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09.02.13Leser-Kommentare

Android-Smartphones: Die Samsung Galaxy-Familie auf einen Blick

Samsung ist der erfolgreichste Hersteller von Android-Smartphones und sein Modellangebot ist zugleich fast unüberschaubar groß. Wir geben euch hier einen Überblick zur "Galaxy"-Familie und werfen dabei außerdem einen Blick in die Zukunft. Schließlich wird das neue Topmodell Galaxy S4 von vielen gespannt erwartet.

Einige Modelle der aktuellen Samsung Galaxy-Familie 2012

Im vergangenen Jahr hat Samsung in Deutschland vierzehn Smartphones auf den Markt gebracht. Zwar begegnen einem zwei bis drei Modelle häufiger in der Presse oder der Werbung, aber das Sortiment des Herstellers bewegt sich durch alle Preisbereiche. Klassischerweise unterscheidet man bei Smartphones drei verschiedene Kategorien: Einsteiger, Mittelklasse, High-End.

 

Samsungs Einsteiger-Smartphones 2012 -  kleines Display, schwache Technik, aber günstiger Preis

GT-S6102 Galaxy Y DUOS - Einsteigermodell mit Dual-SIM-FunktionDie Einsteigermodelle haben einen schwachen Prozessor, wenig Speicher und eine Kamera mit geringerer Auflösung. Zwar können sie technisch nicht mit der Oberklasse mithalten, aber sie haben einen anderen offensichtlichen Vorteil: ihren Preis. Einsteigermodelle bewegen sich im unteren Preisrahmen und sind damit nicht nur für Kunden geeignet, die weniger Geld ausgeben wollen, sondern auch für die Art Kunden, die sich erst einmal an einem Smartphone probieren wollen und es für die Grundfunktionen benutzen.

Aktuell hat Samsung sechs dieser Einsteigermodelle im Sortiment. Sie beinhalten einen Single-Core Prozessor zwischen 800 MHz und 1 GHz und haben ebenfalls kleinere Displays als die Oberklasse der Smartphones. Das kleinste Display hat das Samsung Galaxy Pocket. Mit 2,8 Zoll liegt dessen Diagonale bei etwas mehr als der Hälfte des aktuellen Samsung Galaxy Note 2 (5,5 Zoll). Das größte Display der Einsteigerklasse besitzt das Galaxy S Duos. Mit 4 Zoll bewegt es sich im Bereich der Displaygrößen der Mittelklassesmartphones.

Einsteigersmartphones bieten dem Hersteller die Möglichkeit, mit außergewöhnlichen Features zu experimentieren. So haben beispielsweise zwei der Einsteigermodelle, das Samsung Galaxy Y Duos und das Samsung Galaxy S Duos, die Möglichkeit zwei SIM-Karten gleichzeitig zu nutzen. In Asien wird diese bereits bei vielen Modellen eingesetzt, aber bei uns haben sich Dual-SIM-Smartphones noch nicht etablieren können, weil Nutzer bei uns sämtliche Angebote meist aus einer Hand bekommen.

Das Galaxy mini 2 hat als einziges Einsteigermodell einen Chip für die Nearfield Communication verbaut. Damit lassen sich kabellose Datenübertragungen zu anderen Smartphones oder Zubehör realisieren. Bekannt wurde die NFC-Technologie in der Vergangenheit jedoch vor allem für bargeldloses Bezahlen per Smartphone.

Zwei Modelle der Einsteigerreihe erschienen als Special Edition. Mit dem Samsung Galaxy Ace Hugo Boss und dem Samsung Galaxy Y in der Hello Kitty Edition spricht man zwei sehr spezielle Zielgruppen an. Beide Smartphones sind aufgrund der Hardware nicht konkurrenzfähig mit den Topsellern, aber hier wurde das Augenmerk auf Marke und Design gelegt.

Alle Einsteiger-Modelle aus dem Hause Samsung des vergangenen Jahres

Die Einsteiger-Modelle von Samsung aus 2012 im Vergleich (Klicken für eine größere Version)

Mittelklasse-Smartphones 2012 aus dem Hause Samsung - Kompromiss aus Preis und Leistung

Galaxy S2 Crystal Edition - Zielgruppe dieses neuaufgelegten Vorjahresmodells sind FrauenDie Kategorie über den Einsteigermodellen ist die Mittelklasse. Hier befinden sich Smartphones deren Hardware und Preis in einem ausgewogenen Gleichgewicht stehen. Sie sind leistungsfähiger als die Einsteigermodelle und etwas teurer, aber genügen den meisten Ansprüchen eines Smartphone-Nutzers. Mittelklassemodelle sind oft auf dem technischen Stand der High-End-Smartphones des Vorjahres. Preislich sind sie jedoch sehr viel attraktiver, da hier Ersparnisse von 100 bis 300 Euro keine Seltenheit sind. Wem es nicht so wichtig ist, immer das aktuellste Modell zu haben, der kommt mit einem Mittelklasse-Smartphone aus.

