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15.03.15

Smartphones auf dem neuesten Stand - was ein gutes Gerät heute können sollte

Mit der wachsenden Verbreitung von Smartphones und allgegenwärtigem mobilen Internet hat sich unsere Art zu kommunizieren in den letzten Jahren grundlegend verändert. Immer mehr Verbraucher sind in den letzten Jahren vom klassischen Handy auf ein Smartphone umgestiegen.

© helloolly (CC0-Lizenz)/ pixabay.com - http://pixabay.com/de/iphone-smartphone-schreibtisch-518101/ Smartphones - die Gewinner der mobilen Endgeräte - © helloolly (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Laut Branchenverband-BITKOM machten Smartphones im vergangenen Jahr mehr als 90 Prozent des Umsatzes am Handymarkt aus. Klassische Handys geraten immer weiter ins Hintertreffen.

Damit ändert sich auch die Nutzung. Smartphones sind eher mobile Taschen-Computer, mit denen man eben auch noch telefonieren kann. Es reicht, sich in der U-Bahn oder an der Busshaltestelle mal umzusehen: Statt in eine Zeitung oder ein Buch zu schauen, greifen viele Nutzer zum Smartphone – und lesen, spielen, chatten, rufen E-Mails ab.

 

Die Grundfunktionen - mehr als Telefonieren und Internet

Früher war das Handy vor allem zum Telefonieren gedacht. Dabei hat es das klassische Festnetztelefon eher ergänzt als ersetzt – schon allein aufgrund der Gesprächskosten. Man wollte vor allem überall erreichbar sein und vielleicht die eine oder andere SMS schreiben. Heute ist das Smartphone bei vielen Nutzern schon zum Haupttelefon aufgestiegen, manche besitzen gar keinen Festnetzanschluss mehr. Und zur Grundfunktionalität ist ein wichtiger Aspekt hinzugekommen – das mobile Internet, die Verwendung des Smartphones als Rechner.

Was muss ein aktuelles Smartphone also alles können? Zu der Grundausstattung sollte in jedem Fall folgendes gehören:

- eine Bluetooth-Schnittstelle

- eine WLAN-Schnittstelle

- mindestens eine Kamera (besser noch eine Frontkamera für Video-Chats)

- UMTS/HSDPA

- GPS

- Ausreichend Speicher. Mindestens 8 GB (erweiterbar durch microSD)

- ein hochauflösendes Multitouch-Display

Wie wichtig welcher Punkt ist, hängt stark davon ab, was man mit dem Smartphone anfangen will. Möchte man vor allem mobil spielen, braucht man ein Gerät mit ordentlich Speicher und einem leistungsfähigen Prozessor. Plant man eher, beim Pendeln in der U-Bahn zu lesen, sind ein ausdauernder Akku und eine großes, gut ablesbares Display von Vorteil.

Aber nicht nur die Hardware ist entscheidend, sondern auch die Software, besser gesagt, das Betriebssystem.

Während Blackberry nach Jahren des Erfolgs heute ziemlich abgeschlagen ist, haben sich in Europa aktuell die Platzhirsche Android und iOS durchgesetzt, mit über 60 Prozent Anteil für Android und gut 30 Prozent iOS. Windows Phone hat die Fünf-Prozent-Hürde bisher noch nicht nehmen können.

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Jeder sollte für sich entscheiden, welches Betriebssystem man bevorzugt. Gibt es unter Freunden und Verwandten viele Nutzer eines bestimmten Betriebssystems, die sich auskennen und die Hilfestellung bei Problemen und Fragen geben können? Dann ist es eventuell eine gute Idee, sich ebenfalls dafür zu entscheiden. Vielleicht benötigt man auch ein bestimmtes Programm, das es nicht für alle mobilen Systeme gibt? Generell findet man in den Bereichen

- Bildbearbeitung

- Terminverwaltung

- Gaming

- Messaging

- Freizeitgestaltung

- Office-Verwaltung

- Training usw.

in jedem Fall eine Unzahl von Programmen. Hat man sich aber auf eines festgelegt, sollte man darauf achten, dass es auch für das anviesierte Betriebssystem verfügbar ist. Ansonsten – einfach mal Freunde und Bekannte fragen, wie sie mit ihrem Betriebssystem zufrieden sind und eventuell sich mal zeigen lassen, wie es aussieht, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

© Greyerbaby (CC0-Lizenz)/ pixabay.com http://pixabay.com/de/mann-iphone-unter-bild-telefon-535872/ Smartphones mit Fotokamera - längst Standard! - © Greyerbaby (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Benutzerfreundlichkeit - nicht immer selbstverständlich

Hat man sich für ein Betriebssystem entschieden, folgt die Wahl des Smartphones. Erst wenn man es in die Hand nimmt, kann man prüfen, ob alles stimmt:

- Display-Auflösung

- Verarbeitungsgeschwindigkeit

- Gute Erkennbarkeit aus jedem Blickwinkel

- Gut bedienbar, alle Schalter zu erreichen

Die Probleme können ganz unterschiedlicher Natur sein. Gerade Geräte mit sehr großen Displaydiagonalen, die für Filme und zum Lesen und Surfen sehr angenehm sind, machen die Bedienung des Smartphones mit einer Hand schwer. Einhändiges Wählen einer Telefonnummer ist oft gar nicht mehr möglich, es muss die zweite Hand zu Hilfe genommen werden. Bei anderen Geräten ist das Design so angelegt, dass der Daumenballen das Mikrofon verdeckt.

