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19.02.13Kommentieren

Sakrale Tonkunst: Dinkel hat's wieder getan

Georg Dinkel hat es wieder getan: einige Monate reichten ihm aus, um ein iPad-Dock der besonderen Art zu erschaffen. Und dabei herausgekommen ist wieder ein Stück sakraler Tonkunst für die digitalen Gerätschaften von heute.

Dinkels TonschreinAufmerksamen neuerdings-Lesern ist Georg Dinkel schon bekannt. Mitte letzten Jahres gab es hier bei neuerdings.com schon einmal etwas über seine Passion zu lesen: er baut mit einer kaum zu überbietenden Liebe zum Detail Audio-Docks für iPods und iPads aus dem Hause Apple. Das besondere an Georgs Docks sind aber weniger die technischen Details, als vielmehr das außergewöhnliche Design: Ähnlichkeiten zum Kölner Dom oder dem Straßburger Münster fallen einem sofort ins Auge, denn gotische Kirchen scheinen die Vorlage für Georgs Arbeiten zu sein.

Digitalizistische Gerätschaften

Er selbst bezeichnet seine Werke mitunter als 'Tonschreine' oder auch 'digitalizistische Gerätschaften' und auf die Fragen, ob es sich bei seine Werken um Kunst oder Satire handelt, antwortete er in einem Interview: "Wären iPads bereits in den siebziger Jahren erfunden worden, hätten sie ein anderes Design, wahrscheinlich in Leuchtorange. Hätte man sie Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden, dann wären sie ein Spielzeug für Könige und Kaiser gewesen, und ihre Hülle hätten Juweliere gestaltet. Heute übt man sich in coolem Understatement und ich setze Protz und Kitsch dagegen."

Ein wenig kitschig muten seine Kunstwerke schon an, vielleicht auch overacted oder wie aus einer anderen Epoche. Nichtsdestotrotz zeugen sie von einer beeindruckenden Geduld und Detailversessenheit. Wie sonst wäre zu erklären, dass Georg monatelang ein einziges seiner Objekte gestaltet: Alleine die Skizzen und Zeichnungen, anhand derer er seine Bauwerke plant und realisiert, sind bereits eine Augwenweide. Und wer sich die Fotostrecke mit vielen Skizzen und Detailaufnahmen seines neusten Tonschrein 2.0 ansieht, mag erahnen welcher Aufwand in den Bau desselben investiert wurde.

Kunst aus Knete

Georg Dinkel und seine Kunstwerke waren Anfang des Jahres Thema einer Ausstellung in Fürth. Wer diese verpasst hat, findet auf seiner Webseite bits-fuer-uns.de viele weitere Beispiele seiner Leidenschaft. Dort findet sich dann auch allerlei anderes interessantes, wie zum Beispiel der Cybermönch, das Weihwasserkatapult oder der 14-Nothelfer, dessen Sinn sich mir bisher aber noch nicht erschlossen hat.

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