Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

17.08.15

Sengled Pulse: Das LED- und Lautsprecher-System im Praxistest

Unauffällig, praktisch und akustisch alles andere als schlecht: Sengled Pulse bringt nicht nur helles LED-Licht in die Wohnung, sondern auch Lautsprecher, die kaum Platz verschwenden. Der Praxistest.

Lautsprecher treffen auf LEDs. (Foto: Sven Wernicke) Lautsprecher treffen auf LEDs. (Foto: Sven Wernicke)

Sengled Pulse ist unter anderem als Zweier-Set erhältlich. Die zwei Glühlampen mit E27-Sockel eignen sich für alle passenden Lampenfassungen, sie bringen aber eine Besonderheit mit: Lautsprecher von JBL. Und wer beide zusammen verwendet, bekommt sogar Stereo-Ton spendiert. Und das funktioniert auch? Ja, erstaunlich gut!

 

Ausgepackt

Als Fan schicker Verpackungen sprach mit die Hülle von Sengled Pulse im 2er-Set sofort an. Weniger erfreulich dagegen ist das Auspacken der zwei LED-Leuchten, denn nur mit Kraftanstrengung oder der Zerstörung der Pappschachtel gelangt ihr an diese. Das macht kein Spaß. Aber zugegeben ist dies nur Erbsenzählerei und nicht weiter tragisch.

Liegen die zwei Lampen vor euch auf dem Tisch, fallen die Ausmaße aus. Die Sengled Pulse sind recht wuchtig und relativ schwer, sie verbergen schließlich noch die 13-Watt-Lautsprecher des Markenherstellers JBL. Das heißt aber auch: Achtet darauf, dass euer Lampenschirm fest sitzt. Nicht, dass ihr bei dem Gewicht das Kabel von der Decke reißt.

Ausgepackt. (Foto: Sven Wernicke) Ausgepackt. (Foto: Sven Wernicke)

Ansonsten ist die Installation kinderleicht: Alte Lampe entfernen, Sengled Pulse eindrehen, fertig. Eine geeignete App für iOS und Android ist erhältlich und steht zum kostenlosen Download bereit. Ohne diese fungieren die LEDs als regulärer Bluetooth-Lautsprecher, das Licht könnt ihr dann aber nicht mittels Smartphone oder Tablet ausschalten oder dimmen. Für Neulinge eignet sich das kleine Handbuch mit allen wichtigen Schritten in Kurzform.

Erster Einsatz und Stereo-Ton

Das von mir getestete Zweierpack besteht aus einer Haupt-Leuchte und einem sogenannten Satellite. Zusammen ergibt sich im Optimalfall tatsächlich ein Stereo-Ton, sofern ihr zum einen die Möglichkeit in der Wohnung besitzt, zum anderen bestimmte Aspekte berücksichtigt. Denn beide LEDs sollten auf gleicher Höhe angebracht werden und sich maximal drei Meter voneinander entfernt befinden. In meinem Fall waren es rund 1 ½ Meter in meinem Wohnzimmer.

Wenn ihr wollt, könnt ihr freilich auch nur die Master-Lampe einsetzen, mit zwei LED-Speakern fühlt sich die Akustik allerdings deutlich – und das ist nicht untertrieben – besser an. Dazu später mehr.

Master und Satellit. (Foto: Sven Wernicke) Master und Satellit. (Foto: Sven Wernicke)

Was mir bei Sengled Pulse gut gefällt: Im Gegensatz zur Playbulb Color von Mipow funktioniert die Erkennung als Bluetooth-Gerät viel problemloser, sowohl unter iOS als auch unter meinem alten Android-Tablet. Dass dabei das Licht (und demnach der Strom) eingeschaltet sein muss, versteht sich auch hier von selbst. Ein Notbetrieb zum Beispiel dank eines integrierten Akkus gibt’s leider nicht. Dadurch, dass Sengled Pulse ein regulärer Bluetooth-Lautsprecher ist, werden keine speziellen Apps benötigt, um Musik oder Podcasts genießen zu können. Nutzt einfach die, die ihr ohnehin verwendet. Spotify, Google Play Music, iTunes – ich hatte keinerlei Schwierigkeiten.

Pieeeeeep!

