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31.01.17Kommentieren

Software

Skype for Business: Das bietet der Dienst für Unternehmen

Sven Wernicke


Skype for Business (Bild: Microsoft)

Moderne Kommunikation im Unternehmen erhöht die Effizienz und vernetzt sinnvoll Mitarbeiter. Mit Skype for Business bietet Microsoft eine umfangreiche Lösung an. Wann ist diese sinnvoll, wann genügt auch das kostenlose Skype?

Skype für Business hieß früher Lync

2010 startete Microsoft mit Lync eine eigenständige Kommunikations-Anwendung, die fortlaufend ausgebaut wurde. Auf Servern liefen die Programme für Konferenz- und Telefondienste, auf Arbeitsrechnern die entsprechenden Client-Anwendungen. Durch den Kauf des Anbieters Skype im Jahr 2011, der konsequenten Integration des Instant-Messaging-Angebotes und der zunehmenden Bedeutung an Cloud-Services entstand Skype for Business in seinen Variationen.

Die Grundidee ist gleich geblieben: Firmen sollen IP-basierte Telefonie, Videokonferenzen, Messsaging, Datentransfer und Kontaktverwaltung über ein proprietäres System nutzen - für alle Angestellten, für die dies relevant ist. Gegenüber dem ursprünglichen Lync bietet Microsoft längst individuelle Konzepte an – in erster Linie für mittlere und große Konzerne. Doch auch kleine Unternehmen werden zunehmend angesprochen.

Was kostet Skype for Business?

Skype for Business möchte es Geschäftskunden einfach machen und diesen im besten Fall auch gleich Office 365 zur Verfügung stellen. Abhängig vom realen Bedarf geht es preislich bereits bei 1,70 Euro pro Benutzer und Monat los. Für diese Summe bekommt man die Basis-Features wie Video- und Audioanrufe für Gruppen, gemeinsames Planen von Besprechungen, das Aufzeichnen von Videoanrufen und einen Support durch den Hersteller.

Wer mehr wünscht, zahlt bei Online Plan 2 4,60 Euro pro Monat (im Jahresabonnement), erhält dafür mehr Komfort und zusätzliche Elemente, die im Skype für private User so nicht vorhanden sind. Gerade die ausführliche Anbindung an lokale Kommunikations- und Konferenzsysteme ist für Unternehmen mit bestehenden Strukturen von Relevanz.

Firmen, die zusätzlich Office-Anwendungen für ihre Mitarbeiter benötigen, können in Office 365 Business Essentials dann Skype for Business mit Word, Excel, Outlook und Co. kombinieren. Das läuft alles über die Server von Microsoft. Wer lieber die Kontrolle behalten möchte, greift alternativ zu Skype for Business Server zurück, das dem früheren Lync wohl am nächsten kommt.

Zielgruppen: Für wen ist Skype for Business geeignet?

Interessant ist zweifelsohne, dass die niedrigen Preise bei Skype for Business Online zeigen, welche Zielgruppen Microsoft anvisiert. Längst sind nicht nur die milliardenschweren Industrien ins Visier gerutscht, sondern sehr wohl auch Startups sowie kleine Geschäfte mit einer überschaubaren Anzahl an Mitarbeitern.

Wer komplett flexibel bleiben möchte, kann Benutzer-Lizenzen sogar monatlich kündigen, ansonsten lässt man sich auf Jahres-Abos ein und erhält innerhalb dieser Zeit den gesamten Luxus (abhängig vom gewählten Paket) wie 1TB Cloud-Speicher pro Mitarbeiter, (Online-)Fassungen von Word, Excel und Powerpoint und natürlich das ausschweifende Kommunikationssystem.

Speziell wird es ferner bei PSTN Conferencing, einer Konferenz-Lösung innerhalb von Skype for Business. Bei Cloud-PBX wiederum kann man sogar die klassische Telefonanlage komplett durch Skype for Business ersetzen – frei und global skalierbar.

Brauche ich Skype for Business wirklich?

Spätestens jetzt sollte klar sein: Skype for Business richtet sich nicht zwangsläufig an alle Firmen. Wer ausschließlich Office-Anwendungen für seine Mitarbeiter, nicht aber komplexe Onlinekonferenz-Tools für globale Vernetzung wünscht, kann sich auch für eine Office 365-Offerte entscheiden.

Genauso gibt es genügend Fälle, bei dem das in der Basis-Version kostenfreie Skype (für Privatanwender) vollkommen genügt. Geht es nur um einen schnellen Austausch zwischen Kollegen, Freelancern oder verreisten Mitarbeitern, kann hier schnell und bequem genauso ein „Talk“ initiiert werden – mit den entsprechenden Apps oder der Browser-Fassung von Skype.

Skype for Business ist auf eine mittel- und langfristige Verwendung ausgelegt, bei dem die Kommunikations- und ggf. Textverarbeitungs- Komponenten in die Firmenstrukturen eingebaut werden. Für Teamwork, Produktivität im großen Stil, Datenübertragung und Aufzeichnen von Audio- und Videotelefonaten ist Skype for Business konzipiert. Wer das alles in diesem Ausmaß nicht braucht, muss sich nicht auf ein Monats- oder Jahresabo einlassen. Dann erfüllt das „kleine“ Skype womöglich auch zur vollen Zufriedenheit seinen Dienst.

Fazit

Es sei letztlich aber betont: Skype for Business ist gerade durch seine Cloud-basierten Online-Angebote längst nicht nur für Großkonzerne geeignet. Auch IT-fremde Firmen sollten dann einen Blick auf den Microsoft-Dienst werfen, wenn man Kommunikation, Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und den Austausch von Informationen effizienter und kostengünstig verbessern möchte.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Wer schon mit Skype und Office vertraut ist, dem wird der Um- bzw. eher Aufstieg zu den modernen Möglichkeiten nicht schwer fallen. 

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