Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

16.03.13Leser-Kommentare

Das Blogwerk-Team stellt sein Setup vor (1/2): Unsere Hardware – von Apple und Sinclair bis Palm und Nokia

"Mac oder PC", "iPhone oder Android", was ist das einzige wahre System? Böse Frage, auf die es natürlich keine Antwort gibt - aber immer wieder hitzige Diskussionen. Wir haben deswegen bei denen nachgefragt, die es eigentlich wissen müssen: bei uns im Neuerdings- und Blogwerk-Team. Welche Technik nutzen die geekigsten Geeks? Die Antworten sind erstaunlich: Vielseitigkeit ist der Weg, Bewährtes schlägt Modetrends. Die eine Marke gibt es nicht.

Journalisten, die täglich über die neuesten Gadgets schreiben, nutzen privat auch nur das Neueste vom Neuen? Irrtum. Lieb Gewonnenes lässt man so schnell nicht los. Und was sich einmal bewährt hat, darf auch ein paar Jahre länger auf dem Schreibtisch stehen. Im ersten Teil unserer Wochenendserie geben euch Frank Busch, Martin Weigert und Markus Spath, sowie Gabriele Remmers, Wolf-Dieter Roth und Jan Tißler Einblick in die Welt ihrer Setups.

 

Frank Busch: Erst bei Palm, dann bei Apple hängen geblieben

Palm Treo"Ich nutze ein iPhone 4 und zwei iPads – ein altes der ersten Generation und eines der dritten Generation. Ich kam ursprünglich aus dem Palm-Lager und hatte diese kleinen Handhelds schon einige Jahre genutzt, bevor mit dem Palm Treo deren erstes Smartphone verfügbar war. Den Wechsel von PalmOS zu WebOS machte ich später auch noch mit und war von dem neuen OS einigermaßen angetan – leider krankte die Hardware zu sehr, als dass das System auf Dauer sinnvoll zu nutzen gewesen wäre. So kam ich zu iOS – und dabei geblieben bin ich, weil der Wechsel zu einem anderen System mit dauernder Nutzung immer schwieriger wird.

Die vielen Apps, die ich gekauft habe, die Hardware – wie Docks, Cradles, Autohalterung, usw – sorgen dafür, dass man dem System treu bleibt. Mit dem iPhone 5 und dem iPad der vierten Generation sieht das anders aus: ich kann die vorhandene Hardware nicht mehr nutzen, aber dennoch sitze ich auf sehr vielen gekauften Apps – und die möchte ich mir nicht noch einmal kaufen müssen, nur weil ich das OS wechsele."

Frank "HTS" Busch ist bereits seit Ende der 1980er Jahre im Internet unterwegs. Er schreibt für Neuerdings als Experte für Audio und Gadgets aller Art.

--

Martin Weigert: Windows und Apple

Asus Zenbook

"Notebook: Windows 7 Ultrabook. Bin damit aufgewachsen und hab bisher einfach keinen Wechselbedarf gehabt, auch wenn ich schon ein paar Mal mit einem Macbook Air geliebäugelt habe. Allerdings möchte ich nicht komplett vom Apple-Universum abhängig sein.

Smartphone: iPhone 4S. Ist mein drittes iPhone. Zwischenzeitlich hatte ich mal über einen Wechsel zu Android nachgdacht, es dann aber gelassen, weil viele neue Apps von Startups nach wie vor zuerst für iOS kommen. Und bisher gefällt mir auch die Usability von iOS besser.

Tablet: iPad 3, mein zweites iPad, Argumente ähnlich wei beim iPhone. Ich besitze auch ein Nexus 7 Tablet, das nutze ich aber nur selten. Android ist mir nach wie vor zu chaotisch und unstrukturiert. Die Größe ist allerdings gut für unterwegs."

Martin Weigert beobachtet als Redaktionsleiter unseres Schwesterblogs Netzwertig.com neben der Startup-Szene auch Hardware-Trends wie Google Glass.

--

Markus Spath, der Diplomat

"Ich seh das eher pragmatisch/relativistisch: Alles ist im Grunde gut genug, der Rest hängt einfach davon ab, was einem wichtig ist und wie man arbeitet, und das ist sinnlos zu verallgemeinern."

Markus Spath ist "Direktor" des Museum of Modern Beta, bloggt auf Hackr.de und füllt jeden Morgen die Linkspalte "Linkwertig" auf Netzwertig.

