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08.04.15

Roto: Motorisierter Drehstuhl für virtuelle Welten

Um Virtual-Reality kommen wir wohl nicht herum. Seit Oculus Rift und Co. scheint es ein großes Bestreben zu sein, unbedingt virtuelle Welten erschaffen zu wollen, in denen man sich bewegt. Doch genau das ist das Problem: Wie soll man am besten laufen, sich drehen und sich orientieren? Wie wäre es mit Roto, dem sich drehenden Stuhl?

Ein Stuhl für Virtual Reality. (Foto: RotoVR) Ein Stuhl für Virtual Reality. (Foto: RotoVR)

Roto bringt Bewegung ins Spiel – durch einen Motor, der in der Lage ist, einen Stuhl zum…tja…Drehen zu bringen. Genau dies soll für Virtual Reality-Software eine große Bereicherung sein.

 

WTF?

Nüchtern betrachtet klingt Roto schon dezent skurril, schließlich nimmt man auf einem Stuhl Platz, der sich selbständig nach links oder rechts bewegen kann. Dank Anbindung an VR-Brillen wie Oculus Rift und ähnlichen Lösungen geben Nutzer allerdings die Richtung vor. Schaut man nach links, schwenkt Roto zur entsprechenden Seite. Weiterhin sorgt ein zusätzliches Fußpedal dafür, dass man sich komplett umdrehen kann oder in der fiktiven Welt beginnt zu laufen oder zu rennen. Im besten Fall also passt sich Roto dynamisch dem Verhalten in einem Spiel oder einer VR-Anwendung an und verstärkt somit die Immersion.

Aufbau. (Foto: RotoVR) Aufbau. (Foto: RotoVR)

Interessant ist sicherlich auch, dass man bei Bedarf ausgewählte, aber handelsübliche Drehstühle nachrüsten kann, um so Geld zu sparen. Alternativ bietet das Startup RotoVR weitere Modelle an – mit Stuhl oder einem Tisch, auf dem man bei Bedarf noch Maus und Tastatur platziert.

Generell möchte Roto ein intuitives, authentisches Erlebnis vermitteln – auch mit Force-Feedback und einem präzisen Tracking sowie der Möglichkeit, sich um 360 Grad drehen zu können. Ob das wirklich so gut klappt? Das ist sicherlich von der jeweiligen Software abhängig. Von Haus aus soll Roto mit allen nennenswerten VR-Brillen funktionieren, ebenfalls ist ein SDK für Entwickler vorgesehen.

Teuer

Roto wurde schon vor einigen Wochen vorgestellt, die Finanzierung soll allerdings über Kickstarter erfolgen. Und hier ist das Feedback noch sehr verhalten. Von den anvisierten 85.000 Britischen Pfund sind die Schöpfer sehr weit entfernt, was vielleicht am Preis liegen könnte. So zahlt man für den Motor für den Eigenbau umgerechnet 275 Euro. Wer noch einen Stuhl dazu benötigt, ggf. mit besagtem Tisch, legt noch einmal bis zu 220 Euro drauf.

Die Frage ist eh: Liegt’s am Preis, dass Roto bei Kickstarter nicht der große Hit wird? Oder ist das Konzept doch etwas schräg? Ich bin aktuell etwas unschlüssig. Ausprobieren würde ich es vielleicht, hätte aber auch etwas Angst davor.

Weitere Details finden sich bei Kickstarter und auf der extra eingerichteten Webseite.

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