Derzeit hat Samsung in seinem Sortiment vier Mittelklassemodelle. Preislich beginnen sie mit dem Samsung Galaxy S3 mini mit 439 Euro und das teuerste Mittelklassemodell ist das Samsung Galaxy S2 in der Crystal Edition mit 599 Euro. Bei dem Samsung Galaxy S2 in der Crystal Edition handelt es sich um das 2011er-Top-Modell, das Samsung wiederaufgelegt hat. Als Zielgruppe hat man hier explizit Frauen im Sinn, da das Modell eine Rückseite aus weißem Leder besitzt und mit 129 Swarovski-Steinen versehen wurde. Auch die anderen beiden Mittelklasse-Modelle haben ihre Anpruch darauf, Teil des Sortiments zu sein. Das Samsung Galaxy Beam hat beispielsweise einen eingebauten Beamer, mit dem sich Bilder und Videos von dem Smartphone auf jede beliebige Fläche projektieren lassen. Das Samsung Galaxy S Advance ist ebenfalls eine Weiterentwicklung und Neuauflage des Samsung Galaxy S. Gerade das S-Modell hat 2011 und 2012 viele Variationen durchlebt. Optional ist dieses Modell ebenfalls mit einem NFC-Chip erhältlich.

Alle Mittelklasse-Smartphones 2012 von Samsung im Überblick

Alle Mittelklasse-Modelle von Samsung im direkten Vergleich (Klicken für eine größere Version)

Samsungs High-End-Modelle und Aushängeschilder 2012

Das Samsung Galaxy S3 in dunkelrot High-End-Smartphones hat Samsung derzeit zwei. Diese kommen beiden allerdings in zwei verschiedenen Variationen heraus. Das Samsung Galaxy S3 und das Samsung Galaxy Note 2 bekommt man in Deutschland sowohl mit LTE- als auch ohne LTE-Unterstützung. Die LTE-Variante ist jeweils 50 Euro teurer. Nearfield Communication besitzen alle vier Variationen, ebenso einen Quad-Core-Prozessor. Sowohl das Samsung Galaxy S3 als auch das Note 2 besitzen von allen Modellen des Sortiments das größte Display. Das Samsung Galaxy S3 kommt auf eine Displaydiagonale von 4,8 Zoll, während das Note sogar 5,5 Zoll vorweisen kann.

Gerade das Samsung Galaxy Note und das Nachfolgemodell Note 2 standen lange in der Kritik, einem Trend hinterherzulaufen, der schon lange vorbei ist: dem Stift als Eingabemedium. Als das Samsung Galaxy Note 2011 auf der IFA in Berlin vorgestellt wurde, erntete Samsung zuerst viele hämische Kommentare der Presse. Es ist allerdings interessant zu beobachten, dass Samsung nicht nur an dem Konzept Note und S-Pen festgehalten hat, sondern hiermit auch noch Erfolg hat. Grund ist vermutlich, dass der Stift als Eingabemedium nicht ständig notwendig ist, sondern den Funktionsumfang des Smartphones erweitert. Das Samsung Galaxy Note 2 ist die logische Weiterentwicklung aus diesem Erfolg. Zusätzlich wurde mit einer aufgebohrten Androidoberfläche und eigenen innovativen Ideen wie dem Multiwindow-Feature, bei dem sich mehrere Apps auf einem Screen öffnen lassen, ein Alleinstellungsmerkmal gefunden.

Das Samsung Galaxy S3 hat hiervon profitiert. Die Neuerungen des Samsung Galaxy Note 2 wurden ebenfalls auf das S3 übertragen, sodass man viele Features nun ebenfalls dort nutzen kann. Mit dem S3 wurden die Verkaufsrekorde der Vorgängermodelle gebrochen. Und das werden sie dieses Jahr natürlich fortsetzen wollen.

Unterschiede der aktuellen Top-Modelle von Samsung

Samsung Galaxy S3 und Samsung Galaxy Note 2 im direkten Vergleich - Zahlen in den Klammern sind die LTE Versionen

 

2013: Samsung Galaxy S4 und dem Note 3 - Die Sache mit dem Okta-Prozessor

Das Samsung Galaxy S4 wird in diesem Jahr erscheinen, so viel ist sicher. Wann und vor allem wie es ausgestattet sein wird, wissen wir nicht sicher, sondern nur aus Gerüchten. Anhand der Hardwarebauteile, die Samsung aber Anfang eines jeden Jahres auf der CES in Las Vegas vorstellt, kann man immer ein wenig ableiten und spekulieren, wie sich das zukünftige Modell gestaltet.