Oder der Mittelfinger liegt auf der Linse der eingebauten Kamera, und vor jedem Foto muss man erst einmal die Linse säubern. Hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit gibt es bei vielen Geräten den einen oder anderen Punkt zur Kritik. Aber was soll man als Hersteller machen, wenn man immer mehr Funktionen in immer flachere Gehäuse zwängen muss? Das führt zwangsläufig zu Kompromissen.

Technische Highlights - was sticht aus der Masse heraus?

Um im umkämpften Smartphone-Markt aufzufallen, müsse sich Hersteller etwas einfallen lassen. Das sind neue Designideen, wie gebogene Bildschirme oder technische Finessen. Das kann zum Beispiel eine besonders gute Kamera sein. Einzelne Geräte sind inzwischen so gut ausgestattet, dass man von einer Kamera mit Telefonfunktion sprechen kann.

Leider sind solche Spezialisten mitunter nicht immer ganz so handlich, beziehungsweise reagieren auf Belastungen (wie Erschütterungen) empfindlich. Andere Hersteller integrieren NFC-Technologien (=Near Field Communication). Durch die Nahfeldkommunikation lassen sich Daten alternativ zur Bluetooth-Verwendung tauschen oder das Smartphone kann mit speziellen Lautsprechern kommunizieren.

Ein Fingerabdruckscanner kann die Bedienung dadurch vereinfachen, dass man nicht jedesmal ein ellenlanges Passwort eingeben muss.

Und wer sich einmal an ein besonders hochauflösendes und augenfreundliches Display gewöhnt hat, wird nicht mehr zu einfacheren Displays zurückkehren wollen.

Der Preis - günstiger mit Verträgen?

All diese Technik kostet Geld. Zwar gehen Geräte, die heute bereits seit 2 – 3 Jahren auf dem Markt sind, mitunter schon für weniger als 200 Euro über den Ladentisch. Aber wer aktuelle Hardware in den Händen halten will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen – und zahlt schnell den doppelten bis dreifachen Preis.

500 Euro bis 600 Euro hat nicht jeder einfach so zur freien Verfügung. Wer nicht so viel für auf einmal für ein Smartphone ausgeben will, kann unter Umständen den Umweg über einen Kombi-Angebot aus Vertrag und Smartphone gehen. Viele Mobilfunkanbieter machen dem Verbraucher so die neueste Smartphone-Technik schmackhaft. Es lohnt sich auch, nicht sofort bei der Neueinführung eines Geräts zu kaufen, sondern stattdessen etwas zu warten. Nach einigen Monaten werden attraktive Smartphones wie das Sony Xperia Z3 auf Preis24.de oft ohne Zuzahlung als Dreingabe zu interessanten Handytarifen angeboten.

Aber: So eine Kombination sollte man nur ausreizen, wenn sowieso ein Vertragswechsel oder eine Verlängerung ansteht. Und man sollte überlegen, ob man den angebotenen Handy-Tarif tatsächlich benötigt, oder ob man lieber etwas mehr für das Smartphone zahlt und dafür eine geringere monatliche Belastung hat. Keinesfalls sollte man einen neuen Vertrag – parallel zum laufenden Altvertrag – abschließen, das kann schnell unübersichtlich und teuer werden.

Als mögliche Alternative bieten vereinzelt Mobilfunkunternehmen den Ratenkauf des Smartphones an. Inwiefern dieser Weg günstiger als der Einzelhandel ist, muss man von Fall zu Fall prüfen. Und schließlich kann man immer noch den guten altmodischen Weg des Sparens gehen.

Wie man sieht, ist der Kauf eines Smartphones deutlich komplizierter geworden als der eines einfachen Handys vor einigen Jahren. Und hat man sich einmal für ein Betriebssystem und ein Smartphone entschieden, gibt es nur selten einen günstigen Weg zurück. Apps, die man für ein Betriebssystem gekauft hat, muss man für ein anderes wieder neu anschaffen.

Wie haltet Ihr es mit dem Smartphone-Kauf? Zahlt Ihr lieber monatlich mehr für einen Vertrag, um Euch ein teures Smartphone leisten zu können oder setzt Ihr auf Barzahlung und einen günstigen Prepaid-Tarif?

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