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02.06.16

Smartphones

Abhörsicheres Smartphone

Jürgen Kroder

Sirin Labs Solarin

Es sieht schnittig aus, besitzt ein 5,5 Zoll großes Display und läuft mit Android als Betriebssystem. Diese Beschreibung passt auf ziemlich viele aktuelle Handys. Doch kaum eines kostet so viel wie das neue Solarin: Rund 15.000 Euro muss man dafür hinblättern. Der Grund dafür sind keine Diamanten oder andere Veredlungen, sondern die spezielle Sicherheitstechnik unter der schicken Hülle.


Solarin Smartphone (Bild: Sirin Labs)

 

Security-Aspekte wie beim Militär

Das Solarin des bislang unbekannten Herstellers Sirin Labs basiert zwar auf dem mittlerweile nicht mehr aktuellen Betriebssystem Android 5.1 („Lollipop“), doch das ist eher zweitrangig. Das Wichtigste ist, dass das teure Smartphone als abhörsicher gilt. Ein spezieller Chip sorgt für eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung. Diese Technologie kommt auch beim Militär zum Einsatz.

Wer es noch sicherer haben möchte, kann mit dem „Security Switch“ einen „Ultra Safe“-Modus aktivieren. Allerdings schaltet man dadurch andere Dienste ab, nur noch das Telefonieren und die SMS-Funktion sind dann möglich.

Magere Speicherkapazität, hochauflösende Kamera

Neben den Spezial-Chips und der Sicherheitssoftware stecken im Solarin viele Standard-Komponenten. Als Prozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon 810 mit 4 GB Arbeitsspeicher zum Einsatz, zudem verfügt das Smartphone über magere 128 GB Festspeicher, die nicht erweiterbar sind. Der Akku besitzt 4.000 mAh und die Kamera löst mit 23 Megapixel auf.

Das Solarin kann man in ausgewählten Läden oder im Sirin-Labs-Onlineshop kaufen. Dort stehen vier Farben (Schwarz, Silber, Gold und Weiß) zur Auswahl. Je nach Modell kostet das Security-Handy zwischen 13.800 und 17.400 US-Dollar – exklusive Steuern. Am Ende legt man also rund 15.000 Euro auf den virtuellen Ladentisch. Der Versand ist im stolzen Preisen enthalten.

Kleine, aber feine Käuferschicht

Wem das Blackberry Priv noch nicht sicher und edel genug ist, der soll mit dem Solarin angesprochen werden. Die Zielgruppe dürfte zwar recht klein ausfallen, dafür dürfte die bei den Preisen sicherlich nicht mit den Wimpern zucken. Für entsprechende Banker, Geschäftsleute oder Politiker sind rund 15.000 Euro für ein Sicherheitshandy sicherlich nur Peanuts. 

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