Auf der CES 2013 hat Samsung beispielsweise einen Okta-Prozessor vorgestellt. Das Modell mit der Produktbezeichnung Exynos 5 octa 5410 ist allerdings kein Achtkern-Prozessor im herkömmlichen Sinne. Die acht Kerne können nicht gleichzeitig angesteuert werden, da es sich hier um zwei kombinierte Quad-Core-Prozessoren handelt. Bei dem einen Prozessor handelt es sich um einen starken und leistungsfähigen ARM Cortex A15 Prozessor dessen Kerne mit jeweils bis zu 1,8 GHz getaktet werden können und der vor allem für sehr anspruchsvolle Anwendungen geeignet ist. Der andere Quad-Core-Prozessor ist ein etwas schwächerer Cortex A7. Er kommt dann zum Einsatz, wenn weniger Power gebraucht wird und ist daher eher dazu gedacht, Energie zu sparen. Dieser Prozessor ist nicht nur für das Samsung Galaxy S4 im Gespräch, sondern soll wohl auch im Samsung Galaxy Note 3 eingesetzt werden.

Auf der CES vorgestellt: Samsung Exynos 5 Octa 5410 SoC

Energie wird vermutlich auch ein großes Thema sein, denn derzeit findet bei den Herstellern insofern ein Umdenken statt, als dass die Akkus der Smartphones endlich größer werden. Auch Samsung sollte bewusst sein, dass ein größerer Akku und damit eine längere Laufzeit sehr attraktiv auf den Kunden wirken können.

Interessant wird es, wenn es um die Displaygröße geht, denn das S3 und das Note 2 sind mit jeweils 4,8 und 5,5 Zoll dicht beieinander. Viel Spielraum haben die Hersteller und damit auch Samsung meines Erachtens nicht mehr. Schon jetzt ist jeder Zuwachs der Displaydiagonale mit einer Einbuße an Handlichkeit verbunden. Liegt mein persönliches Limit, ein Smartphone bequem zu bedienen bei allerhöchstens 4,3 Zoll, bewegen wir uns mittlerweile ja eher im 5 Zoll-Bereich. Problematisch ist das vor allem dann, wenn die handlichen Smartphones nur noch mit veralteter Hardware auf dem Markt kommen, während die leistungsfähigen Modelle immer unhandlicher werden.

Im März soll es den Gerüchten zufolge schon so weit sein: Mitte März soll das Samsung Galaxy S4 vorgestellt werden und dann Anfang April in den Handel kommen. Bestätigungen gibt es von offizieller Seite nicht, aber lange wird es sicher nicht mehr dauern. Neben dem S4 werden wir aber mit Sicherheit auch viele weitere Modelle sehen. Es ist auch damit zu rechnen, dass neue Variationen des S3 erscheinen und Smartphones auf den Markt kommen, die Funktionen mit sich bringen, die wir an anderen Modellen bislang noch nicht gesehen haben. Die Zeit des Wettrennens um die schnellsten Prozessoren und die größten Displays ist langsam vorbei und es ist an der Zeit, dass wir mehr Innovationen zu sehen bekommen.

Hinweis am Rande: Künftig werden wir uns häufiger die Modellpaletten einzelner Hersteller und auch spezielle Marktsegmente vornehmen und für euch aufschlüsseln.

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Kommentare

  • André Fiebig

    09.02.13 (13:58:13)

    Bezüglich des Größenproblems, dass Sie beim S3 und S4 ansprechen, dürfte vielleicht ein künftiges S4 mini - was ja nicht mini, sondern normal groß ist - besonders interessant sein.

  • Thomas

    09.02.13 (17:55:38)

    Oder man wählt einfach ein Vorjahresmodell. Heute ist z.B. das Galaxy S2 für unter CHF 300.-- zu haben. Dafür gibt's ein Gerät, das schneller ist als das S3 mini und ein ähnlich grosses bzw. kleines Display hat - aber eben: günstiger als das S3 mini.

  • Pierre

    10.02.13 (17:20:20)

    Toller und Ausführlicher Bericht! Ich hatte zuvor das Samsung Ace Plus und habe jetzt das Galaxy S3 was wirklich enorme Unterschiede sind, und sehr viele Funktionen besitzt ich glaube das ich mit diesen Handy sofern es nicht defekt wird noch lange Spass habe doch die Entwicklung der Smartphones ist gewaltig und ich bin gespannt was das S4 alles kann ;D lg Pierre

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