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08.01.11

Sharp Galapagos: Wagemutige Tablet-Strategie

Sharp USA hat an der CES 2011 das Galapagos-Tablet für den US-Markt angekündigt. Ein risikobehaftetes Unterfangen - die Geräte sind mehr E-Reader als Tablets.

Der Name ist gut gewählt: Die Galapagos-Inseln sind berühmt für ihre einzigartige Tierwelt, die sich in der totalen Isolation anders entwickeln konnte als die Fauna in andern Teilen der Welt.

Das müsste für Sharps bereits im September für Japan vorgestellte Tablets im zehn- und fünf-Zoll-Format auch gelten, wenn sie auch woanders Erfolg haben wollen. Sie fassen sich gut an, haben aber ein grosses Problem:

Die Geräte sind eigentlich als Ebook-Reader konzipiert und mit einem eigenen System bestückt, das sich namentlich für Periodika und Abonnemente eignen soll. Ein online-Buchladen ist das Kernstück des Systems in Japan..

Künftig sollen die Tablets zu einem gesamten Medien-System im Verbund mit den Sharp-Fernsehern ausgebaut werden; an der CES wurde ein nahtloses Übergeben von laufenden Inhalten wie Videos von einem Gerät auf die Tablets angekündigt.

In den USA - und wohl bald auch in Europa - ist der Markt für dedizierte Lesegeräte weitgehend besetzt - namentlich von Amazons Kindle und dem iPad für Periodika. Die Sharp-Geräte, die eher wie reiche Tablets aussehen, müssten da wohl noch etwas zum Lesestoff und den Videoinhalten zulegen, um in diesem Markt zu überleben - sonst geht es ihnen wie dem Dodo.

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