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22.02.16

Smartphones

Samsung Galaxy S7: Ein Schritt zurück und mehrere vor

Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona präsentieren die Hersteller der Weltöffentlichkeit jedes Jahr ganz offiziell ihre neuesten Gadgets und Smartphones. Samsung stellte das Galaxy S7 und S7 Edge vor. Das Unternehmen beweist mit seinen neuen Flaggschiffen, dass es die Wünsche seiner Nutzer gehört hat und darauf eingeht.


Samsung Galaxy S7 Edge (Bild: Samsung)

Samsung Galaxy S7 wieder mit microSD-Kartenschacht

Die Samsung Galaxy-Familie bekommt Zuwachs. Auf dem MWC stellten die Koreaner ihr neues Spitzenmodell vor, das mit einigen Neuerungen punktet. Und sich auch auf alte Stärken besinnt.

So besaß das letzte Samsung Flaggschiff, das Galaxy S6 , keinen Schacht für eine microSD-Karte, so dass sich der Speicher nicht einfach erweitern ließ. Nach massiver Kritik macht Samsung diesen Schritt mit dem neuen Galaxy S7 rückgängig und hat wieder einen microSD-Kartenschacht eingebaut.

In einigen Ländern hat dieser Schacht sogar eine Doppelfunktion: Man kann sich entscheiden, ob man eine microSD-Karte oder eine zweite SIM-Card verwenden möchte. Diese Dual-Sim-Funktion ist aber leider nicht für Deutschland vorgesehen. Trotzdem ist der microSD-Kartenschacht allein schon ein Fortschritt.

Auch in Sachen Spritzwasserschutz hat man die Wünsche der Käufer berücksichtigt. Das Galaxy S7 ist wie das S5 wieder gegen Staub und Wasser zertifiziert, sogar nach nach IP68. Dabei hat Samsung es geschafft, das Innere auch ohne lästige Abdeckkappen auf dem Kopfhörer- und microUSB-Anschluss zu versiegeln.

Fingerabdruckscanner, Wireless- und Quick-Charging gehören schon zum Standard. Für Gamer gibt es einige Sonderfunktionen wie den Game Launcher - eine Steuerzentrale, die alle Spiele an einem Ort versammelt und neue Downloads automatisch hinzufügt. Vor dem Spielen kann man Alarme stummschalten, um nicht im entscheidenden Moment gestört zu werden. Und Spieleinstellungen lassen sich anpassen, um Energie zu sparen.

Samsung Galaxy S7 mit Wasserkühlung

Bei Minute 6:30 im folgenden Video wird es erwähnt: Damit das Galaxy S7 auch beim Zocken nicht zu heiß wird, hat Samsung sogenannte Heatpipes eingebaut. Das ist ein System wassergefüllter Röhren, über die die Wärme vom Prozessor abgeleitet und auf das ganze Gerät verteilt wird.

Lichtstarke Kamera mit Blende 1,7

Die Pixelanzahl der Kamera ist zwar bei 12 Megapixel geblieben, dafür ist das Objektiv gegenüber dem Vorgänger noch einmal etwas lichtstärker geworden: Die größte Blende beträgt 1,7 statt wie bisher 1,9.

Außerdem sind die Pixel des neuen Sensors größer. Durch diese beiden Verbesserungen soll insgesamt 95 % mehr Licht auf den Sensor fallen als beim Vorgängermodell.

Samsung Galaxy S7 und S7 Edge: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Beide Smartphones sind mit einem SAMOLED-Display ausgestattet. Das des S7 ist 5,1 Zoll groß bei einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln, das S7 Edge kommt durch seinen auf beiden Seiten umlaufenden Bildschirm bei gleicher Auflösung auf 5,5 Zoll. Das Display ist ein sogenanntes Always on-Display, das durch einen Doppel-Tap sofort aktiviert wird und wichtige Informationen anzeigt.

Beide Smartphones besitzen 4 GB Arbeitsspeicher und sind mit einem 64-Bit-Prozessor ausgestattet, einem Exynos 8890 Octa (2,3 GHz Quadcore + 1,6 GHz Quadcore). Der Datenspeicherplatz von 32GB ist über eine microSD-Karte um bis zu 200 GB erweiterbar.

Beide Akkus sind schnelladefähig, der des S7 besitzt eine Leistung von 3.000 mAh, der des S7 Edge hat mit 3.600 mAh noch einmal etwas mehr zu bieten. Aber natürlich braucht das größere Display auch mehr Energie.

Wie bei modernen Smartphones mittlerweile üblich, ist auch das Samsung Galaxy S7 (Edge) mit einem Fingerabdruck-Scanner ausgerüstet. Beide Smartphones sind in den Farben Schwarz, Weiß, Gold und Silber erhältlich. Das Galaxy S7 soll 699 Euro kosten, das Galaxy S7 Edge 799 Euro.

Fazit

Mehrere Schritte vor und einer zurück - das ist unser Ersteindruck. Das heißt: Einerseits fährt Samsung mit neuen Funktionen auf, die verheißungsvoll klingen. Andererseits reagierte man auf die Kritik zum S6 und verbaut wieder einen microSD-Slot zur Speichererweiterung. Sehr klug, Samsung!

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