--

Gabriele Remmers: Wohlfühlfaktor schlägt Modetrends

Nokia Xpress Music 5800"Meine private Infrastrukur ist bunt gemischt und eher etwas "outdated". So sehr ich ein Technik-Narr bin: Ich will das Neuste kennen, muss es aber nicht unbedingt besitzen. Mein kleiner Fuhrpark ist vor allem auf Funktionalität ausgerichtet - und ich möchte nicht auf ein System festgelegt sein, sondern sowohl in den Anwendungen als auch im Geist beweglich bleiben. Deshalb arbeite ich mit Mac und Windows gleichermaßen - meine Windows-"Sammlung" umfasst XP, Vista (ich weiß, igitt) und 7, ein Device mit Windows 8 fehlt noch, genauso wie Linux, da bin ich gar nicht zuhause. Leider.

 

Fürs schnelle Surfen und Twittern zwischendurch nutze ich einen iPod Touch, den ich eigentlich für geschäftliche Zwecke (Kontaktverwaltung, Kalenderabgleich) und für den besseren Überblick über meine große Musiksammlung angeschafft hatte. In Sachen Telefon bin ich total antiquiert - zumindest werde ich dafür regelmäßig ausgelacht! Ich nutze - privat, wenn ich nicht gerade etwas teste - immer noch Symbian: ein Nokia MusicXpress 5800.

Es kann E-Mail & Internet, und mit der App "Gravity" sind auch Twitter und FB bequem im Zugriff. Mein "Vintage Smartphone" ist ein bisschen wie ein bequemer alter Pulli: nicht mehr schön und schon lange nicht mehr hip, aber ich liebe es heiß und innig und fühl' mich wohl damit."

Gabriele Remmers ist Technikfan, vergleicht sich scherzhaft mit Obernerd Sheldon Cooper aus der Comedyserie "Big Bang Theory" und bloggt für Neuerdings vor allem über Fotografie.

--

Wolf-Dieter Roth: Von Sinclair zu Windows

Sinclair ZX81

"Am PC nutze ich Windows, weil ich mich gut genug auskenne, um damit klarzukommen und es mir auch nicht durch ständiges Rumbasteln versaue. Ich habe mit den Sinclair-Computern begonnen, ZX 80, ZX 81, ZX Spectrum, und ärgerte mich darüber, dass mit jedem neuen Modell die alte Software nicht mehr lief. Als ich dann im Studium Turbo-Pascal lernen sollte, entdeckte ich, wie nützlich ein PC ist mit Tastatur, Disketten (Festplatten waren damals noch unbezahlbar) und Drucker und wie schnell und gut man damit schreiben konnte statt mit der Schreibmaschine.

“Windoofs” hasste ich, es machte die Rechner langsam, instabil und umständlich; erst mit Windows 95 überzeugte es mich dann. Ein US-Mac kam mit meiner Partnerin in den Haushalt, in D waren Macs noch viel zu teuer. Doch auch sie stieg später auf Windows um und nahm dann einen deutschen Windows-7-Rechner mit zurück in die Staaten, während ich bis vor einem Monat für Briefe und Steuererklärung noch einen Rechner mit Windows 98 im Einsatz hatte – ein Rechner, der läuft ist mir halt lieber als einer, den ich erst einrichten muss.

Auf dem Handy hatte ich lange nur SMS, was dauernd den knappen Speicher des Motorola RAZR zum Überlaufen brachte, dann ein 1&1 Pocketweb. Inzwischen ist es ein Modell mit Android und Tastatur, weil ich beim Smartphone nicht mit iTunes und der Texteingabe über “Fummelschirm” (Touchscreen) leben will. Mein E-Book-Reader ist ein Amazon Kindle Paperwhite, weil ich unterwegs einfach nur lesen will. Ein Tablet befindet sich daher nicht im Gerätepark, ob mit “i” oder ohne."

Wolf-Dieter "Mega-Hertz" Roth ist Ingenieur für Nachrichtentechnik und Redakteur, gründete mit Telepolis Geektools das erste Gadgetblog in Deutschland und bloggt seit 2007 für Neuerdings.

--

Thomas Jungbluth: Windows-Nutzer mit iPad 3

Thomas Jungbluths Setup

"Mein Haupt-PC ist zurzeit ein HP Mini, den ich eigentlich gebraucht als Zweit-Netbook kaufte, und der seit letztem Wochenende den Hauptjob eines streikenden Toshiba-Laptops übernahm. Trotz Atomkraft-Antrieb läuft er recht fix, externer Viewsonic-Monitor und Cherry-Ergotastatur funktionieren auch an dem Gerät. Zum Glück speichere ich Daten immer schon extern auf einer Western Digital MyBook, so hatte ich nur etwas Aufwand bei der Übertragung der Outlook-Daten.

