbuch oder Derartiges sucht man vergeblich. Das soll es laut der Kurzanleitung auf der offiziellen Webseite als PDF-Download geben, aber zum jetzigen Zeitpunkt findet man dort nichts.

Das ist fast egal. Denn der „Quickstart Guide“ erklärt in sieben Schritten die Inbetriebnahme. Selbst technisch wenig versierte Menschen werden hier vor keine unlösbaren Herausforderungen gestellt.

Steuerung per App

Wer „snu:mee“ in die Hand nimmt, kann mit den Tasten Songs abspielen und stoppen. Hierbei handelt es sich um MP3s, die im Spieluhr-Stil ertönen. Der Clou des Gerätes ist aber seine Steuerung per App. Die ist derzeit für iOS und Android als Gratis-Download erhältlich.

Über WLAN kommuniziert das eigene Smartphone oder Tablet mit „snu:mee“. In meinem Test konnte eine Distanz von rund 15 Metern über zwei Stockwerke (also durch zwei Betondecken) ohne Probleme bewältigt werden, danach ging der Empfang aber rapide nach unten.

Einschlafen mit „Metallica“

Mit der App kann man einzelne MP3s starten oder eigene Playlists anlegen. Auf dem 4GB großen internen Speicher befinden sich ab Werk eine Handvoll bekannter Kinderlieder, zudem auch Geräusche wie Wellenbrandung, Vogelgezwitscher oder das Getöse eines Staubsaugers.

Im Onlineshop von Baby Stars findet man weitere Stücke, zum Beispiel Songs von „Depeche Mode“ oder „Metallica“ als Spieluhr-Interpretation. Wer möchte, kann auch seine eigenen auf dem Smartphone oder Tablet gespeicherten Lieder auf „snu:mee“ übertragen.

Wem die MP3s von Baby Stars gefallen (die haben den passenden Namen „Baby Stars Rock 2 Sleep“), kann sie auch nur in der App abspielen. So wird dann das Handy zur modernen Spieluhr. Ideal, wenn man unterwegs ist und das „snu:mee“ vergessen habe sollte.

Babyphone mit Gegensprechfunktion

Darüber hinaus eignet sich „snu:mee“ als Babyphone. Entweder hört man über die App mit zirka zwei bis drei Sekunden Verzögerung "live" mit, oder man stellt die Raumüberwachung auf lautlos und erhält eine Mitteilung, wenn Geräusche zu hören sind. Praktischerweise lässt sich die Sensibilität der Raumüberwachung manuell definieren, sodass nicht bei jedem Schnaufer des Kindes der „Alarm“ anspringt.

Die Babyphone-Funktion kann auch als Gegensprechanlage genutzt werden. Der Wermutstropfen daran: Ein gleichzeitiges Abhören und Sprechen ist nicht möglich.

Fazit

Die vielfältige Einsatzmöglichkeit von „snu:mee“ haben mich und meine Frau überzeugt. Nur die App sollte schnellstmöglich überarbeitet werden: Die Oberfläche wurde zu verspielt designt, wodurch die Bedienung leidet. Während manche Buttons doppelt vorhanden sind, muss man andere mit Adleraugen suchen.

Zudem erschließen sich einem manche Funktionen nicht von selbst, weswegen man anfangs (unnötig) viel herumspielt. Hier wäre eine klarere Struktur, mehr Hilfestellungen und ein ausführliches Handbuch sinnvoll.

Abgesehen von diesen kleinen Mängeln werden wir ab nun gerne zu dem multipel einsetzbaren UFO greifen.

„Snu:mee“ kostet „snu:mee“  129 Euro. Dazu gibt es Sleeves in Form von Kuscheltieren für je knapp 20 Euro. Desweiteren können CDs und Downloads mit weiteren Songs für je 14,90 erworben werden.

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