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11.03.15

Runcible: Smarte Taschenuhr als Alternative zum Smartphone

Was kommt nach dem Smartphone? Das Unternehmen Monohm möchte die Antwort auf diese Frage parat haben. Mit Runcible stellte man auf dem Mobile World Congress in Barcelona die sogenannte „Anti-Smartphone“ vor.

Edel und ungewöhnlich. (Foto: Monohm) Edel und ungewöhnlich. (Foto: Monohm)

Anti? Das mag dezent übertrieben sein, schließlich verfügt Runcible ebenfalls über moderne Elemente. Allerdings ist ein Unterschied zum Mobiltelefon sofort ersichtlich, orientieren sich die Schöpfer doch an der guten, alten Taschenuhr.

 

Ist das noch eine Uhr?

Runcible möchte tatsächlich ein Smartphone sein, das über einen hochauflösenden Bildschirm, eine Kamera und moderne Technologien verfügt. LTE, WIFI, NFC und Bluetooth gehören zu einer Selbstverständlichkeit, als Betriebssystem kommt eine modifizierte Version von Firefox OS zum Einsatz. Interessanter Ansatz: Komponenten lassen sich austauschen, sodass man später auch bessere Chips relativ problemlos einsetzen kann. So zumindest die Theorie.

Es heißt, Runcible soll keine Möglichkeit besitzen, weitere Apps regulär zu installieren. Dafür könnte man das Gerät durchaus als Controller für diverse Gadgets verwenden. Immerhin.

Wo ist nun die Besonderheit?

Der wohl verlockendste Aspekt ist, dass sich Runcible von dem Grundgedanken des Smartphones entfernt. Keine unzähligen Funktionen, keine Informations-Überflutung durch ständige Benachtigungen und vor allem ein einzigartiges Design. Drei Tüftler bei Monohm arbeiten zehn Monate nicht nur an der Software, sondern vor allem an dem eigenwilligen Design. Man ließ sich von Taschenuhren und anderen Gegenständen inspirieren, die man in der Tasche trägt. Durchaus von einem Kompass oder vielleicht sogar einem Schmink-Spiegelchen? Nachdem die Optik aus Glas, Holz und Metall entstand, reifte auch die Idee für das eigentliche Gerät, mit dem man dennoch telefonieren kann.

Man könnte es wohl am besten als ein „entschleunigtes Produkt“ bezeichnen, das man in der Hand hält, auf die Uhr schaut und nicht nach zwei Jahren durch ein neues ersetzt. Im Zweifel aber lässt es sich, wie bereits erwähnt, aufrüsten und reparieren. Runcible soll lange Freude bereiten. Ich finde, das ist ein schöner Ansatz, der sich auch sehr gut mit Nachhaltigkeit und fair gehandelten Rohstoffen vereinbaren ließe.

Ungewöhnlich und nicht auf Schnellebigkeit ausgelegt. (Foto: Monohm) Ungewöhnlich und nicht auf Schnellebigkeit ausgelegt. (Foto: Monohm)

Ob es für Runcible einen großen Markt gibt? Vermutlich nicht. Aber mit Unterstützung des japanischen Unternehmens KDDI wird die Uhr im Land der aufgehenden Sonne wohl definitiv erscheinen. Wie es mit der westlichen welt aussieht? Das ist wohl aktuell noch nicht ganz klar. Aber auf der Monohm kann man sich schon einmal vormerken lassen, denn Ende des Jahres könnte die Uhr/das Smartphone veröffentlicht werden...

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