Denn ich arbeite mit Microsoft-Software, weil meine Auftraggeber das zum großen Teil benutzen und weil es auch Inhalt vieler meiner Texte ist. Betriebssystem ist in jedem Fall Windows 7, das ist ausgereift und sicher. Windows 8 blüht erst bei Tablet-Benutzung auf. Wenn die Geräte dafür mal leicht UND schnell UND länger als 8 Stunden mobil nutzbar UND für unter 1000 Euro erhältlich sind, steige ich vielleicht darauf um.

Solange benutze ich zum Fingermalen oder Zeitung lesen das Apple iPad 3 - es ist einfach unerreicht in punkto sanft gleitender Geschwindigkeit oder Betriebssicherheit. Das gleiche gilt auch für Handys: zurzeit ein iPhone 5, davor das 4S, davor das 4. Aber grundsätzlich bin ich da nicht von Herstellern abhängig oder mit Systemen verwachsen."

Thomas Jungbluth ist seit 1987 Computerjournalist. Seine Devise: "Gut ist, was funktioniert. Das Leben ist zu kurz, um sich mit Schrott herumzuärgern."

--

Jan Tißler: Von Anfang an Mac-Nutzer, trotzdem jetzt Android

Jan Tißlers Setup

"Da ich noch nie einen Windows-PC besessen habe und stattdessen seit 1993 nur Macs, könnte man mich natürlich schnell für einen Apple-Fanboy halten. Und ich gebe zu: Die Art und Weise, wie die Firma ihre Geräte umsetzt, spricht mich einfach sehr oft an. Aber im Grunde geht es mir darum, die Geräte zu haben, die am besten zu mir und meinen Nutzungsgewohnheiten passen und mir nicht auf den Senkel gehen. Aktuell bin ich vom iPhone 4 zum Nexus 4 gewechselt. Ich will wissen, wie sich Android anfühlt und wie gut es mir gefällt. Und bislang bin ich sehr zufrieden, obwohl ich sagen muss, dass ich weder das iPhone noch Android perfekt finde. Hier auf neuerdings hatte ich über meine Gründe für den Wechsel und meine ersten Eindrücke zum Nexus 4 aufgeschrieben. Mein iPhone 4 habe ich behalten – als Backup-Gerät und weil es mir wie dem Kollegen Martin Weigert geht: Noch immer kommen viele Apps zuerst für iOS.

Beim Tablet führt für mich im Moment kein Weg am iPad vorbei. Ich hätte gern einige Freiheiten, die ich von Android kenne, aber die Verarbeitungsqualität, die Zuverlässigkeit des OS und vor allem die riesige Auswahl an Apps und sonstigem Zubehör ziehen bei mir sehr. Aktuell ist es das iPad mini, über das ich hier geschrieben hatte. Ich würde aber nicht ausschließen, dass ich in zwei Jahren auch hier Apple untreu werde, denn im Tablet-Bereich ist viel Bewegung.

Am wenigsten vorstellen kann ich mir einen Wechsel beim Laptop. Das ist aktuell ein MacBook Pro 15 Zoll, das per Hardwrk-Adapter sowohl SSD als auch Festplatte hat. Großartig. Es ist super schnell und extrem zuverlässig. OS X ist ebenfalls bei weitem nicht perfekt, aber ich arbeite sehr gern damit. Beim Laptop schaue ich auch nicht so sehr auf den Preis, dafür spielt es in meinem Leben einfach eine zu wichtige Rolle."

Jan "Jati" Tißler ist seit 1994 Journalist und seit 1997 im Internet unterwegs. 2012 wechselte er von t3n.de zu Blogwerk und ist seitdem leitender Redakteur von Neuerdings.

--

In Teil 2 unseres Wochenendzweiteilers stellen euch Frank Müller, Jens Lehmann, Thomas Mauch, Ricarda Riechert und ich (Jürgen Vielmeier) eure Setups vor.

Kommentare

  • Murkelo

    16.03.13 (21:44:30)

    ....einfach nur Klasse zu lesen. Danke fuer diesen ''intimen'' Einblick. Habe auch noch dabei festgestellt, dass mein Set-up doch noch nicht in das Deutsche Museum in Muenchen gehort...

  • Sarah

    18.05.13 (21:21:28)

    Vor einem Jahr habe ich das Nokia 5800 selbst gegen ein Android Smartphone eingetauscht. - Fazit: Das alte 5800 kann einige Dinge nach wie vor viel besser, als jedes moderne Smartphone. Blind tippen zum Beispiel. Und besonders die Ansage des Namens bei Anruf oder die Möglichkeit Telefonate durch einfaches Aufsagen des Namens zu starten fehlt mir doch sehr...

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer