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12.04.13

Samsung Galaxy Mega: Mega groß und mega mittelmäßig

Samsungs Hardware-Zufallsgenerator hat eine neue Produktlinie ausgespuckt: Galaxy Mega. Diese Smartphone-Tablet-Chimären sind sogar noch größer als das Galaxy Note. Schaut man genauer hin, muss man feststellen: Ihre Hardware ist nicht wirklich mega.

Samsung Galaxy Mega 6.3. Leider gibt es keine offiziellen Fotos mit einem Größenvergleich.

Manchmal hat man den Eindruck, Samsungs Mission sei, jede Marktlücke bei Smartphones und Tablets auszufüllen – unabhängig davon, ob diese Marktlücke überhaupt existiert. Die Galaxy-Produktstrategie erinnert somit eher an eine Jagd im Nebel mit dem Schrotgewehr: Irgendeinen Kunden wird man schon treffen, wenn man nur genug herumballert... Ricarda hatte im Februar einmal die Galaxy-Familie vorgestellt. Den Beitrag könnte man im Grunde jede Woche aktualisieren.

Zugleich muss man zugeben: Interessenten haben eine enorm große Auswahl und selbst ungewöhnliche Wünsche werden erfüllt. Was tut man beispielsweise, wenn man gern ein Smartphone hätte, das aber fast so groß sein soll wie ein kleines Tablet? Die gesamte Produktkategorie hört bekanntlich auf den Namen "Phablet". Jürgen hatte sich Anfang Januar gefragt, ob 2013 wohl das Jahr der Phablets würde. Und von Samsung hört man da eh ein ganz großes "Ja". Und jetzt sogar ein mega-großes "Ja".

Große Displays, kleine Auflösung

Die neue Produktlinie Galaxy Mega hat zunächst zwei Mitglieder. Das eine hat ein 5,8-Zoll-Display, das andere ein 6,3-Zoll-Display. Und wie es sich aktuell bei Smartphones vielfach eingebürgert hat: Das Modell mit dem größeren Display ist auch das mit den (etwas) besseren technischen Daten. So werkelt im Innern des 5,8-Zoll-Mega ein 1,4-GHz-Dual-Core-Chip, im großen Bruder sind es 1,7 GHz. Technische Gründe wird es dafür wohl eher nicht geben.

Von der Rechenpower her rangieren die Mega-Phones damit zugleich unterhalb des Flaggschiffs Samsung Galaxy S4. Sie sind damit wahrscheinlich gut gerüstet, aber "mega" ist das trotzdem nicht. Das gilt interessanterweise auch für die Displays: Obwohl sie erheblich größer sind, haben sie eine geringere Auflösung als beim Galaxy S4. Beim 6,3-Zoll-"Brettphone" sind es 1.280 x 720 Pixel, beim kleineren Modell gar nur 960 x 540 Pixel.

Interessant sind natürlich noch die Maße. Das 6,3-Zoll-Display findet sich in einem 167,6 x 88 x 8,0 mm großen Gehäuse. Alles zusammen wiegt 199 g. Das 5,8 Zoll steckt in 162,6 x 82,4 x 9,0 mm bei 182 g.

Beide haben eine Kamera vorn mit 1,9 Megapixel und eine Kamera hinten mit 8 Megapixel. Der interne Speicher ist beim kleineren Modell mit 8 GB eher geizig bemessen, im größeren sind auch 16 GB möglich. Beide lassen per microSD-Karte erweitern. Alle technischen Daten erfahrt ihr in Samsungs offizieller Pressemitteilung.

Eine Ladung Samsung-Apps gibt's dazu

Samsung hebt bei alldem die hauseigenen Software-Lösungen und Android-Anpassungen hervor. So wird Android 4.2 hier natürlich mit der TouchWiz-Oberfläche versehen. Und die beiden Geräte kommen mit einem Schwung an Samsung-Apps daher. Dazu gehört Content Sharing via "Group Play" oder die Übersetzungshilfe "S Translator". Einige der Apps nutzen dabei das Mehr an Platz aus und lassen sich im Splitscreen-Verfahren parallel betreiben.

Zu den Preise der Geräte gibt es noch keine offiziellen Angaben. Ab Mai 2013 sollen sie in Europa auf den Markt kommen.

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