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15.01.15Leser-Kommentare

Sakral-ironische Reliquien: Der Schrein für die Apple Watch

Was früher unter dem Namen "Fimo" als Kinderspielzeug herhalten musste, wird heute unter dem neudeutschen Alias "Polymer Clay" deutlich anspruchsvolleren Zielen gerecht. Georg Dinkel, aufmerksame neuerdings-Leser kennen diesen Namen bereits, erschafft auf Basis dieses Werkstoffs ganz eigene Kunstwerke und sein neuestes Werk soll der für dieses Jahr angekündigten Apple Watch schon vorab als würdige Aufbewahrungsstätte dienen.

Dinkels Apple Watch Reliquary

Georg Dinkel, Fotograf aus Zirndorf nahe Nürnberg, hat ein aufwendiges Hobby: er verwandelt harmlose Knetmasse in Kunstwerke, welche, von gotischen Sakralbauten inspiriert, moderner Technik ein neues Zuhause geben. Diese sakrale Tonkunst beheimatet meist Gerätschaften aus dem Hause Apple in sich und so widmet sich auch die neue "Watch Reliquary", wie der Name schon vermuten lässt, der Apple Watch.

 

Geknetete Kunst

Wie bereits beschrieben, ist die Hauptzutat der Dinkel'chen Werke die Modelliermasse Polymer Clay oder auch FIMO. Diese dient aber vor allem der endgültigen Formgebung. Darunter verbirgt sich meist ein Grundstruktur, die aus Holz- und Drahtelementen besteht. Da es Fimo auch als transparenten und farbigen Werkstoff gibt, bestehen auch die Fenster, die kleine Kuppel für die Uhrauflage und der “Himmel" des Schreins daraus.

Dinkels Apple Watch Reliquary

Den letzten Schliff geben dann die dahinter versteckten RGB-LEDs, welche das kleine Heiligtum per Fernbedienung in allen möglichen Farbkombinationen beleuchten.

Zur "Watch Reliquary" schreibt Georg: "Die Form ist natürlich inspiriert von den Arm-Reliquiaren, die im Mittelalter sehr beliebt waren und in jedem besseren Kirchenschatz zu finden sind. Die endgültige Fertigstellung ist natürlich noch abhängig von Apple’s Ladesystem… Im Turm ist auf jeden Fall auch noch Platz für einen Bluetooth Brüller."

Georg ist innerhalb der Polymer Clay Community inzwischen auch recht erfolgreich. So wurde er in 2014 bei einem internationalen Wettbewerb der besten “Kneter” mit zwei ersten Preise ausgezeichnet und hatte auf Malta die Gelegenheit seinen Arbeiten im Rahmen eines Kongress vorzustellen.

Neugierig geworden

Hier auf neuerdings hatten wir schon mehrmals über Georg Dinkel berichtet und wer einen Blick auf weitere Werke dieses fingerfertigen Knetmenschen werfen möchte schaut hier bei neuerdings oder auf seiner eigenen Webseite vorbei.

Polymer Clay, oder einfach Fimo, gibt es übrigens bei Amazon, nur für den Fall, dass es euch jetzt in den Fingern juckt.

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Kommentare

  • Christian

    18.01.15 (23:03:49)

    Verrücktes Ding. Danke für die Vorstellung

  • Sina

    03.02.15 (10:08:25)

    Das wäre ja genau das richtige für mich, da meine Wohnungsstil eh schon im Mittelalter angesiedelt ist. Ich habe mir gerade mal die Seite von Georg angeschaut, die Faust auf dem "Turm" macht auch was her! Kann man seine Werke denn auch kaufen? Wäre jetzt interessant für mein Smartphone (iPhone 5S), auf die Apple Watch müssen wir ja noch etwas warten.... So wie es aussihet ist aber auch jedes Teil ein Unikat oder? Fragen über Fragen, ich werde mal diesbezüglich eine Mail schreiben, die Kunst wirkt auf jeden Fall und gefällt mir sehr gut. LG Sina

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