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29.12.15

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Rowenta RO6432 im Test: Der Power-Staubsauger fürs Büro

Sparsam und leise – so bewirbt Rowenta seinen schick designten Staubsauger RO6432. Unser Test zeigt viel Positives, enthüllt aber auch eine Marketing-Übertreibung.


Rowenta RO6432 (Bild: Rowenta)

Ein Staubsauger für Gründer?

Wer als junger Unternehmer eine Firma gründet, der muss sich um allerlei Dinge kümmern: Von der Wahl der richtigen Rechtsform über die Finanzierung bis hin zum Marketing. Aber es gibt auch banal erscheinende Aufgaben, die bei Startups anfallen. Dazu gehört zum Beispiel die Reinigung der Räume. Entweder ist diese in den meist günstigen Mieten eines Gründerzentrums nicht enthalten, oder sie kostet so viel, dass der Firmengründer lieber selbst zum Staubsauger greift.

In der neuen Technik-Rubrik von Foerderland.de (ehemals neuerdings.com) stellten wir schon einige Staubsauger-Modelle vor. Nun haben wir uns den Rowenta RO6432 -Bodenstaubsauger angeschaut, der sich rein von seinen Leistungsdaten interessant anhört.

Das soll der RO6432 bieten

Da wären zum einem der Aktionsradius von 11 Metern (ideal für das typische Gründerbüro), ein 4,5 Liter große Beutel (d.h., man muss ihn nicht so oft wechseln), verschiedene integrierte Bürsten für unterschiedliche Oberflächen wie Teppich, Fliesen oder Möbel, eine langes Teleskoprohr und ein (angeblich) geringer Geräuschpegel.

Der RO6432 bietet zudem einen geringen Energieverbrauch, weswegen er der erste Rowenta-Staubsauger mit 4xA-Bewertung sei. Mit seinem Preis, der zum Beispiel bei notebooksbilliger.de zwischen rund 220 und 250 Euro schwankt, fällt der Staubsauger aber recht teuer aus. 

Schnelle Inbetriebnahme

Beim Auspacken kann das Gerät gleich punkten: Es liegt eine Anleitung in über 30 Sprachen bei, wobei diese eigentlich nicht von Nöten ist. Selbst wenn man noch nie einen Staubsauger in Betrieb genommen hat, ist durch das einfache Zusammenklicken der einzelnen Komponenten der „Staubkiller“ in wenigen Minuten einsatzbereit.

Was ebenfalls positiv auffällt: Das Design des orangefarbenen Staubsauger spricht das Auge an, zudem wirkt die Verarbeitung hochwertig und stabil. Letzteres lässt vermuten, dass das Rowenta-Modell (hoffentlich) viele Jahre gute Dienste leistet und nicht wie so manches Billigmodell bald auf den Elektromüll gebracht werden muss.

Auch für große Menschen geeignet

Das in der Länge verstellbare Saugrohr ist in voll ausgefahrenem Zustand auch von Menschen jenseits einer Größe von 1,80 Metern gut zu halten, ohne dass man sich bücken muss. Wer sich also bislang vorm Staubsaugen drückte, weil er Haltungsschäden vorschob, dem wird mit dem RO6432 Wind aus den Segeln genommen.

Apropos Länge: Das Kabel fällt ziemlich lang aus, wodurch sich ein Aktionsradius von über zehn Metern ergibt. Bei typischen Büro-Raumgrößen entfällt somit das ständige und damit lästige Steckdosen-Umstecken. 

Viel Power unter der schicken Haube

Wie alle modernen Staubsauger bietet auch der Rowenta-Staubsauger verschiedene Leistungsstufen an, wobei schon die niedrigste einen ordentlichen Ansaugdruck ausübt. Somit dürfte diese Stufe bereits in den meisten Fällen reichen. Wer möchte, kann die Saugleistung bis zu 750 Watt erhöhen, was laut Rowenta einem 2.200 Watt Motors entspricht.

Dank der mitgelieferten und teilweise auch integrierten Bürsten können Teppiche oder ebene Flächen wie Laminat, Parkett und Fliesen sowie Möbel (inklusive der Ritzen) in einem Rutsch schnell gesaugt werden. Das Umstellen in den anderen Modus bzw. das Anbringen eines anderen Bürstentyps geht schnell von der Hand.

Leise?

Trotz seiner satten Leistung soll der Staubsauger (O-Ton Rowenta) „extrem leise“ und „kaum hörbar“ sein. Das wird mit dem Marketing-Slogans „Silence Force“ und „Extreme Silence System“ unterstrichen. Wer diesen Worten glaubt, wird leider herbe enttäuscht.

Selbst in der niedrigsten Stufe produziert der RO6432 einen deutlichen Lärmpegel. Der mag mit seinen 66db - laut dem Hersteller - niedriger als einige Konkurrenzprodukte ausfallen, aber leise ist etwas anderes.

Spätestens wenn man die Leistung hochdreht, ist an ein Gespräch nicht mehr zu denken. Somit entpuppen sich die diversen „Silence“-Anpreisungen als PR-Versprechen, die nicht gehalten werden.

Weitere Minus- und Pluspunkte

Was uns ebenfalls nicht so gefällt: Die Drehung der Bodendüse gestaltet sich als recht schwerfällig. Wer in Ecken oder um Objekte herum saugen will, der muss etwas Kraft aufwenden. Das geht bei Konkurrenzprodukten deutlich leichter.

Gut dagegen ist, dass die Staubsaugerbeutel über eine Klappe verfügen, wodurch Dreck, Geruch und eventuell eingesaugte Spinnen nicht wieder entweichen können. Beim Kauf des RO6432 liegt eine Staubbeutel-Packung mit vier Beuteln bei, die beim Nachkaufen zwischen 10 und 15 Euro kostet .

Fazit

250 Euro für einen Staubsauger – das ist nicht gerade wenig. Dafür erhält man beim Rowenta RO6432 ein schick aussehendes Gerät, das gut verarbeitet wirkt. Das lange Stromkabel, die  Leichtläufigkeit und das ebenso überlange Saugrohr machen den Einsatz angenehm, die starke Saugkraft sollte für alle geläufigen Einsätze in Büros mehr als genügend ausreichen.

Dank der mitgelieferten Staubbeutel und dem großen Volumen dürfte man für mindestens ein Jahr gerüstet sein. Somit hinterlässt das der Rowenta-Staubsauger im Großen und Ganzen einen positiven Gesamteindruck, der für Qualitätsbewusste einen Kauf wert sein kann.

Eine Schelte gibt es allerdings für die übertrieben beworbene Lautstärke bzw. für die angeblich nicht vorhandene Lautstärke: Den Geräuschpegel, den der Rowenta RO6432 erzeugt, ist alles andere als „silent“!

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