Was mich an Sengled Pulse echt stört: Die Masterlampe gibt immer ein Piep-Geräusch von sich, sobald ihr die LED einschaltet. Eine Option zum Deaktivieren des Nervtons fand ich nicht. Wozu ist das denn nötig, wenn ich das gesamte System schon in meine Wohnung eingebunden habe? Der Satellit verzichtet übrigens darauf. Immerhin. Apropos: Stellt ihr die Leuchtkraft herunter, nehmt ihr ebenfalls minimale Fiepgeräusche wahr. Unschön.

Nicht unerwähnt sollte die eigentliche LED-Leistung sein. Mit 8 Watt und 600 Lumen (2700 Kelvin, Warmweiß) ist sie angenehm hell. Wem das zu viel ist, der dimmt die Lampen via App. Ich empfinde das Licht als angenehm, auch der Strahlwinkel (105 Grad) ist absolut in Ordnung. Der Energieverbrauch wird mit durchschnittlich 13 Watt bis maximal 30 Watt (höchste LED-Licht-Stufe und Lautsprecher) angegeben. Dass dieser höher als bei normalen LEDs ausfällt, dürfte klar sein.

Der Klang

Was erwartet ihr von Lautsprechern, die sich in einer E27-Lampe befinden? Eine akustische Sensation ist Sengled Pulse nicht, aber: Gerade wenn ihr zwei Boxen verwendet, entsteht ein Klang, der sich hören lassen kann. Mehr als nur Küchenradio-Qualität erhaltet ihr garantiert. Bei maximaler Lautstärke kommt es nicht zu Kratz-Geräuschen, sogar die Bässe sind voll okay. Via App dürft ihr noch verschiedene Equalizer-Einstellungen auswählen, mein Favorit für den Alltag ist „Rock“. Manch andere Optionen klingen arg dumpf oder lassen Höhen vermissen. Praktisch: Master- und Satellitenlampe konfiguriert ihr getrennt für den Stereo-Ton. Die eine kann also die linken, die anderen die rechten Töne wiedergeben. Oder beide übernehmen zusammen Stereo.

Stellt es ein, wie ihr wollt. (Foto: Sven Wernicke) Stellt es ein, wie ihr wollt. (Foto: Sven Wernicke)

Was leider nicht klappen wollte: das Koppeln mit mehreren Geräten. Ist Pulse mit meinem iPhone verbunden, kann ich es nicht mit meinem Tablet oder anderen Devices zusammen bringen. Das heißt: Immer nur ein Smartphone oder Tablet darf Musik, Lautstärke, Licht steuern. Das ist schade. Zumindest war ich bei meinen Versuchen nicht erfolgreich.

Positiv möchte ich noch die eigentliche App erwähnen. Zwar steht auf der Packung „Made for iPhone“, doch auch unter Android klappt die Bedienung sehr schnell und intuitiv. Einsteigerfreundlich, selbsterklärend und übersichtlich – passt. Mitbewerber Mipow kann sich hier eine Scheibe abschneiden.

Fazit: Teures Vergnügen

Ja, mit 180 Euro für zwei LED-Lautsprecher ist Sengled Pulse echt happig. Allerdings bin ich doch sehr positiv überrascht und finde den Preis nach einer ausgiebigen Testphase angemessen. Die Leuchten verbergen leistungsstarke Speaker von einem Markenhersteller, in Anbetracht der Größe erhaltet ihr einen guten Klang für die Küche, kleinere Wohn- oder Arbeitszimmer. Die Idee, zwei Lampen für Stereo-Ton zu nutzen, begrüße ich absolut. Denn so hört sich Musik dann doch eine ganze Ecke besser an. Im Vergleich zwischen einem und zwei Lautsprechern wird der Unterschied deutlich.

Im Alltag kaum zu erkennen. (Foto :Sven Wernicke) Im Alltag kaum zu erkennen. (Foto :Sven Wernicke)

Wie ich es schon bei der Playbulb Color sagte, gilt auch hier: Seht ihr in euren eigenen vier Wänden einen Nutzen, dann trefft ihr mit Sengled Pulse eine prima Wahl. Verarbeitung, Qualität, Leuchtstärke, App-Bedienung – ich kann in diesen Bereichen nicht nörgeln, ganz im Gegenteil. Einzig der Piepton der Master-Lampe stört mich, das hätte ich gerne dauerhaft ausgeschaltet. Abgesehen davon möchte ich euch diese Lösung ans Herz legen, wenn ihr genau so etwas sucht. Ich für meinen Teil werde das Duo weiterhin in meiner Wohnstube verwenden…

Weitere Details erhaltet ihr auf der Webseite des Herstellers.

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer