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25.02.12Kommentieren

RIM Blackberry Playbook OS 2.0: Langersehntes Update endlich da

Mit dem Update auf Playbook OS 2.0 zeigt RIM erstmalig, dass mehr in dem kleinen Tablet steckt und es der Konkurrenz durchaus die Stirn bieten kann.

 

BB Playbook OS2.0 - Endlich ganz normale Emailkonten ohne BIS oder BES (Bild: kaz)Das langersehnte Update des Blackberry Playbooks auf OS 2.0 wurde Ende Februar offiziell freigegeben. Ungeduldige luden sich vorab die Entwickler-Beta-Version herunter, doch die neuen Apps waren wohlweislich entfernt worden. Mit Version 2.0 schliesst RIM endlich zur Konkurrenz auf und kann auch dem Marktführer Apple die Stirn bieten. Bis dato konnte Felix Schwenzels (Zeit Online) treffende Überschrift «Wie ein Ferrari mit leerem Tank» nichts entgegnet werden. Ich teilte die Ansicht, das Playbook verfüge über erstklassige Hardware, jedoch kaum brauchbare Software. Das ändert sich nun. RIM hat Entwickler mobilisiert und ins neueste Update alles reingepackt, was sich die bisher wenigen Käufer gewünscht hatten.

Emails

Wer an Blackserry denkt, bei dem klingelt sofort die Geldbörse, denn ohne einen zusätzlichen Blackberry-Tarif verweigert das Smartphone unterwegs die Zusammenarbeit. Das Playbook erhält nun zum ersten Mal in der Firmengeschichte einen offiziellen E-Mail-Client, der mit POP3 und IMAP arbeitet. Wie es marktüblich ist, muss der geneigte Nutzer diese Begriffe aber gar nicht einordnen können, einfach E-Mail-Adresse und Passwort eintippen und los geht es. Das funktioniert sogar mit weniger bekannten Diensten als Gmail, Yahoo! und Co. Wie auch auf den Blackberrys wird alles entweder in einem gesammelten Eingangsordner angezeigt oder schön getrennt. Trotzdem kann es RIM nicht lassen, wieder seinen eigenen Kopf durchzusetzen: Trotz IMAP-Verbindung, werden Unterordner nicht angezeigt, bei Google, die einen kostenlosen Exchange-Service anbieten, geht dies dagegen sehr wohl. Da muss ich klar die Aussage Matthew Staikos, Webkit-Entwicklung RIM, in Frage stellen, RIM versuche, alle Standards einzuhalten.

Die Menü-Strukturierung erfolgt nach überlagerten Fenstern, die sich wie Blätter von links nach rechts überlappen. So weiss man immer wo man sich gerade befindet, kann Teile des vorherigen Menüs noch lesen und hin und her wechseln. Ein neues Konzept, das überzeugt.

Kontakte

Die Kontaktverwaltung orientiert sich am etablierten Standard auf Smartphones: Neben den reinen Adressdaten fügt man soziale Netzwerk-Accounts hinzu, erhält eine Auflistung der letzten Tweets oder erhält alle Kalendereinträge angezeigt, die mit dem ausgewählten Kontakt zu tun haben. Auch hier erlaubt man die Einbindung externer Server zum Kontakteabgleich, zum Beispiel Facebook. Was RIM aber leider vergessen hat, ist eine Kontaktsynchronisation für den PC: die bisherige Desktop-Software hat noch nicht mitbekommen, dass das Playbook nun auch in der Lage wäre mit Outlook und Konsorten zu synchronisieren. Die Kanadier werden sicherlich bald nachlegen, immerhin ist eine Cloud-Synchronisation nicht unbedingt der sicherste Weg. Auch die feste Anbindung Facebooks, stimmt etwas nachdenklich. So heisst es dazu: «Facebook synchronisiert Ihre Freunde, Nachrichten und Ereignisse mit den PlayBook-Kontakten, -Nachrichten und -Kalendern». Was in aller Hergotts Namen soll das heissen? Lädt das Playbook meine Nachrichten auf Facebooks Server hoch? Werden nur bei Facebook bereits bekannte Kontakte abgeglichen und eventuell auf den neuesten Stand gebracht? RIM verkauft doch vor allem das Produkt Sicherheit, und sicher bin ich mir nicht bei dieser Formulierung!

Kalender

Der Kalender ist auf den ersten Blick wenig spektakulär. Doch die Monatsansicht zeigt das Datum in Abhängigkeit des Terminkalenders in unterschiedlicher Grösse an: Je dichter der Tag durchorganisiert, desto grösser die Zahl. So hat man auf einen Blick sofort das Grausen vor der Woche - ein wirklich nützliches Feature! Die Anbindung an CalDav ist auch vorgesehen.

Die PIM-Funktionen sind bisher nur in der Querformatansicht nutzbar und noch nicht zu 100% ausgegoren, zeigen aber schon vielversprechende Innovationen gegenüber der Konkurrenz. Mit diesem Update ist das Playbook erstmalig eine wirkliche Konkurrenz zu Samsungs und Apples Tablets. Wenn dies der Auftakt zu einfallsreichen Neuerungen und verbesserten Podukten darstellt, dann dürfen wir gespannt auf BB OS 10 sein.

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